Das eiskalte Schleim-Monster – Minus 20c°

Im Kinderwagen bei Minusgraden

Im Kinderwagen bei Minusgraden

Dass es kalt ist, hat vermutlich jeder gemerkt. Wir wohnen unter dem Dach in einem Haus, das 1982 gebaut wurde und heizen uns aktuell blöde. Unser Thermometer zeigte heute Morgen minus 13,8 Grad an, in der Nacht waren es sogar minus 20 c° auf dem Balkon. Wir hätten doch die neuen Fenster einbauen sollen.

Natürlich gehen wir auch bei diesen Temperaturen an die frische Luft. Im neuen Kinderwagen fühlt sich unser Kind offenbar sehr wohl und warm ist ihm im neuen Fußsack auch, so kann man ruhig eine Stunde raus gehen. Schnee ist ja bisher bei uns noch nicht gefallen, also ist Rodeln im Naturschutzgebiet noch nicht drin gewesen. Ich selbst bin absolut beeindruckt von meinen neuen Wanderschuhen, in denen habe ich immer total warme Füße, auch die andere Funktionskleidung macht sich super bei dem Wetter. So wird einem beim Schieben zumindest nicht ganz so kalt.

Unser Kind selbst bekommt eine Daunenjacke und noch eine Mütze dazu als Kälteschutz an, beides haben wir gebraucht im Second-Hand-Laden “Aramsamsam” bei uns in Grimlinghausen ergattert. Die Mütze steht unserem Kind erstaunlich gut.

Einige Tage später war ich dann erkältet, mit Verdacht auf Keuchhusten, mein Sohn hat nun auch einen Schnupfen abbekommen, so macht der Tag richtig Freude. Die richtigen Klamotten schützen dann vielleicht doch nicht vor Viren und Bakterien.

Meine Frau ist beruflich unterwegs, also hatte ich den Kleinen alleine an der Backe. Da ich eventuell mit Pertussis ansteckend bin, kam ein Ausflug heute nicht in Frage, also blieben wir zu Hause.

Das war auch gut so. Bereits am Vormittag bekam der Kleine merklich schlechte Laune, nörgelte und brüllte dauernd rum, wollte nicht Essen, aber am liebsten immer auf mir drauf sein. Ich habe sicher nichts gegen Kuscheln, aber stundenlang ist das wirklich anstrengend. Wenn ich ihn auf den Boden setzte, ging sofort das Gebrüll los.

Bei Kleinkindern verhält es sich bei Schnupfen ganz ähnlich wie bei Katzen. Da die Kinder nicht schneuzen können, Katzen können dies auch nicht, kommt der Schleim nur beim Niesen raus. Babys wie Katzen holen dafür tief Luft, schleudern den Kopf in einer seichten, aber heftigen Bewegung von hinten nach vorne und von links nach rechts. Die dabei entstehenden Beschleunigungkräfte von schätzungsweise 7-G schießen den gelben Schleimpfropfen mit Erfolg in hohem Bogen durch das Wohnzimmer, meterweit. Zum Beispiel an den Flachbildschirm, an dem die Soße dann langsam herunter läuft. Lecker.

Da das Kind wegen den neuen Zähnen auch sabbert ohne Ende, aktuell bekommt er gerade einen Backenzahn, komme ich mit dem Wischen beinahe nicht hinterher. So ist man auch den ganzen Tag schön beschäftigt und kommt nicht auf dumme Gedanken.
Mein Sohn tut mir dann schon Leid, aber es ist auch unglaublich anstrengend.

Zum Glück geht es mir nach Wochen endlich besser, so dass ich entspannt an den Schleim ran gehen kann. Es leben die Einweg-Wischtücher mit Zitrone.

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