Fleischkonsum, Gesundheit und Klimawandel

Black Eyed Beans Curry, vegan, gfcf

Black Eyed Beans Curry, vegan, gfcf

Ich bin in den letzten Jahren immer wieder gefragt worden, warum ich mich nicht bemühe vegan zu essen. Zuletzt wurde ich dies von einem jungem Mann beim brasilianischen Jiu-Jitsu (BJJ) gefragt, kurz darauf stellte ich fest, dass er nicht der einzige Veganer in diesem Sport ist.

Da gibt es nun leider nur ein Problem, denn Zöliakie und eine vegane Ernährung passen nicht sonderlich gut zusammen. Auf Dauer war und ist mir das einfach zu anstrengend umzusetzen.

Der typische BJJ-ler ist übrigens Körpergröße in cm minus 100, also recht nah an dem, was man „Idealgewicht“ nennt. So wenig habe ich selbst am Ende meiner Bodybuilding-Diät nicht gewogen und bin davon jetzt erst recht ein großes Stück entfernt.

Ein veganer Lebensstil scheint dies eher zu ermöglichen, als eine konventionelle Ernährung, was aber auch einfach Zufall sein kann, es gibt ja auch genügend übergewichtige Veganer. Ich selbst wäre vermutlich nur einer mehr. 😉

Ebenso wenig ist ein veganer Lebensstil in jedem Fall gesund. Ein Schulfreund von mir ernährte sich auch strikt vegan, nur von Cola und Chips.

Nach meinem Knie-Unfall wurde die Gewichtsreduktion für mich wieder wichtiger, denn je weniger Gewicht man auf die Waage bringt, desto besser für die Gelenke. Das ist ja nun nicht unbedingt eine Neuheit.

Wir haben hier in der Familie allerdings schon seit meiner Paleo-Diät oft vegane oder zumindest vegetarische Gerichte auf dem Tisch stehen. Ja richtig gelesen, die Vegane- und die Paleo-Ernährung schließen sich nicht aus. Dass die Paleo-Diät eine Fleisch-Diät ist, stimmt so nicht. Die moderne Auslegung basiert überwiegend auf Obst und Gemüse, dann erst folgen Fleisch und Fisch, das alles natürlich möglichst ohne industriell verarbeitet zu sein und in Bio-Qualität. Aber das ist ein eigenes Thema.

Unser Sohn hat generell einen sehr niedrigen Fleischkonsum, er mag es einfach nicht.

Seit dem Anfang des Jahres führe ich strikt Buch über unseren Fleischkonsum. Der Mittelwert in Deutschland pro Kopf und Jahr liegt bei aktuell gut 60 Kg, für Männer liegt dieser Wert sogar bei gut 100 Kg. Bevor ich die persönliche Statistik begonnen habe, hätte ich schwören können, dass wir in jedem Fall darunter liegen. Als ich dann die ersten Hochrechnungen machte, war ich leicht geschockt, denn wir lagen mit knapp 60 Kg recht genau bei diesem Mittel-Wert. Ich zähle dabei alles gleich: Wurst, Filet, Knochen, alles zähle ich in 100g Schritten.

Ein Haushaltsbuch hat also echte Vorteile. 🙂

Schon alleine aus Umweltschutz-Gründen wollte ich von diesem Wert herunter, schrittweise im Laufe des Jahres wenn irgendwie möglich auf die empfohlenen Werte der WHO.

Die WHO empfiehlt 300 – 600g Fleisch und Wurstwaren pro Woche und Kopf, was in etwa 15 – 30Kg im Jahr pro Kopf sind. Ich strebe also eine Verringerung unseres Fleischkonsums auf mindestens die Hälfte an.

Der erste Schritt war, unseren Aufschnitt-Bedarf radikal zu reduzieren. Im zweiten Schritt folgen nun die Hauptgerichte, wo ich einen höheren veganen und vegetarischen Anteil erreichen will. Seit Januar sinkt nun der Fleischkonsum in unserer Familie konstant, im Juli lagen wir bei hochgerechnet 40 kg im Jahr. Es muss also immer noch was besser werden, aber wir sind auf dem richtigem Weg.

In der nächsten Zeit wird es sicher wieder einige neue Kochrezepte hier im Blog geben, dann mit weniger Fleisch, wie immer mit aufgeschlüsselten Nährwerten.

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