Low-Carb – Paleo-Ernährung, oder doch LCHF?

Ich ernähre mich seit zwei Jahren gluten- und kaseinfrei. Anfangs habe ich dadurch insgesamt 10 Kg abgenommen, diese später, als ich mich daran gewöhnt hatte, allerdings auch wieder zugenommen. Seit ich zu Hause bin, hatte sich an meinem Gewicht auch nicht mehr viel geändert, da ich auch kaum noch zum Sport gekommen bin und auch das Tanzen spät am Abend einfach nicht mehr geschafft habe. Bereits mit einem Kind und den üblichen Einkäufen ist mir klar geworden, dass sich am Gesamtgewicht etwas ändern muss, wenn ich weiterhin in der Lage sein möchte, ein bis drei Kinder plus Zubehör in die dritte Etage zu wuchten. Da kommen schnell 30 Kg zusammen, jedes Kilogramm, das man selbst zu viel auf den Rippen hat, macht sich da direkt bemerkbar.

Ich hatte daher bereits im März begonnen abzunehmen. Der Plan sah 1 kg in der Woche vor, ich zählte mal wieder Punkte in Eigenregie, das funktioniert ganz gut. Die ersten 10 Kg waren wie geplant runter, dann kam die berühmte Mauer, es ging wochenlang nicht voran. Ich suchte Hilfe bei einem Freund, der gerade eine sehr strenge Bodybuilding-Wettkampf-Diät macht, die ist nicht unbedingt gesund, aber er kennt sich gut aus, denn der macht das öfters.
Er vermutete eine zu hohe Aufnahme von Kohlenhydraten und zu wenig Sport, zu diesem Zeitpunkt war es nur eine Stunde in der Woche.  Er gab mir Hausaufgaben, sozusagen, ich sollte das Verhältnis von Eiweißen (EW) zu Fetten und Kohlenhydraten (KH) ermitteln und genau aufschlüsseln und die KH reduzieren, die Eiweiße erhöhen und mehr Sport treiben. Damit erfülle ich quasi die Kriterien einer Low-Carb-Ernährung.

Gesagt – getan. Das brachte eine kleine Überraschung, denn obwohl ich mich extrem genau an meine 30 Punkte je Tag gehalten habe, waren die tatsächlichen Kalorien (kcal) extrem verschieden. (Hinweis: 1 g KH und EW hat je 4,1 kcal, Fett 9,3)  Ich nahm täglich zwischen 1500 kcal und 2100 kcal zu mir, bei dreimal Sport (1 Stunde) und zwei Stunden Radfahren in der Woche. Bei einem Grundumsatz von 4200 kcal war das Kaloriendefizit, zumindest das Theoretische, enorm.

Tipp: Online-Berechnung des Grundumsatzes der Universität Hohenheim

Nach einigen Tagen purzelten die Kilos, endlich, so muss das sein. 🙂  Ich holte mir noch ein wenig Hilfe in Form von Proteinpulver. Da ich ja kein Kasein vertrage, verwendete ich zuerst Protein aus Soja, dies stellte sich allerdings leider als extrem widerlich heraus. Durch Zufall landete ich auf einem Blog, der sich auch mit gfcf-freier Ernährung beschäftigt, allerdings im Rahmen der Paleo-Ernährung: „becomingvollblut

Dort fand ich einen guten Hinweis, denn Whey-Proteinpulver ist kaseinfrei, das war mir völlig neu. Das probiere ich dann ab nächster Woche aus und das Soja-Zeug landet im Müll. 😉 Ergänzend verwende ich nun auch noch Aminosäuren, um bei der Gewichtsreduktion meine Muskeln zu schützen. Zu Beginn war das Verhältnis von KH zu EW 3:1, nun ist es 1:1, was im Klartext bedeutet, dass ich 200 g Kohlenhydrate und 200 g Eiweiss am Tag zu mir nehme und dies bei 30 g Fett. Bei meinem Gewicht sind 200 g KH definitv Low-Carb, selbst, wenn ich wieder mehr kcal zu mir nehmen sollte, werde ich hier bei 200 g am Tag bleiben und dafür mehr hochwertige Fette zu mir nehmen, das wäre dann eine LCHF-Ernährung.

Laut der üblichen BMI-Berechnung bin ich aktuell mit einem BMI von 32 immer noch stark übergewichtig, obwohl ich bereits 15 Kg abgenommen habe. Der BMI ist allerdings sehr ungenau bei Personen, die relativ viel Sport treiben und daher über mehr Muskelmasse verfügen. Auch in diesem Punkt konnte mein Bekannter helfen, indem er eine 7-Punkt-Kalipper-Messung durchführte. Das Ergebnis war nicht ganz so niederschmetternd, wie der BMI. 😉 Demnach habe ich mein Idealgewicht bei 89 Kg (<5% Fett) und Normalgewicht bei 95 kg (ca. 10 % Fett), beides halte ich innerhalb dieses Jahres für erreichbar. Wenn ich die 89 kg schaffen sollte, ohne Muskelmasse zu verlieren, überlege ich mir vielleicht doch mal den Start bei der GNBF-Meisterschaft, denn „geschummelt“ habe ich noch nie. 😉

 

8 Gedanken zu „Low-Carb – Paleo-Ernährung, oder doch LCHF?#8220;

  1. Hey Vollzeitvater,

    zumindest ist cfm-Whey caseinfrei! Es ist auch nahezu fettfrei, und was mir wichtig ist, laktosefrei.

    Da Whey ja Molkenprotein ist, denke ich, dass auch minderwertigere Whey evtl. wohl caseinfrei [sind] sein. cfm ist das Hochwertigste.

    Grüße
    LM :)))))

  2. Pingback: homepage

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