Wir waren dann mal weg: Teil 2

Der Miracle im Einsatz

Der Miracle im Einsatz

Über unser Hotel habe ich ja bereits in Teil eins geschrieben, jetzt geht es um unsere Freizeitbeschäftigung. Wir hatten uns ja vorgenommen, ausgiebig zu wandern. Sagen wir mal, dies hat bedingt geklappt. Damit wir mit Piet überhaupt längere Strecken unterwegs sein konnten, hatten wir uns das „Hiking-Set“ für den Chariot Cougar 1 besorgt und auch den BabyBjörn Miracle mitgenommen.

Am Anreisetag liefen wir nachmittags den VA5 Wanderweg mit 7,82 km, die sogannte Faulenberg-Runde. Da ich bei uns am Rhein oft 7 bis 9 Kilometer mit meinem Sohn im Tragesitz unterwegs bin, nahmen wir auch diesmal, für die mit 2,5 Stunden angegebene Runde, den „Miracle“ von BabyBjörn. Das klappte auch ganz gut, wir benötigten sogar nur zwei Stunden. Die kleine Runde stimmte uns für die kommenden Tage ein.

Das Chariot Hiking-Set im Einsatz

Das Chariot Hiking-Set im Einsatz

Am nächsten Tag versuchten wir es dann mit dem Hiking-Set am Cougar und einer knapp 16 Km langen Strecke.

Die Dauer war mit 5 Stunden angegeben, das sollte doch auch in vier zu schaffen sein, oder?
Die Ernüchterung folgte sehr schnell. Mit dem Tragesitz kann ich, wie sonst auch, große Schritte machen und sehr zügig gehen. Mit dem Hiking-Set funktioniert das nicht. Bei großen Schritten hat man ständig das Gefühl, dass jemand einen am „Schlafittchen“ packt und zurückreißt. Das ist alles andere als angenehm. Mit kleinen Schritten geht es und man kann sich daran gewöhnen, kommt aber natürlich auf diese Weise viel langsamer voran.

Blick auf das Valmetal

Blick auf das Valmetal

Das Hiking-Set an sich ist schon, zumindest für mich, sehr fummelig anzuziehen. Der optische Eindruck amüsiert zumindest alle Passentan, dessen kann man sicher sein. Es erinnert schon ein wenig an „Ponyplay“, wobei in meinem Fall von „Pony“ wohl keine Rede sein kann, eher von „Brauereipferd“. Piet fand es nach einiger Zeit doof in dem Hänger zu sitzen und wollte nun einfach nicht mehr wandern, mit dem Tragesitz ging es dann zwischendurch immer mal wieder voran, aber die Unterbrechungen wurden immer häufiger. Am sogennten „Kreuzweg“ angekommen, dem „Highlight“ des Wanderweges, verließ uns ein wenig der Mut. Es ging gefühlt senkrecht nach oben, über eine nasse Wiese und später über glitschige, nasse Steine. Der Wagen meisterte das alles erstaunlich gut, im Gegensatz zu uns. Meiner Frau schmerzte das Knie und auch meine Kondition kam an ihre Grenzen, super, wir hatten ja die Hälfte schon geschafft. 😉

Meine Schuhe muss ich an dieser Stelle einmal loben, egal auf welchem Untergrund, ich hatte immer super Grip. Auch nach vielen Kilometern habe ich keine Blasen bekommen. Es war auf jeden Fall ein guter Kauf.

Der Aufstieg zum "Kreuzweg"

Der Aufstieg zum „Kreuzweg“

Irgendwie sind wir dann nach über sieben Stunden wieder im Hotel angekommen. Das war lang. Danach beschränkten wir uns auf Wege bis maximal 10 km. Wir wollten weder uns noch Piet eine längere Zeit als drei Stunden am Stück zumuten.
Mir passte das nicht so ganz in den Kram, ich wäre gerne länger gelaufen. Aber wie wir wissen, sagt ja schon seit fünf Monaten nur noch einer in der Familie, wo es lang geht und dies bin nicht ich.

Zur Erholung fuhren wir einen Tag nach Schmallenkaff, ne Dorf, oder war es Burg oder Berg? Ist auch nicht so wichtig. Der Ort besteht aus zwei Straßen, die beide höllenlaut sind. Piet fand das überhaupt nicht schön, wir auch nicht. Die umliegenden Wanderrouten sind bestimmt toll, ansonsten kann man sich die Fahrt sparen. Wir besuchten sogar den Falke Fabrikverkauf, der sich aber nicht lohnt. Die Sachen bekommt man im Internet preiswerter. Insgesamt ein sehr enttäuschender Tag. Immerhin war tolles Wetter.

Schöne Wege, auch durch den Wald.

Schöne Wege, auch durch den Wald.

Wir liefen noch den VA2  (8,04 Km), der praktisch vor dem Landgasthof Rüppel beginnt und da wir ja nicht mehr so lange laufen wollten, fuhren wir am letzten Tag in das Nachbardorf, um dort zwei kürzere Rundwanderwege zu gehen.
Das war eine doofe Idee. Der eine führte nach der Hälfte der Strecke über eine stark befahrende Landstraße ohne Seitenstreifen und zuvor über landwirtschaftlich genutze „Wanderwege“, die von 40-Tonnern im Minutentakt befahren wurden. Wer bitte denkt sich solche Routen aus? Die andere endete überraschend an einem Zaun, ohne eine Möglichkeit weiterzugehen, also den gleichen Weg zurück. So was ist frustrierend und ärgert mich maßlos.

Wirklich erholt bin ich aus dem Urlaub nicht zurückgekehrt, dafür hat uns unser Sohn in der Nacht einfach zu viel auf Trab gehalten. Seine Zähne beschäftigen uns ja bereits eine ganze Weile. Dennoch war es irgendwie schön, mal wieder etwas mehr Zeit mit meiner Frau zu verbringen, die ja in den letzten Wochen sehr viel unterwegs sein musste.

Fazit zum Hiking-Set von Chariot: Ich würde es für diesen Zweck nicht noch einmal kaufen.

Fazit zum BabyBjörn Miracle: Wir sind wieder zum „Activ“ zurückgekehrt, der verrutscht nicht so leicht, sitzt deutlich höher und ist zum längeren Laufen einfach besser geeignet. Für Leute mit meiner Statur ist der „Activ“ definitiv die bessere Wahl, nach einigen hundert Kilometern Tragezeit bin ich mir da nun sehr, sehr sicher.

Siehe auch:  The Miracle Puzzle, oder BabyBjörn Active vs. Miracle

2 Gedanken zu „Wir waren dann mal weg: Teil 2#8220;

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