Nachts im Cafè

Ich bekomme immer wieder Anfragen für Fernsehshows, Interviews, Reportagen und Dokumentationen. In den meisten Fällen lehne ich dies ab, denn meine Familie ist privat, auch wenn ich einen Blog schreibe. Viele scheinen da was zu verwechseln und nur, weil ich bei „Facebook“ bin, möchte ich auch nicht, dass jemand drittes meine Daten verwendet. Ich ziehe da eine genau definierte Trennlinie.

Wenn sich aber die Gelegenheit bietet, neue Erfahrungen zu sammeln und interessante Menschen kennen zu lernen, dann sage ich auch gerne zu. In diesem Fall war es die Talkshow „Nachtcafè“ vom SWR. Das Thema fand ich jetzt als Aufhänger nicht so gut gewählt, aber die Zusammenstellung der Gäste war eigentlich ganz durchdacht.

In der Zeit vor und nach der Show bot sich mir die Möglichkeit, die anderen Teilnehmer etwas kennen zu lernen und das eine oder andere Gespräch zu führen, alleine dafür hatte sich die weite Fahrt nach Baden-Baden schon gelohnt. Auch die Menschen vom SWR, die die Show organisieren, fand ich sehr interessant und alle sehr nett, ein sehr professionelles Team, ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Besonders gefreut habe ich mich über die Gespräche mit Sibylle Hamann und Markus Theunert. Auch die Unterhaltung mit Elisabeth Grupp und ihrer Tochter war sehr informativ und spannend.

So schnell werde ich vermutlich nicht mehr so außergewöhnliche Gesprächspartner haben. 🙂

Ich finde es erstaunlich, welche Möglichkeiten mir das Blog und der dafür verantwortliche Rollentausch eröffnet, daran hätte ich vor einigen Jahren im Traum nicht gedacht. Hoffentlich konnte ich einige Menschen durch meine Erzählungen zum Nachdenken anregen. Männer sollten sich trauen über ihren eigenen Schatten zu springen und neues ausprobieren und keine Angst vor der Reaktion der Gesellschaft haben.

Bevor ich in Elternzeit gegangen bin, habe ich bereits 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt, davon viele Jahre mit Personalverantwortung. Ich habe immer viel gearbeitet, während der Schulzeit, parallel zum Zivildienst und der Ausbildung und als Selbstständiger sowieso. Den Schritt zum Hausmann habe ich nie bereut und ich lerne immer noch täglich dazu. Nach wie vor habe ich keinerlei Zweifel an meiner Männlichkeit, ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch, ich bin aber auch keine 20 mehr und muss mich nicht ständig beweisen, ich habe schon immer gerne Sachen gemacht, die nicht alle machen, das Leben wäre doch sonst viel zu langweilig. 😉

Übrigens: Meine eigene Stimme empfand ich im Fernsehen wirklich erschreckend, ich habe mich zum ersten Mal so gesehen und gehört. 🙂

 

2 Gedanken zu „Nachts im Cafè#8220;

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