LPT der Piratenpartei in Soest

Da im November der Piraten-Stammtisch in Neuss mit meinem Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder kollidiert, dachte ich, es wäre eine interessante Erfahrung zum Landes-Parteitag der Piraten in NRW nach Soest zu fahren. So weit ist es ja nicht.

Der LPT fand gestern und heute statt, ich bin allerdings nur gestern dort gewesen, obwohl ich eigentlich beide Tage geplant hatte. Über das Piraten-Wiki habe ich für die Fahrt noch Mitfahrer gesucht und auch gefunden, das spart Geld und schont die nebenbei die Umwelt. Die Fahrt war entspannt und bereits informativ, da meine Mitfahrer „alte Hasen“ in der Partei waren und ich so schon einiges erfahren konnte, bevor wir überhaupt in Soest ankamen.

Kaum angekommen sicherten wir uns zuerst einige Plätze, denn es sollte voll werden. Geplant war der Raum für 120 Teilnehmer, durch den Erfolg der Partei in Berlin waren es nun tatsächlich eher 300. Nein, keine Spartaner, Piraten.

Da es bei den Piraten keine Delegierten gibt, darf jeder mit stimmen, der den Beitrag bezahlt hat. Als ich mich anmeldete, stellte man fest, dass ich noch nicht gezahlt hatte. Ups. Ich hatte übersehen, dass auch bei Lastschrift-Ermächtigung der erste Beitrag überwiesen werden muss. Ich habe dann noch vor Ort in bar gezahlt und bekam nun doch mein Stimmrecht.

Pünktlich um 10:00 Uhr ging es los. Schnell bemerkte ich, dass mein Platz keine kluge Wahl gewesen war. Wie in Flugzeugen setzte ich mich Mitte-Mitte-Gang. Dort stand später das Mikrofon für die Mitglieder, die etwas zu sagen hatten, oder dies zumindest glaubten. Ich konnte nicht so ganz verstehen, wenn trotz eindeutigem „Meinungsbildes“, welches zwischendurch eingeholt werden kann, man dennoch weiter redet, als wenn es noch etwas zu diskutieren gäbe. Später wurde mir klar, dass es meistens das gleiche Dutzend war. Das ist ja fast wie auf einer Eigentümer-Versammlung. 🙂

Mein Platz direkt am Mikro hatte zwei Effekte: Ich fühlte mich nun tatsächlich so wie auf einem Langstreckenflug mit einem Sitz direkt an der Toilette. (Man hat dort keine Ruhe, wird ständig an gerempelt und kommt kaum mehr an seinen Platz, wenn man mal aufgestanden ist.) Der Zweite war, dass ich das Gefühl hatte, ständig gefilmt und fotografiert zu werden, wenn ich das geahnt hätte, wäre meine Abstimmung für Aufnahmen im Saal anders abgelaufen. 😉

Netterweise tauche ich auf keinem Foto oder Video, das ich bisher im Netz gefunden habe, auf. Die Berichterstattung ist auch insgesamt eher dürftig, obwohl zahlreiche Pressevertreter dort waren, inkl. dem WDR.

Gegen 17:00 Uhr waren alle Themen, die mich interessierten durch. Für die meisten Anderen wurde es jetzt erst richtig spannend, denn es ging nun um die Satzung. Ich konnte dem nicht folgen, daher war ich heute nicht noch einmal hin gefahren. Insgesamt war es ein sehr interessanter Samstag, obwohl ich es nicht geschafft habe, neue Kontakte zu knüpfen, dafür hätte ich vermutlich in Soest übernachten müssen.

Zum Bundesparteitag kann ich leider nicht reisen, aber es gibt ja immer einen Live-Stream im Internet. 🙂

 

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