Permakultur-Garten, ausversehen

Permakultur ist mittlerweile ein sehr weit gefasster Begriff, für den Bereich des Gemüsegartens bedeutet es so viel wie ökologisch, nachhaltig und ohne strenge oder enge Grenzen in der Planung. Was aber nicht bedeutet, dass ein Permakultur-Garten vor dem Anlegen nicht geplant wird.

Die Pflanzen dürfen mit der Zeit aber dort wachsen, wo es ihnen gut gefällt und werden nicht gezielt jedes Jahr neu ausgesät, sondern es wird versucht, es den Pflanzen zu ermöglichen sich selbst zu vermehren und für sich den optimalen Standort zu finden. Das geht sinnvoll natürlich nur mit biologischem Saatgut und nicht mit Hybriden.

Auch die Beete werden nicht streng aufgeteilt, sondern gehen ineinander über, Wildkräuter und Blumen dürfen prinzipiell auch dort wachsen, wo das Gemüse steht.

Ein „richtiger“ Permakultur-Garten benötigt eine gewisse Größe, die uns nicht zur Verfügung steht, dennoch lasse ich die Pflanzen in den Quadrat-Beeten aus blühen und sich selbst vermehren. Einen Teil vom Saatgut entnehme ich zum Teilen mit anderen und als Reserve. Nächstes Jahr starte ich meine dritte Saison und ich muss keinerlei Saatgut nachkaufen, was eine ganze Menge Geld spart. Nicht allen Pflanzen gefällt es bei mir, aber die Erträge werden langsam besser.

Ich habe den Garten in verschiedene Zonen vor und hinter dem Haus eingeteilt und berücksichtige dabei die schwierige Nord-Lage des Hauptgartens. Daher habe ich auch einige Gemüse-Sorten im Vorgarten stehen, zusammen mit allen besonders wärme-liebenden Pflanzen, wie Pfirsich, Nektarine, Wein und diverser Kräuter.

Damit das noch ein bisschen so weiter geht, habe ich zum ersten Mal den selbst erzeugten Kompost in den Beeten aus gebracht, mit unerwarteten Folgen.

Pak Choi, im November, Permakultur ausversehen

Pak Choi, im November, Permakultur ausversehen

Alle Quadratbeete haben etwas Kompost abbekommen, ebenso das Hochbeet, der Rest ging in die Blumenbeete, das habe ich Ende Oktober erledigt. Nun wachsen überall zwischen den Rosen und den Stauden kleine Radieschen, Pak-Choi, Tomaten, Mangold und diverse Salate. IM NOVEMBER!

Ich war schon ein wenig überrascht und bin nun sehr gespannt, ob die kleinen Pflanzen es durch den Winter schaffen und wenn nicht, ob es im Frühjahr erneut wilde Salatbeete bei den Rosen gibt. In den Quadrat-Beeten selbst ernte ich immer noch diverse Salate, die sich ausschließlich selbst vermehren.

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