Miss Tabbytortie

Für unser Kind war die Trauerbewältigung eine klare Sache:

Die Katze ist tot, also bekommt er einen Hund. Ist doch logisch.

Für mich war die Sache aber nicht ganz so einfach, allerdings überredete man mich nach einigen Tagen im „zu leerem“ Haus, wieder eine Katze zu uns zu holen. Wir erklärtem unserem Kind, dass nicht wir die Katze aussuchen, sondern die Katze uns. Ein großartiger Tipp eines erfahrenen Katzenhalters aus unserem Freundeskreis, der bei Kimba sehr geholfen hatte. Wir fuhren also in das nächste Tierheim, was bei uns fast um die Ecke ist, um einer Katze ein neues Zuhause anzubieten.

Miss Tabbytortie

Wir waren schon wieder auf dem Weg nach draußen, denn keine Katze wollte uns haben. Kaum zu glauben, bei gut 50 Tieren vor Ort, aber wir hatten unser Kind ja nicht ohne Grund mitgenommen. 😉

Als wir mit enttäuschten Blicken Richtung Ausgang marschierten, bekamen wir noch den Hinweis, ausnahmsweise in einen abgetrennten Raum gehen zu dürfen, dort wäre noch ein verschüchterter Neuzugang.

Diese Katze war dann nach einer kurzen Einkraulzeit sichtlich von uns angetan, die konnte also mitkommen. Eine noch keine vier Jahre alte Katze, die nur 3,7 Kg auf die Waage bringt und eine recht ungewöhnliche Fellzeichnung hat. Eine „Tabby-Tortie-Cat“, zu deutsch auch Glückskatze genannt. (Tabby – zweifarbig getigert, Tortie – zusätzlich zwei weitere Farben)

Miss Tabbytortie war erst seit einer Woche im Tierheim, ihr Vorbesitzer war verstorben. So weit wir das beurteilen können, war „Tortie“ eine reine Wohnungskatze und der ehemalige Dosenöffner ein Raucher, ihr Fell roch eindeutig nach Nikotin.

Nach gut einer Woche zu Haue ist „Tortie“ bei uns angekommen und hat auch die ersten, etwas tollpatschigen Tritte im Garten gemacht. Drinnen kann Sie nichts aufhalten, draußen ist dann aber alles offensichtlich sehr ungewohnt. Gestern saßen wir auf der Terrasse, als aus Nachbars Garten ein lautes „Platsch“ zu hören war, Sekunden später rannte etwas triefend nasses an uns vorbei. Die Katze war wohl in den Teich gefallen.

Nun gut, nach Nikotin riecht Tortie jetzt nicht mehr.

Unser Kind ist vom neuem Haustier hellauf begeistert, denn Tortie hat keine Angst vor Besuch, auch nicht vor Kindern und ist recht spielfreudig, wenn Sie nicht gerade schläft.

Miss Tabbytortie

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