Es grünt so grün im Kinderzimmer

Pflanzen im  Kinderzimmer

Pflanzen im Kinderzimmer

Der Umzug von einer Wohnung in ein Haus brachte noch einige nebensächliche Änderungen mit sich, die erst auf den zweiten Blick auffallen und Außenstehenden meist verborgen bleiben. Unsere Wohnung war direkt unter dem Dach, mit Schrägen und ohne Fensterbänke, wir hatten nicht eine einzige. Die logische Folge daraus war, dass wir beinahe keine Pflanzen in der Wohnung hatten, dafür war der Balkon sehr grün, vor allem vom Moos. 😉

Wir haben hier im Haus zwar die 80 cm tiefen alten Fensterbänke im Wohnzimmer deutlich verkleinert, dennoch haben wir nun an jedem Fenster eine Fensterbank mit einer Tiefe von bis zu 42 cm, auch im Kinderzimmer.

Da lässt sich was mit machen:

„Pflanzen beim Keimen beobachten, eigene Ableger großziehen oder leckere Kräuter ernten – Kinder gärtnern gern. Und das geht nicht nur im eigenen Garten oder auf dem Balkon, sondern auch im Kinderzimmer.“ Kinderzimmer-Haus.de

Wir haben mit unserem Sohn gemeinsam die Pflanzschalen bestückt und auch später die Keimlinge pikiert, es macht ihm großen Spaß. Jetzt, wo die Pflanzen eine gewisse Größe haben, werden auch die Fensterbänke im Kinderzimmer mit Paprika, Tomate und Mangold bestückt, bis es hinaus in den Garten geht. Da Pflanzen aber auch Lärm gut schlucken, werden wir in diesem Bereich sicher noch aufrüsten und die ein oder andere Topfplanze in den Zimmern einquatieren.

„Pflanzen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Raumakustik, denn sie absorbieren Schall. Versuche dazu hat die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Essen durchgeführt. Besonders die Frequenzen der höheren Töne zwischen 250 und 4.000 Hertz empfinden wir in Räumen als störend. Und genau in diesem Frequenzbereich schlucken Pflanzen besonders effektiv den Schall.“ Kinderzimmer-Haus.de

Das wird das eine weitere Lieblingsbeschäftigung unseres Sohnes sicher unterstützen: Gießen. Drinnen wie draußen, es gibt kein schöneres Spielzeug als eine gefüllte Gießkanne. 🙂

Ich kann nur jedem raten, im Kinderzimmer auf Hydrokultur zu verzichten, die Steinchen sind zum einen für U3-Kinder nicht ganz ungefährlich und laden größere Kinder gerne zum Spielen ein. Insofern man keinen Industriesauger sein eigen nennt, sollte man also einen Bogen um die zu Hydrokultur um gedeuteten nicht gelungenen Katzenstreu-Entwicklungen machen. 😉

Kinderzimmer sollten grundsätzlich nicht zu sehr mit Farben und Formen überfrachtet werden, das lenkt vom Spielen eher ab. Natürliches grün wirkt dagegen beruhigend.

Bisher haben wir keine Pflanzen für drinnen gekauft, auch für den Garten haben wir den überwiegenden Teil geerbt oder eben als Ableger geschenkt bekommen, Freunde, Verwandte und Nachbarn haben uns gut versorgt. Hin und wieder wundern sich einige Besucher, warum ich Möhren in Töpfen ziehe, wo wir doch nun einen nicht zu kleinen Garten haben, oder warum ich Pflanzen, die eher tod als lebendig sind, nicht einfach weg schmeiße. Vielleicht liegt es daran, dass Pflanzen auch Lebewesen sind und Geld kosten. Selbst preiswerte Plänzchen, die man gut selbst vermehren kann, kosten im Gartencenter schnell 50 Cent das Stück, und man braucht meist mehr als eine.

Also bevor man sich eine Hecke aus Kirschlorbeer an die Gartengrenze setzt, einfach mal die Nachbarn fragen. 😉

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