Sehschule und Milchzähne

Schau mir in die Augen, Kleines!

Schau mir in die Augen, Kleines!

Bei der U5 meinte unser Kinderarzt, dass wir vor der U6 mal mit unserem Kind zum Augenarzt gehen sollten, da er offenbar  immer noch ein wenig schielt.

Mir selbst war das schon gar nicht mehr aufgefallen. Der Arzt gab uns zwei Empfehlungen für Augenärzte, die besonders gut mit Kindern umgehen können. Natürlich hatte ich, kaum zu Hause angekommen, beide wieder vergessen. Macht ja nichts dachte ich, schau halt mal bei google. Es kann ja nicht so schwer sein, einen Augenarzt in Neuss zu finden. War es auch nicht, einen Termin zu bekommen allerdings schon.

Nach einigen erfolglosen Telefonaten riefen wir dann doch noch einmal in der Praxis des Kinderarztes an und ließen uns die beiden Empfehlungen noch einmal sagen. Die erste Adresse hatte Sprechzeiten, die so kurz waren, dass man besser die Nicht-Sprechzeiten angeben sollte: „Wir sind nie erreichbar, außer dienstags vormittags zwischen 10:00 Uhr und 11:30 Uhr, aber auch nur, wenn wir Lust dazu haben.“

Das wäre zumindest ehrlich, oder?

Die zweite Adresse war dann ein Treffer, freundlich, einen Termin in der nächsten Woche, gut zu erreichen, so soll das sein. Diese Augenarzt-Praxis macht speziell für Kinder ein bis zwei mal in der Woche die „Sehschule“ auf, in dieser Zeit werden dann nur Kinder in einem gesondertem Raum untersucht. Der Sohn sollte auf einer Art 3D-Brett in schwarz-weiss die Katze identifizieren, das klappte nicht ganz wie gewünscht:

Ärztin: „Zeig mal auf die Katze!“
Sohn: „Hä?“ (wortlos)
Ärztin: „Zeig mal auf die Katze!
Sohn: „Hä?“ (wortlos)
Ich: „Wo ist die Kimba?“
Der kleine Zeigefinger schoss kometenartig nach vorne: „Da!“ (wortlos).

O.K., Glück gehabt. 🙂

Alles in Ordnung, das Schielen gibt sich wohl noch.

Nach dem ersten Zahnen bei unserem Sohn hatte ich mich ja gefragt, wie oft wir das noch durchmachen müssen. Nach kurzer Recherche war klar, Kinder bekommen insgesamt 24 Milchzähne.

Angeblich würde es mit der Zeit besser werden und die Kinder nicht mehr so ein Theater machen. Das konnte ich bisher nicht feststellen.

Unser Sohn hat inzwischen 8 Zähne, positiv formuliert bedeutet dies, dass immerhin bereits ein Drittel hinter uns liegt. Aber 16 kommen noch, und das bedeutet 16x ein Kind, das einen zu Tode nervt, weil es nicht schläft. Ein Kind das quengelt, unkontrolliert sabbert und kotzt, weil es sich an seinem eigenem Finger verschluckt hat. Ein Kind das herum brüllt, weil es sich auf den eigenen Finger gebissen hat und rumnölt, bis man an die Decke geht.

Kinder machen bekanntlich ja nur Freude-Freude-Gefühle. 🙂

Aktuell ist mal wieder besonders anstrengend, weil ich nicht mehr als drei bis vier Stunden Schlaf am Stück bekomme. Das macht es etwas schwieriger zu kontrollieren, was sich unser Kind alles in den Mund steckt. Sei es mein großer Zeh oder der Schwanz unserer Katze, die uns dann verzweifelt um Hilfe ersucht.

Für alle, die es nicht wissen: Kinderzähne sind wahnsinnig scharf und können schlimme Wunden verursachen. Das ist kein Witz, sondern eine Info aus dem Erste-Hilfe-Lehrgang. Wütende Kinder beißen oft ungehemmt zu und schaffen es selbst bei Erwachsenen bis auf den Knochen zu beißen, wenn sie es drauf anlegen. Bisher ist mein Zeh heile geblieben, aber um unsere Katze mache ich mir schon einige Sorgen, bisher ist der Schwanz aber noch ungekürzt.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.