Judo und BJJ Seminare in Düsseldorf und Hagen

Whitebelt, 4 Stripes, CJJF

Whitebelt, 4 Stripes, CJJF

Die Sommerferien nutze ich eigentlich immer, um meine Gelenke und Muskeln vom Kampfsport erholen zu lassen. Hat ja leider dieses Mal nicht ganz so toll geklappt, ein ordentlicher „Hexenschuss“ hat mich einige Wochen lang daran erinnert, dass ich vielleicht doch etwas mehr Rücksicht auf mich selber nehmen sollte. Leider habe ich auch beim Training mit Bewegungseinschränkungen zu tun gehabt, mittlerweile geht es glücklicherweise wieder.

Meine ehemalige Kampfsport-Schule, die Judoschule Prass in Düsseldorf, feierte 70-jähriges Bestehen. Für mich ein guter Grund einmal dort wieder auf der Matte zu stehen. Am Tag vor der großen Feier fand ein Seminar statt, geleitet von Antoni Obrador, der gerade erst Vize-Weltmeister mit der „Kodokan Goshin Jutsu“ Kata geworden ist.  Antoni Obrador (6. Dan Judo) ist Schüler von seinem Vater Joan Obrador (7. Dan Judo) und Rafael Ortega (9. Dan Judo). Hier gab es also auf jeden Fall etwas zu lernen.

In diesem Fall ging es um die „Kontrolle von Angreifern durch den kurzen Stock, [… mit] Techniken der spanischen Polizei-Eliteeinheit“ Guardia Real, also der Königsgarde. Nach einem kurzen Aufwärmen wurde die Technik-Abfolge zuerst ohne Stock, als „normale“ Selbstverteidigungs-Situation trainiert und anschließend die beinahe identische Abfolge unter Zuhilfenahme des Schlagstocks. Mit dem zweiten Teil tat ich mich erheblich schwerer.

Das Thema war also eher Selbstverteidigung (SV), was in der Judoschule unter „traditionellem JiuJitsu“ läuft, die Übergänge zum Judo sind jedoch fließend, beinahe jeder Dan-Träger im Judo trainiert dort auch Jiu-Jitsu.

Grundsätzlich bin ich dem SV-Training nicht abgeneigt, trainiere es aber nicht regelmäßig, sondern besuche nur hin und wieder Seminare.

Das Seminar bei Antoni Obrador „Toni“ hat viel Spaß gemacht, noch lieber wäre mir ein „richtiges“ Judo-Seminar gewesen, vielleicht veranstaltet die Judo-Schule in Zukunft mal wieder etwas in dieser Richtung.

Beim brasilianischen Jiu-Jitsu sind kostenpflichtige Seminare mit erfahrenen Lehrern (Professoren) absoluter Standard und ich besuche diese recht regelmäßig und nehme dafür auch weitere Anfahrten in Kauf. Nach dem letzten Seminar in der Fight-Lounge in Hagen habe ich noch zwei neue Streifen auf meinen weißen Gürtel erhalten, somit sind es nun vier und gelte somit offiziell als erfahrenes Opfer für Blaugurte, oder auch als Blaugurt-Jäger, je nach dem, wen man fragt. 😉

Der nächste Wettkampf steht auch bereits vor der Tür, in Wuppertal findet am 05. Oktober wieder der Alligator-Rodeo-Cup für BJJ und No-Gi-Grappling statt. Ich starte dabei wieder wie im letzten Jahr in der „Advanced“-Klasse mit Gi.

Beim Judo trainieren wir gerade am Boden ohne Gi, was sich für mich ein wenig verkehrt anfühlt, aber Schaden wird es sicher nicht. Die Stand-Techniken vom Judo erprobe ich beim BJJ auf Funktionalität und erlebe dabei immer wieder Überraschungen, aber auf Wettkämpfen konnte ich bisher immer die „Takedown“-Punkte holen. Das würde ich auch gerne so beibehalten. 🙂

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