Schleim-Monster

Horror, der Tag heute war Horror. Ich bin erkältet, mit Verdacht auf Keuchhusten, mein Sohn hat nun auch einen Schnupfen abbekommen, so macht der Tag richtig Freude.

Meine Frau ist beruflich unterwegs, also hatte ich den Kleinen alleine an der Backe. Da ich eventuell mit Pertussis ansteckend bin, kam ein Ausflug heute nicht in Frage, also blieben wir zu Hause. Das war auch gut so. Bereits am Vormittag bekam Piet merklich schlechte Laune, nörgelte und brüllte dauernd rum, wollte nicht Essen, aber am liebsten immer auf mir drauf sein. Ich habe sicher nichts gegen Kuscheln, aber stundenlang ist das anstrengend. Wenn ich ihn auf den Boden setzte, ging sofort das Gebrüll los.

Bei Kleinkindern verhält es sich bei Schnupfen ganz ähnlich wie bei Katzen. Da die Kinder nicht schneuzen können (Katzen können dies auch nicht), kommt der Schleim nur beim Niesen raus. Babys wie Katzen holen dafür tief Luft, schleudern den Kopf in einer seichten, aber heftigen Bewegung von hinten nach vorne und von links nach rechts. Die dabei entstehenden Beschleunigungkräfte von schätzungsweise 7-G schießen den gelben Schleimpfropfen mit Erfolg in hohem Bogen durch das Wohnzimmer, meterweit. Zum Beispiel an den Flachbildschirm, an dem die Soße dann langsam herunter läuft. Lecker.

Da Piet auch sabbert ohne Ende, er bekommt nämlich gerade einen Backenzahn, komme ich mit dem Wischen beinahe nicht hinterher. So ist man auch den ganzen Tag schön beschäftigt und kommt nicht auf dumme Gedanken.
Mein Sohn tut mir dann schon Leid, aber es ist auch unglaublich nervig. Zum Glück geht es mir nach Wochen endlich besser, so dass ich entspannt an den Schleim ran gehen kann. Es leben die Einweg-Wischtücher mit Zitrone.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.