Feuerwerk? Wann genau?

Die letzten Jahre, also die Jahre ohne Kind, haben wir Silvester immer bei Freunden verbracht und uns in das neue Jahr hinein gefressen. Vorher oder nachher wurde eventuell noch das eine oder andere Spiel gespielt und dann um Mitternacht dem Feuerwerk zugesehen. Am Feuerwerk selbst beteilige ich mich nie, ich kann mit Böllern nichts anfangen und gebe dafür kein Geld aus, dann schon lieber für gutes Essen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht anderen Menschen, die es etwas anders sehen, nicht gerne dabei zusehe, wie sie mit Krach und Feuer das neue Jahr begrüßen. So war es bisher immer.

Jetzt haben wir den kleinen, schreienden Wecker. Unsere Freunde luden uns auch diesmal ein und boten sogar an, über Nacht zu bleiben. Nun ist das mit Kind so eine Sache, denn wir waren ja bereits mit Piet im Urlaub und wissen daher, was auf uns zukommen würde, wenn wir auswärts übernachten. Mit einem „BUKo“ (*)  ist es da nicht getan. Es erinnert eher an einen Umzug. Große Lust darauf hatten wir nicht und in den letzten Monaten gehen wir üblicher weise gegen 22:00 Uhr ins Bett. Da wird 0:00 Uhr zur Herausforderung, ehrlich.

Wir verlegten das Fressgelage daher auf den Nachmittag und waren zu Piets Zubettgehzeit wieder zu Hause. Wir bemühten uns auf zu bleiben, schafften es aber nicht. Um 23:00 Uhr sind wir in unser Bett gefallen. Das Feuerwerk bekamen wir zwar mit, aufgestanden sind wir dafür allerdings nicht. Unser Sohn auch nicht, der pennte den Schlaf den Gerechten und war nicht aus der Ruhe zu bringen, im Gegensatz zu Kimba, die wieder immer in ihren Schutzraum, die Gästetoilette,  floh. Am nächsten Tag waren wir um 06:30 Uhr mit Piet bereits aufgestanden und ich schämte mich, da ich Silvester im Bett verbracht hatte.
Beim ersten Kaffee des Tages las ich auf dem Pad in Facebook das Kommentar eines (echten) Freundes, ebenfalls mit Kind: „Wir haben Silvester zu Hause im Bett verbracht.

GOTT SEI DANK! Ich bin nicht einzigartig.

Frohes neues Jahr!

 

 

*BUKo = Beischlaf-Utensilien-Koffer, gemeint ist ein kleiner, meist rollbarer Koffer der im Flugzeug noch als Handgepäck durchgeht.

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