Heititi – Heititi! (oder: wer Anderen eine Grube gräbt)

Musik und Gesang sind sehr wichtig für die frühkindliche Bildung, das habe ich im Kurs gelernt und trällert mir auch nach wie vor jeder ins Ohr, von dem ich das gar nicht wissen will.

Das passiert immer in dem Moment, in dem ich sage, dass ich nicht (gerne) singe. Inzwischen bin ich vom „Ich-singe-nicht“ ein wenig abgewichen, weil es sich im Alltag mit Kind nicht ernsthaft vermeiden lässt, denn überall wird gesungen.
Dennoch bin ich nach wie vor nicht davon überzeugt, dass ausgerechnet MEIN Gesang in irgendeiner Weise pädagogisch wertvoll sein soll.

Immerhin bin ich zu der Erkenntniss gelangt, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die noch schlechter singen können als ich. Das wurde mir vor einigen Tagen klar, als mein Vater seinem Enkel vorsingen musste.

Womit auch geklärt wäre, warum ich so gar nicht singen kann. 😉

Meine Mutter gehörte dafür auch zu denen, die nicht müde werden wollten, mir zu erklären, wie wichtig Singen doch für die Kinder ist. Ich wollte mich irgendwie revangieren und hatte eine tolle Idee: Ich bringe Piet ein Lied bei, das meine Mutti auf den Tod nicht ausstehen kann.

Nein, kein Song von 50-Cent oder Tokio-Hotel, sondern „Heidi“, dem beliebten Titelsong der 70er Jahre Zeichentrick-Serie. Das habe ich als Kind bereits ausgenutzt, wenn ich sie ein wenig ärgern wollte.

Gesagt getan.

Piet ist auch voll drauf angesprungen. So toll, dass wir im Auto jetzt in einer Tour „Heidi-Heidi“ singen müssen. IMMER.

Kaum ist es vorbei, fordert er wieder vehement sein „Heititi-Heititi“ ein.

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