Mediterraner Vorgarten

Die Aprikose im Vorgarten als Spalierobst

Als wir nach dem Hauskauf unseren Vorgarten vor einigen Jahren neu anlegten, übernahmen wir alle Pflanzen, die noch zu retten waren und ergänzten diese vor allem mit Pflanzen die essbar sind, sowie einigen Kräutern die ich für die Küche benötige.

In direkter Nähe zur Haustüre kamen verschiedene Salbei, Rosmarin, verschiedene Thymian, Majoran, Estragon, Pfefferminze, echte Spearmint, Katzenminze und Curry- sowie Bohnenkraut.

Über die Haustüre und die Garageneinfahrt lasse ich eine Tafeltraube ranken, dazu gesellen sich ein Feigenbaum, eine Aprikose, ein Pfirsichbäumchen, ein Birnenbaum, eine Nektarine und eine Feige und einige Lavendel-Büsche.

Wenn man das so liest, könnte man meinen, wir hätten einen riesengroßen Vorgarten, es sind aber nur gut 25 qm, inkl. Aufgang zur Haustüre.

Der Vorgarten und die Haustüre liegen nicht beschattet in voller Südseite, was unsere Pflanzenauswahl erklärt.

Tafeltraube / Weinrebe

In den letzten Jahren zeigte sich deutlich, dass einige Pflanzen sich erheblich wohler fühlen, als andere. Vor allem der Altbestand tut sich sehr schwer. Als gutes Beispiel kann man die alte Hortensie nennen, die in den letzten Sommern nur mit Mühe am leben zu erhalten war. Aber auch die Herbstanemonen lassen schon mal die Blätter hängen. Nur die beinahe 60 Jahre alte Rose, die lässt sich nicht beirren.

Die Sommer werden heißer und trockener. Einige Nachbarn auf der Straße haben mittlerweile ihre Vorgärten gepflastert und vertrocknete Bäume entfernt, ohne diese zu ersetzen,  wenn bei Häusern die Besitzer wechseln ist ein Trend zu mehr versiegelter Fläche deutlich zu erkennen.

Wir werden einfach unseren Vorgarten noch mediterraner gestalten, um Arbeit zu sparen.

Zum einen schatten die Weinrebe, die Feige und die Nektarine die Fassade etwas ab, zum anderen ernten wir inzwischen beachtliche Mengen an Früchten, was einige Nachbarn in reges Erstaunen versetzt. Unser Nektarinen-Bäumchen ist in diesem Sommer unter der Last der Früchte zusammengebrochen. Wir haben rund 20 Kilogramm (!) geerntet.

Die noch sehr kleine Aprikose bringt es auf gut 2 Kilogramm an Früchten und die Tafeltraube beschert uns bereits seit Jahren ca. 20 bis 30 Kilogramm kernlose und zuckersüße Trauben. Das ist mehr, als wir essen können. Einige Nachbarn freut es, aber wir teilen nur mit denen, die Hummeln und Bienen ebenfalls ein zuhause bieten. An manchen Tagen summt unser Vorgarten so laut, dass wir es im Haus hören können. Oft bleiben Passanten stehen und wundern sich, wo so viele Insekten herkommen. In anderen Vorgärten herrscht dagegen Totenstille.

Wir werden im Herbst die Hortensie und den Birnenbaum, sowie einige der Herbstanemonen nach hinten setzen und den mediterranen Pflanzen mehr Platz einräumen. Ich hätte auch nicht übel Lust es mit einem Zitronenbaum zu versuchen. Diese Zitrusfrüchte sind eigentlich nicht winterhart, aber vielleicht ist es einen Versuch wert. Vielleicht setzte ich auch einfach wieder eine Zucchini oder Aubergine nach vorne, hat im letzten Jahr auch gut geklappt und viele Menschen amüsiert.

Die Idee dahinter ist einfach, wir wollen nicht dauernd gießen müssen. Also suchen wir Pflanzen, die mit viel Sonne und Trockenheit zurecht kommen. Die Insekten freut es auch und bei über 40c° Außentemperatur ist eine durch kleine Bäume und den Wein abgeschattete Fassade sicher hilfreich. Solche „Wüstentage“ werden vermutlich in Zukunft häufiger werden, besser wir passen uns zeitig an, die Pflanzen wollen ja auch Zeit zum Wachsen haben.

Die Obstbäumchen sind kaum zu erkennen, dennoch liefern diese bereits gute Erträge. Die Weinrebe bietet Schatten über der Haustüre. Auf der Linken Seite wird in wenigen Jahren die Aprikose und der Pfirsich diese Aufgabe übernehmen.

2 Gedanken zu „Mediterraner Vorgarten#8220;

  1. Hi das liest sich super. Ich bin auch gerade am überlegen, wie wir die beiden seiten unser einfahrt neugestallten und was ich pflanzen kann. Wir haben hinten im Garten auch sehr viel essbares gepflanzt, so dass die kinder immer naschen können, aber alles sehr heimische Sachen wie himbeeren, erdbeeren, tomaten, Gurken etc… An nektarinen, aprikosen usw hab ich mich bisher nicht herangetraut. Vorne ist allerdings auch immer Sonne, vielleicht ein Versuch wert? Hast du ein Foto von der „gesamtansicht“? Würde mich sehr interessieren 🙂

    Gruß Timo

    • Huhu Timo,

      ich habe heute ein Foto gemacht, allerdings tragen jetzt nur noch die Weinrebe und die Feige Früchte. Die Obstbäumchen sind sehr schwer auszumachen, selbst die recht große Nektarine auf der rechten Seite wird noch sehr klein. Die Feige steht in der Mitte neben dem Rosmarin, der gut zu erkennen ist. Links sieht man die alte Rose zwischen den Fenstern, dahinter ziehe ich die Aprikose an der Fassade hoch. Unter der Nektarine wächst die Minze, der Thymian steht neben dem Lavendel eher vorne. Gut zu erkennen ist, dass die Weinrebe bereits die Türe ordentlich beschattet, das bringt wirklich was. Die Auswahl der Pflanzen ist so gewählt dass diese später NICHT das Dach beschatten, denn hier soll noch eine größere PV-Anlage montiert werden, die entsprechend unbeschatteten Platz braucht. Die Mini-PV-Anlage auf der Dachgaube liefert schon schon seit Jahren höhere Erträge als gedacht bei rund 110% Leistung. Besser geht es nicht.

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