Der große „O“

Die neue Camper-Saison nähert sich mit großen Schritten, auch wir freuen uns bereits auf den den ersten Ausflug mit unserem „Chateau“.

Probe-Campen mit dem Chateau Calista 450 im Herbst

Wir haben den Wohnwagen ja bereits im Herbst gekauft, waren aber kurz vor dem Saisonende nur wenige Tage damit unterwegs, bevor wir den Caravan in den Winterschlaf geschickt haben. Uns war bereits klar, dass mit dem Kauf des Wohnwagens noch ein ganzer Rattenschwanz an weiteren Anschaffungen anstehen würde. Die Gesamtmenge hat uns dann aber doch überrascht.

Damit meine ich nicht unbedingt die offensichtlichen Dinge, wie Kabel, Fahrradträger, Markise oder Vorzelt, das haben wir ja netterweise direkt mit gekauft. Wir haben dann noch in neues Emaille-Geschirr investiert, sowie Auffahrhilfen, Bremsblöcke, Gasanschlüsse, einen zweiten Campingtisch zum Kochen, Toilettenchemie und für die Markise Abspanngurte angeschafft. Weiterlesen

20c° im Februar – Wer braucht da ein Frühbeet?

Seit gut zwei Wochen werkle ich im Garten bereits herum, dabei hat noch nicht einmal die Zierquitte geblüht. Der Wintersalat erfreut sich bester Gesundheit, der Feldsalat sprießt in jeder Ecke und selbst Mangold und Pak-Choi haben begonnen zu wachsen. Der Senfkohl oder auch Asia-Salat „Green in Snow“ ist bereits ernte-reif gewachsen.

„Merveille des quatre saisons“ – Feldsalat – roter Mangold

Wir haben immer noch Februar und in wenigen Tagen werde ich den ersten Freiland-Salat ernten. Ich habe noch nicht einmal mein Frühbeet fertig gemacht und gerade erst damit begonnen, das Hochbeet vorzubereiten. Weiterlesen

Wärmestrahlung mit T10 Heizkörpern nach Konrad Fischer – Erfahrungsbericht

Da bin ich schon so viele Jahre Blogger und wundere mich dann doch noch manchmal, zu welchen Beiträgen auch noch nach Jahren Nachfragen kommen. Was mich übrigens freut.

In den letzten Wochen habe ich zahlreiche Nachfragen per E-Mail und Kommentare im Blog zur Haussanierung vor einigen Jahren gestellt bekommen. Wir haben damals ja bewusst weitestgehend auf eine „energetische“ Sanierung verzichtet und haben zuerst einen anderen Weg ausprobiert.

Wir hatten den Plan alle Heizkörper auf Wärmestrahlung umzustellen und zwar altmodisch mit T10-Heizkörpern, was eher preiswert ist, und nicht mit einer trägen Fußboden- oder Wandheizung. In der Theorie braucht man dadurch eine geringere Raumtemperatur, als mit herkömmlichen Heizkörpern mit hoher Konvektion, bei gleichem Wohlbefinden. Das soll Energie sparen und besser für die Raumluft sein. Dazu soll man laut, dem leider mittlerweile verstorbenen, Konrad Fischer auf die Nachtabsenkung verzichten und möglichst auf massive Baustoffe setzen.

Die T10-Heizkörper von Viessmann wurden anfangs gerne übersehen, wir wurden oft gefragt, ob wir eine Fußbodenheizung eingebaut hätten.

Nicht alles was her Fischer schrieb oder sagte findet meine Zustimmung, aber ich dachte, dass wir es im Bezug auf seine Tipps für Altbauten ruhig ausprobieren können, insbesondere was seine Hinweise zur Dämmung und der ENEV angeht.

Da wir nun einige Winter in dem Haus mit Baujahr 1962/63 verbracht haben, ist es vielleicht kein Fehler, noch einmal den Erfolg oder auch Nicht-Erfolg in einem kleinem Erfahrungsbericht zusammen zu fassen.

Auch wenn wir auf große Maßnahmen wie Fassaden-,  Dach-, und Kellerdämmung verzichtet haben, einige kleinere „energetische“ Maßnahmen haben wir dann doch gemacht: Weiterlesen

Old School Judo?

In meinem Artikel: „Noch mal von vorn mit Ü40: Judo, JiuJitsu und Taekwondo“ hatte ich bereits darüber geschrieben, wie ich mit dem Kampfsport praktisch von vorne angefangen habe. Mittlerweile mache ich seit beinahe zwei Jahren wieder Taekwondo und vor recht genau einem Jahr habe ich mit BJJ angefangen, kurz darauf auch wieder mit dem Judo.

In dieser Zeit hatte ich zahlreiche Verletzungen, aber auch unfassbar viel Spaß. Mir war gar nicht klar, wie sehr ich diese Art Sport vermisst habe, die gut 20 Jahre meines Lebens geprägt hat.

