Overdose

Best Baby Bum 2011

Best Baby Bum 2011

Am Sonntag war bei uns Kaffee und Kuchen mit den Eltern und Schwiegereltern angesagt. Der offizielle Anlass war mein 35. Geburtstag, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, daß irgendjemand wegen mir gekommen wäre.  😉

Es kam, wie es kommen musste. Alle stürzten sich auf Piet, der gerade ziemlich hilflos am Boden lag. Der fand das dann auch spontan doof, wie im Zoo begafft und beknuddelt zu werden, und rief uns um Hilfe. Von Papas Arm aus sah die Sache dann schon wieder viel besser und sicherer aus. Die Großväter hielten sich sogar zurück, nachdem es offensichtlich war, dass Piet einfach nur seine Ruhe haben wollte. Dummerweise bekam er sie nicht, denn beide Großmütter starteten einen kleinen Wettbewerb um die Gunst des Enkels. Das ging mal so richtig daneben. Man sollte annehmen, dass die es besser wüssten, tun sie aber leider nicht. Übelnehmen können wir das zwar natürlich auch nicht, aber selbst dem Unsensibelsten wäre klar gewesen, dass unser Sohn nicht wegen seiner Zähne brüllt, sondern weil man ihm zu sehr auf die Pelle rückt.

Man sollte sich immer mal in die Position des Kindes hineinversetzen: Da liegt man, gerade satt gegessen, auf der Couch, da kommen einige Leute, die man zwar schon mal gesehen hat, die man aber ohne die passende Umgebung nicht erkennt.
So wie die Frau aus dem Blumenladen, die einem Supermarkt bekannt vorkommt, aber die man nicht einordnen kann. Also die Frau aus dem Blumenladen, der Mann von der Tankstelle, die Frau vom Optikgeschäft und der Drogist stehen auf einmal alle um die Couch rum und beginnen, alle gleichzeitig einen zu besprechen und einen zu befummeln.

Also mir wäre das auch nicht recht. Ich würde alle anbrüllen und zum Teufel jagen. Genau das hat Piet versucht. Leider geht es ja noch weiter, denn die Leute lassen einfach nicht von einem ab. Da flüchtet man also von der Couch in einen sicheren Raum, aber jedes Mal, wenn man diesen verlassen will, beginnt es direkt wieder von neuem. Wie lange macht man das mit? Nicht lange, so viel ist sicher.

Piet war abends völlig mit den Nerven zu Fuß, witzigerweise war er kaum im Bett, da zogen alle von dannen. Da weiß man, wo die Prioritäten liegen, wie gesagt, wegen mir war ja auch keiner gekommen.

Erkenntnis des Tages: Das machen wir NIE wieder. Weihnachten kommen alle erst bei uns rein, wenn Piet im Bett ist.

 

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