Prepper Blog

„Was meinst du? Peppa Wutz?“, ich hatte meine Mutter auch beim dritten Mal noch nicht verstanden. Sie hatte doch tatsächlich einen Trendbegriff aus der Zeitung aufgeschnappt, den ich noch nie gehört hatte: Prepper.

„Prepper kommen aus den verschiedensten sozialen Schichten und Berufsgruppen, es sind Leute die dem System nicht blind vertrauen und sich individuell auf die verschiedensten Katastrophen vorbereiten um diese autark überstehen zu können.“ paranoid-prepper.com

Nachdem ich mich kurz informiert hatte war klar, ich bin kein echter Prepper, bestenfalls ein Prepper-Light. Ich bereite mich nicht auf den Weltuntergang vor, glaube nicht an einen Atomunfall in der Nachbarschaft und ich denke auch nicht, dass wir in naher Zukunft den Zusammenbruch unserer Währung zu befürchten haben, vermutlich sehen das die Griechen mittlerweile aber auch etwas anders.

Dennoch halte ich weder Waffen vorrätig oder habe irgendwelche Fluchtpläne.

Ach Moment, ich habe da noch einen selbst gebauten englischen Langbogen mit zwölf Pfeilen auf dem Schlafzimmerschrank und meine alten Bokken (Holz-Katana) im Keller, außerdem noch eine rheinische Spaltaxt für die Zombie-Apokalypse, man kann ja nie wissen.

Na gut, aber Fluchtpläne habe ich trotzdem nicht. 😉

Hintergrund: Ich hatte meiner Mutter erzählt, dass ich dabei bin, die Vorräte, wie vom Bundesamt für Katastrophenschutz empfohlen, für mindestens zwei Wochen anzulegen, inklusive Wasser. Eigentlich mit dem Hintergedanken, dass es tatsächlich passieren könnte, dass uns eine Umweltkatastrophe erwischt, die unsere recht empfindliche Transportlogistik stören könnte. In NRW reichen dafür ja schon fast 10 cm Schnee. 🙂

Konkret denke ich dabei an:

  • Schneefall in erheblicher Menge
  • Überschwemmung, denn wir liegen direkt an zwei Flüssen
  • Sturmschäden, eventuell mit Stromausfall

Ich denke zwar nicht, dass man plötzlich nichts mehr kaufen kann, aber es reicht mir schon, nicht unbedingt vor das Haus zu müssen, wenn es draußen arg unangenehm ist. Vorratshaltung war früher, als es noch nicht an jeder Ecke einen Supermarkt gab, völlig normal. Unsere Großeltern waren alle dazu in der Lage, wir haben das heute größtenteils verlernt. Ich habe mich auch nur durch Zufall wieder damit befasst, weil ich wieder selber einmachen wollte.

Ich werde unseren Vorratsschrank und Keller noch etwas optimieren, auch ein Batterieradio habe ich wieder griffbereit, samt einiger Kerzen und einer uralten Taschenlampe. Wenn der Strom ausfallen sollte, ist übrigens auch das Handynetz kurzfristig weg. Aktuell lege ich einen Vorrat an Saatgut an, das ich selbst vermehre, die Samen sind gut fünf Jahre keimfähig, alle paar Jahre auffrischen reicht also. Der Ertrag aus dem Gemüsebeet ist nicht wirklich hoch genug, um damit mittelfristig Vorräte aufzubauen, aber das wird vielleicht ja noch. Zum Hobby mache ich das „Preppen“ aber sicher nicht, ich halte ein Mindestmaß an Vorsorge einfach für sinnvoll.

2 Gedanken zu „Prepper Blog#8220;

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