Das Taekwondo unterscheidet sich erheblich von dem Stil, den ich in meiner Jugend gelernt habe, was vor allem am Regelwerk für die Wettkämpfe liegt. Insbesondere das Sparring macht mir immer noch sehr viel Spaß, auch wenn ich mich erst umstellen musste, die Zeiten, in denen ich einen Spagat konnte, sind nun wirklich lange vorbei. Das WTF-Teakwondo ist durch das Regelwerk erheblich „beinlastiger“ geworden, als es früher mal gewesen ist, was mich aber nicht weiter stört.

Zum BJJ (Brasilian Jiu Jitsu) bin ich durch absoluten Zufall gekommen, ich wusste nicht einmal genau, was das eigentlich ist. Für mich sah es halt aus wie Judo am Boden (Ne-Waza), damit lag ich zwar nicht grundlegend falsch, aber für einen Judoka kann es eine ziemliche Überraschung sein, wie viel besser BJJ-ler hier sind. In den 90ern haben wir auf dem Schulhof Videokassten mit den UFC Kämpfen getauscht, damals war ich sehr beeindruckt von dem „Judoka“, der da alle anderen am Boden fertig machte.

Immer wieder gehen erfahrende Judoka zum BJJ und bekommen dort am Boden die Hucke voll. Erstaunlicherweise kommen offenbar nur wenige zu dem Schluss, dass man daher am besten BJJ parallel zum Judo trainiert. Für mich war diese Entscheidung absolut klar, nachdem ich gegen Blaugurte praktisch keine Chance hatte – zwar nach einer langen Pause im Judo, aber dennoch mit 15 Jahren Judo-Praxis, 7 Jahre davon als Wettkämpfer. Für mich war sofort klar, das will ich auch lernen.

 

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Es gab Zeiten, da dachte ich, das wären viele Bodentechniken – dann kam #BJJ. #Judo #Oldschool #Newaza

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Umgekehrt bin ich immer wieder überrascht, wie schlecht BJJ-ler sich manchmal im Stand verhalten, viele trainieren nur einen „Guard-Pull“, dabei könnten die ersten 8 Würfe der Gokyo im Wettkampf schon gute Dienste leisten, also die Würfe, die man in meiner Jugend für den Gelbgurt im Judo brauchte.

Auch im BJJ gilt: „Every Fight Starts Standing!“ Weiterlesen

Für eine Handvoll Gi’s

Für die meisten Kampfsportarten benötigt man einen passenden Anzug, dem japanischen angelehnt schlicht „Gi“ (Keikogi / Trainingsanzug, ganauer „Dogi“) genannt, oder „Dobok“ für die koreanische Bezeichnung. Üblicherweise setzt man die jeweilige Budo-Sportart noch davor, also zum Beispiel  „Judo-Gi“ oder auch „Karate-Gi“.

Dobok, Judogi, Bjj-Gi, mit Gürteln

Während meiner Kampfsport-(Zwangs)-Pause von knapp 10 Jahren habe ich beinahe meine gesamte „Ausrüstung“ verschenkt, ich musste und muss also einiges neu anschaffen. Für das Judo war es recht einfach, denn der von mir schon vor Jahren bevorzugte Judo-Gi von DAN-Rho war bei KWON immer noch im Programm, der „Sensei“ in 180M passt nach wie vor perfekt, die Qualität und der Preis stimmen auch noch. Mit rund 85 Euro ist eher im mittleren Preissegment, mit günstigen Judo-Anzügen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Daher war klar, dass der „Sensei“ für mich die erste Wahl war, auch um ohne  Probleme beim brasilianischen Jiu Jitsu (BJJ) mit trainieren zu können.

Nun haben Judo-Gi aber im BJJ einige Nachteile. Zum einen ist der Schnitt viel weiter, was es dem Partner einfacher macht zu greifen und zu würgen. Zum anderen falle ich als „Judoka“ ungewollt auf, was ich eigentlich nicht möchte, denn so habe größere Chancen auf den „Takedown“ beim Rollen in anderen Schulen und vor allem natürlich beim Wettkampf. Davon abgesehen sind BJJ-Gi’s wegen der vielen möglichen „Patches“ und Farbvarianten einfach hübsch anzusehen.

Pink gibt es aber leider nur für Frauen, wer das als Mann möchte, muss es machen wie Gene LeBell und einen roten Socken mitwaschen.

Lesetipp: Gene LeBell, the sadistic pink gi Judo stuntman, born October 9, 1932

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Ein Blick ins Haushaltsbuch, 2018

Wir sind so umweltbewusst, wir recyceln sogar unsere guten Vorsätze in jedem Jahr. 😉

Die Zucchini im Vorgarten – BIO und spart Verpackung. 🙂

An meinem persönlichen „Haushalts-Masterplan“ ändert sich in der tat nur wenig, was aber nicht bedeutet, dass es keine Erfolge gäbe. Wir kommen insgesamt mit unseren guten Vorsätzen in jedem Jahr ein Stück weiter, was die Angelegenheit natürlich auch immer schwieriger macht. Wer mein Blog nicht so regelmäßig ließt, hier die Kurzübersicht: Weiterlesen

Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht zum Silvester-Programm in Trier 2018/2019

In die Jugendherberge in Trier fuhren wir auf Empfehlung einer anderen Reisegruppe, die ebenfalls jährlich das Silvester-Programm der Jugendherbergen bucht, für uns war es nun das 7. Mal.

