Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung – das neue Supercalifragilisticexpialigetisch

Supercalifragilisticexpialigetisch kennt vermutlich jeder, es ist ein kleiner Zungenbrecher, aber nichts im Vergleich zu dem, was die Bundesregierung da gerade verabschiedet hat: Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung.

Wer bitte denkt sich so was aus? Die Politiker reden doch so gerne über „Bürokratie-Abbau“ und dann hauen die so was aus dem Handgelenk raus, aber worum geht es beim EnSikuMaV?

„Das Ministerium rechnet dem Vernehmen nach damit, dass Industrie und der Bereich Wohnen/Büros fünf bis zehn Prozentpunkte des Einsparziels von 20 Prozent erbringen müssen. Etwa drei bis fünf Punkte kämen durch eine reduzierte Gas-Verstromung hinzu.“ ntv.de

Energie sparen ist aktuell wichtig und sinnvoll und jeder, der nicht Millionär ist, macht freiwillig mit oder wird es bald bitter bereuen.

Wir zahlen für den Strom schon seit vier Monaten 0,50 Euro die kWh und bemühen uns wirklich weniger Strom zu verbrauchen, bisher lagen wir immer knapp unter 5000 kWh im Jahr, zwei Mal Homeoffice hauen richtig rein.

Unser aktueller Abschlag liegt bei über 200 Euro im Monat. Freunde von uns, die zur Miete wohnen, haben Durchlauferhitzer und zwei Kinder, da gehen 8000 kWh im Jahr durch, bei unserem Strompreis wären das also rund 4000 Euro im Jahr. Hui.
Der Preis für das Heizen wird noch einige mehr vom Hocker hauen, meine Schwiegereltern zahlen für ihre Wohnung nun das Vierfache an Gas, grob von 100 Euro auf 400 Euro im Monat, das merkt die Haushaltskasse.

Wir haben auf Laptops umgestellt, schalten abends beinahe alle Standby-Geräte aus, Licht wird nicht mehr unnötig brennen gelassen, was wir vor allem auch unserem Sohn beibringen mussten. Das hat übrigens gut geklappt, wir haben ihm erklärt, worum es geht und er zieht voll mit. Er duscht jetzt merklich kürzer und auch kühler, ebenso wie wir. Die neue Heizung verbraucht ebenfalls weniger Strom, da die Umwälz-Pumpen viel effektiver arbeiten.

Gestern habe ich nach vier Monaten den Zähler abgelesen und einmal hoch gerechnet, das Ergebnis erfreute uns doch sehr. Es sieht so aus, als kämen wir mit 3500 kWh im Jahr hin, das ist so krass viel weniger als vorher, dass ich es kaum glauben konnte. Doch die Seite unseres Energieversorgers bestätigte meine Berechnungen. Wir sparen wirklich erheblich Energie ein, weit mehr als die 10% die wir uns erhofft hatten.

Die Dachgaube wird saniert und mit einer PV-Anlage ergänzt

Aktuell sanieren wir unsere Dach-Gaube und lassen in diesem Zusammenhang eine kleine PV-Anlage installieren, bis diese an das Netz geht, dauert es aber wohl noch was. Der Energieversorger ist mit Anfragen überlastet, die Einspeisegenehmigung habe ich im März beantragt und ist immer noch nicht erteilt. Offensichtlich investieren gerade viele Menschen in PV-Anlagen, dies lässt doch wirklich hoffen. Die kleine Mini-PV-Anlage ist bereits an ihren neuen Bestimmungsort umgezogen und produziert, nach einer kleinen Reinigung, immerhin noch bis zu 400 Watt. Vor sieben Jahren waren es mal bis zu 550 Watt.

 

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