Probetag in der Schule

Die Abschlussfeier im Kindergarten kommt unweigerlich näher, die Termine rund um die Schule nehmen merklich zu. Nach Vorschultest und Schuluntersuchung kam nun der Probetag in der Schule und der erste Elternabend. Den Probetag über begleitete meine Frau unser Kind, den Elternabend habe ich wahrgenommen.

Der Probetag soll Ängste vor der Schule nehmen und auf die Schule neugierig machen. Zumindest für unseren Sohn hat das gut geklappt, einige der Noch-Erstklässer haben sich um die „Neuen“ gekümmert, darunter war auch ein Mädchen mit dem unser Sohn im Kindergarten früher befreundet war. Das Wiedersehen muss herzzerreißend gewesen sein.

Aus dem Kindergarten geht sonst kein Kind auf diese Grundschule, einige der Kinder kennt unser Sohn aber bereits vom Turnen und vom Handball. Am Ende der Probestunde kamen alle Kinder zu ihren Eltern gerannt.

Alle Kinder?

Nein, unser Sohn blieb verschollen, er wollte offenbar nicht wieder gehen und hatte sich mit den „richtigen“ Schulkindern verkrümelt.

Der erste Schultag kann also kommen.

Der Elternabend war nicht gerade spektakulär. Eine ebenfalls anwesende Polizistin erläuterte Gefahren des Schulwegs und bat die Eltern darum, nicht mit dem KFZ bis vor die Schule zu fahren. Soweit so gut, als es dann aber hieß, Kinder bis 12 Jahre sollen auch nicht mit dem Rad kommen, war ich dann doch überrascht, es scheint aber auch noch krasser zu gehen.

Den Klopper, aus unserer Sicht, brachte unser Kind aber selbst:

 

Darauf waren wir nicht gefasst, bisher hat er immer vehement dafür eingestanden, dass er bunte Farben trägt und auch mit Dingen aus der Disney-Prinzessin-Linie gerne spielt und bastelt.

Seit seiner Frage an mich, warum Mädchen ein Schimpfwort ist, ist  eine lange Zeit vergangen, für ihn ein halbes Leben und dennoch findet seit diesem Tag durch ihn ein Kampf gegen Windmühlen statt, den er nun aufgibt. Seine Einstellung und Überzeugung: „Ich mag Mädchensachen, ich mag ja auch Mädchen“, hat sich dadurch allerdings nicht geändert:

„Zu Hause und beim Ballett möchte ich die Sachen aber trotzdem anziehen“. (Siehe dazu den Artikel „Mädchen-Mädchen„.)

Wie stark sich das allgegenwärtige „Gendering“ auswirkt, kann man an den Kindern wirklich gut sehen und mit Erschrecken beobachten. Ich für meinen Teil zumindest, die meisten Eltern finden nichts daran und machen unbewusst lustig mit, teilweise wird das Gendern aber auch gezielt unterstützt.

#Rosahellblaufalle – Bullshit-Bingo

Die Spätfolgen bedenkt keiner. In diesem Zusammenhang lesenswert ist dieser Artikel:

„Ich würde mich lieber von einem Körperteil trennen, als einen russischen Mann zu heiraten!“ erschienen bei Editionf.com

Ich gebe zu, der Titel ist ein wenig seltsam, aber der Inhalt lässt sich durchaus als Extrembeispiel für die Folgen einer solchen Erziehung in 20 Jahren teilweise übertragen.

Mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt und wie die Schule damit umgeht.

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