Noch mal ans Meer

Unser Sohn hatte nach dem letztem, nicht ganz nach Plan gelaufenem, Urlaub den Wunsch geäußert, noch einmal an das Meer zu fahren. Der Einfachheit halber sind wir erneut auf den denselben Campingplatz gefahren, De Pekelinge bei Oostkapelle. Ein toller Platz, wenn auch nicht ganz billig.

Wie im letzten Jahr fuhren wir nicht alleine, sondern trafen uns mit anderen befreundeten Familien. In diesem Jahr waren es immerhin 7 mit insgesamt reichlich Kindern, so dass für alle Kinder passende Spielpartner gesichert waren. Nicht jeder hatte die gleichen An- und Abreisedaten, aber die schönsten Tage verbrachten wir zusammen.

Das erste Mal im Meer

Das erste Mal im Meer

Einige reisten mit Wohnwagen an, eine Familie mit einem Klapp-Caravan, die anderen mieteten sich Mobilheime, so wie wir, oder ein fest stehendes Zelt, dort Delta-Tent genannt. Die Mobilheime sind recht überschaubar, ich schätze die Größe auf 8×4 Meter, also gut 32 qm, was für drei bis vier Personen nicht gerade üppig ist. Einige waren auch mit dem Platzangebot nicht zufrieden, wir selbst waren aber wieder erstaunt, wie gut wir mit der kleinen Fläche auskommen. Natürlich ist das nur für ein paar Tage, aber man stellt sich unweigerlich die Frage, ob es im Alltag nicht auch etwas kleiner gehen würde. Den Trend zum „Tiny-House“ kann ich zumindest teilweise nachvollziehen. Der Putz-Aufwand ist in einem Mobilheim in etwa so groß, wie bei einem Kinderzimmer mit angeschlossenem Gäste-WC. Eben minimal.

Beste Aussicht in Oostkapelle

Beste Aussicht in Oostkapelle

Das ist daher sozusagen Minimalismus auf Probe, auch wenn wir über eine Familie überrascht waren, die noch merklich weniger Krempel mitführte, als wir. Einige konnten es gar nicht fassen, mit wie wenig man verreisen kann.

Aus der Erfahrung vom letzten Jahr wussten wir, dass eigene Fahrräder ein echter Vorteil sind, das von unserem Kind fand noch Platz auf der Rückbank, das von meiner Frau kam auf den Dachträger und mit meinem reiste ich selber an: Mit dem Fahrrad nach Zeeland.

Der Dachgepäckträger (Fahrradträger) wurde von vielen bestaunt, da er seitlich beladen wird und man die Räder dann „einfach“ auf das Dach schiebt (Dachlift). Dazu folgt noch ein eigener Artikel. Durch die ersparten Mietkosten für Leihräder amortisiert sich der Dachträger für uns innerhalb von vier Reisen, zwei sind jetzt bereits erfolgt. Den Dachträger haben wir übrigens gebraucht erstanden.

Sandburg-Bau

Sandburg-Bau

Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, meine drei Tage Anreise per Rad war noch von Regen und Sturm gekennzeichnet, vor Ort in Zeeland war das Wetter aber so gut, dass wir jeden Tag an den Strand fahren konnten. Im Meer Schwimmen war ich nur einmal für ca. 20 Minuten, bei 10-12 c° Wassertemperatur war es dann doch eine Überwindung. Für unser Kind hatten wir einen Neoprenanzug.  Abends wurde beinahe immer gegrillt und / oder nach dem Essen beisammen gesessen, während die Kinder über den Platz tobten, so dass man auch mal kurz Ruhe vor den Kindern hatte. Nicht alle folgten dem gleichen Ablauf, was der Sache eine sehr entspannte Atmosphäre verpasste, eben recht zwanglos.

Im Sommer wollen wir einige Tage „richtig“ Zelten fahren, dann aber wohl eher in die Eifel, mal schauen.

Ein Gedanke zu „Noch mal ans Meer

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