Um es vorweg zu nehmen, nach der Beschreibung und den Erfahrungen der anderen Gruppe hatte ich etwas völlig anderes erwartet, was nur einmal wieder beweist, wie individuell Erfahrungsberichte sind. Dennoch unterhalten wir uns stets mit den anderen Reisegruppen, um Ideen zu sammeln und zumindest eine Ahnung davon zu haben, was einen erwarten könnte.

Wer sich etwas umfassender über unsere Erfahrungen mit den Silvester-Programmen in den Jugendherbergen informieren möchte, kann gerne in meinen alten Berichten nachlesen, ich muss an dieser Stelle allerdings darauf hinweisen, dass sich Leitung, Küche und Programm durchaus jährlich ändern können. Erfahrungsbericht Silvester Programm in:

Auch diesmal sind wir nicht allein nach Trier gefahren. Insgesamt waren wir mit 10 Erwachsenen und 9 Kindern dort, damit waren wir nicht die größte Gruppe, aber schon eben eine, die an den maximal für sieben Personen ausgelegten Tischen gemeinsam keinen Platz mehr fand, und damit sind wir auch schon mitten drin im Erfahrungsbericht.

Wir hatten, wie immer, noch einmal ausdrücklich vorab darauf hingewiesen, dass wir als Gruppe anreisen und gerne beisammen sitzen möchten. Alle anderen Jugendherbergen haben das bisher möglich gemacht, nicht immer auf Anhieb, aber man hat sich darum gekümmert. In Trier macht man es sich da ganz einfach: Tischreservierungen gibt es nicht, Tische rücken ist verboten. Sie kennen die Sache mit den Handtüchern aus diversen Hotels?

Willkommen in der Jugendherberge in Trier. Weiterlesen

Papa, es nieselt doch nur!

Bulls Kinderrad 24″

Es gibt Momente, da bin ich stolz auf unser Kind, aus völlig unerwarteten Gründen.

Heute Morgen regnete es recht ordentlich und das bei knapp über null Grad Celsius. Er zog seine Regenhose zwar leicht widerwillig an, aber als wir die Tür öffneten, kam bloß ein vorwurfsvolles: „Papa, es nieselt doch nur!“

Das dürfte dann doch die Untertreibung des Tages gewesen sein, umso erfreuter war ich, dass es keinerlei Diskussionen gab. Er fuhr wie immer tapfer die 1800 Meter zur Schule mit seinem Fahrrad. Auf dem Weg kamen wir noch an einigen Vätern und Müttern vorbei (Elterntaxis), die sehr gestresst ihre Kinder in die SUV’s scheuchten, damit bloß nichts nass wird – Kinder sind ja bekanntermaßen aus Zucker. Von den hektischen Szenen an den Elterntaxen waren es übrigens noch sage und schreibe 400 Meter bis zur Schule. Weiterlesen

KnierleKnack

Wenn Nikolaus stellt Kinder vor Gericht,
ist es wieder Zeit für ein Gedicht.
Das Fünfte nun, ich glaub es kaum,
füllt gedanklich meinen Raum.

BJJ Whitebelt

Dieses Mal geht’s um Judo und Karate,
was ich sonst niemandem verrate –
auch wieder meine Leidenschaften weckt,
nachdem der Sohn es für sich entdeckt. Weiterlesen

Ein Ausflug in das Ju Jutsu

Vor einigen Wochen hatte ich meinen ersten Wettkampf im Kampfsport seit vielen, vielen Jahren – und es hat mir viel Spaß bereitet.

Urkunde für Jiu-Jitsu der Judosportschule Prass in Düsseldorf

Ich war im BJJ angetreten, dem brasilianischem Jiu Jitsu, wo ich noch sehr wenig Erfahrung vorweisen kann, auch wenn der Sport mit dem Ne-Waza-Teil des Judo eng verwandt ist. Einen Wettkampf im Judo schlage ich aktuell auch nicht grundsätzlich aus, aber zuvor muss ich mein Gewicht wieder sicher unter die 100 Kg Grenze bekommen, sonst ist mir das schlicht zu riskant. Da ich nun aber nicht noch Monate warten will, um wieder zu kämpfen, suchte ich nach Startmöglichkeiten im BJJ.

Die Startgebühren der großen Turniere von der NAGA, IBJJF und BJBBD können sehr schnell höhere Beträge erreichen, will man in mehr als einer Kategorie starten, können es auch locker dreistellige Beträge werden, Fahrtkosten und Übernachtungen sind da natürlich noch nicht mit drin. Für die paar Minuten Spaß ganz schön viel Geld, vor allem sind die Turniere oft weit weg. Auf der Suche nach Startmöglichkeiten stolperte ich über die „Ne-Waza“ Turniere des DJJV, also des Deutschen Ju Jutsu Verbands. Weiterlesen