Erfahrungsbericht Ahrsteig: Von Walporzheim nach Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weinberg am Ahrsteig

Weinberg am Ahrsteig

Wir übernachteten im Landgasthof „Zum Sänger an der Ahr“, wobei ich einige Probleme mit dem Schlafen hatte. Gerne wäre ich früh zu Bett gegangen, aber in meinem Dachzimmer gab es keinerlei Rolladen, es war bis spät abends taghell im Raum. Würde man die Dachschrägen in dem Einzelzimmer unter 2 Meter von der Wohnflächenberechnung abziehen, käme vermutlich ein Wert unter 3 m² heraus, auf denen stand der Kleiderschrank.

Von diesen zwei Einschränkungen abgesehen, gefiel mir das Zimmer ganz gut, es verbreitete einen typischen 90er-Möchtegern-Mediteran-Flair, alles war sauber und top gepflegt. Nach einer viel zu kurzen Nacht, denn um 5:45 Uhr war es bereits wieder blendend hell im Raum, gab es das beste Frühstück der drei Übernachtungen, ein super gutes Rührei, von dem ich viel zu viel gegessen habe. Dann ging es auf den Weg nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Ich hatte die Strecke etwas länger geplant, um die mittlere Etappe zu strecken und die Endetappe etwas zu kürzen, als buchte ich ein Hotel im östlichen Teil des Kurorts. Auch dieser Streckenabschnitt war ganz nach meinem Geschmack, viel durch Wald, meist keine Forstwege, so dass auch hier echtes „Trail-Feeling“ aufkam. Das Kloster Calvarienberg ist optisch sehr beeindruckend, hier verlief auch ein Teil des Wegs durch Weinberge, es war aber noch recht früh und die Sonne machte uns keine Probleme. Wir gingen in der zweiten Etappe an dem Waldkletterpark vorbei bis zur Ruine Neuenahr und suchten uns einen wenig benutzten Wanderweg in die Stadt, etwas östlich des offiziellen Zuwegs. Am Friedhof vorbei bergab bis zum Kurhaus am Fluss, das Hotel Cascade lag praktisch davon um die Ecke. Abendessen nahmen wir in einem Bistro in der Fußgängerzone.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler sieht es aus, wie man sich einen echten Kurort so vorstellt: Rollatoren-Fachgeschäfte, Toupet-Läden und medizinische Fußpflege-Salons. Alles super sauber, frisch gestrichen und kein Krümel auf der Straße. Als ein tiefergelegter Golf-GTI mit lauter Musik am Bistro vorbeikam, staunte ich nicht schlecht, wer da hinter dem Steuer saß. Der Mann war bestimmt 65, im Kurort sicher einer der jungen Wilden.

Der Weg nach dem Essen zurück zum Hotel war ein wenig peinlich, denn die Omas mit den Rollatoren zogen locker an mir vorbei, die Blasen an den Fersen, machten mir dann doch Probleme. 😉

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