Er läuft und läuft und läuft…

Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass der Sohn eines Tages einfach aufsteht und losrennt.

Dem ist nun aber wohl doch nicht so, denn er übt von einem Ort zum anderen zu laufen, vorzugsweise von Mama zu Papa. Das Maximum liegt hierbei bei drei Schritten ohne Hilfe, zuzüglich in die Arme oder auf die Nase fallen. Da es ihm aber wahnsinnig viel Spaß macht, wird er sicherlich weiterhin fleißig trainieren und uns bald endgültig davonrennen.

Wenige Tage später zeigte sich dann schon ein ganz anderes Bild:

Er läuft und läuft und läuft…

Naja, zwischendurch muss Unser Kind sich noch mal hinsetzen, aber ansonsten läuft er mit steigendem Erfolg und wachsender Begeisterung. Da wird Oma Morgen Augen machen!

Der Tag heute war extrem anstrengend. Das Wetter machte den sonst täglichen Ausflug an die frische Luft unmöglich. Hinzu kam mein nörgeliger Sohn, der gerade mal wieder einen Zahn bekommt. Das Tageskind fühlte sich von meinem, nun mehr oder weniger, laufenden Sohn arg bedrängt und wollte ständig gerettet werden. Schon seltsam, denn er ist unserem Kind im Alter vier Monate voraus, viel schwerer und viel kräftiger. Der Sohn ist aber erheblich frecher, also musste ich unserem Tageskind ständig gut zureden, damit er unserem Sohn Paroli bietet.

Eine seltsame Situation, Partei gegen sein eigenes Kind zu ergreifen, aber es geht nicht anders.

Dafür kloppte er unser Kind mehrfach mit den Schlagstöcken des Glockenspiels, so viel zu musikalischer Erziehung, das Ding wandert vorerst in eine dunkle, dunkle Kiste.

Zusammenfassung:  Zwei Kinder, eines brüllte immer > kein Spaß.

In der Woche danach war ein richtig doofer Tag, zumindest für unser Kind.

Heute war kein Einsatz als Tagesvater geplant, daher hatte ich auf diesen Tag einen Arzttermin für unseren Sohn gelegt. Zum Impfen, denn MMR und Pocken war schon überfällig. Bei der U6 konnten wir die Impfung nicht vornehmen, da es ihm überhaupt nicht gut ging. Es handelt sich um eine Lebendimpfung, die recht heftige Nebenwirkungen haben kann, da muss das Kind topfit sein. Die Symptome kommen angeblich erst in fünf Tagen, ich bin ja mal gespannt.

Wir haben heute erst zum dritten Mal in diesem Jahr den Kinder-Fahrradanhänger ausgepackt, ich fahre zwar jede Woche Rad, aber bisher beinahe immer ohne den kleinen Mops. Zuerst dachte ich daran ihm zusätzlich seinen neuen Helm anzulegen, aber in Kombination mit dem Sitz-Verkleinerer war das nicht zu machen. Der Sohn fand die Fahrt im Hänger wie üblich super, zumindest ist er sofort eingepennt. Das war allerdings keine große Überraschung, denn die letzten vier Nächte waren sehr kurz, für mich übrigens auch.

Die blöden Zähne lassen ihm mal wieder keine Ruhe und stündlich geht der schreiende Wecker.

Beim Kinderarzt war noch recht wenig los, nach relativ kurzer Wartezeit waren wir schon dran, flott zwei Spritzen gesetzt und schon ging es wieder los. Nur die Zweite quittierte der Kleine mit einem Nörgler, sonst war er wieder super tapfer.

Wieder zu Hause war es schon recht spät. Zu spät für die Spielplatzrunde und ich war auch fix und alle. Daher blieben wir in der Wohnung. Nachmittags waren wir dann einen privaten Termin wahrnehmen, das Kind hatte ich die ganze Zeit dabei, viel im Autositz, kein Laufen und Krabbeln, das fand er zu recht unspaßig. Auf dem Weg zurück brüllte er uns entsprechend zusammen, das konnte ich ihm nicht mal übel nehmen. Da das Wetter ja doch noch sehr schön wurde, sind wir dann direkt noch für eine kleine Weile in den Sandkasten gegangen, da war die Welt dann wieder in Ordnung, es waren reichlich Bekannte da. Als wir dann aber zum Abendessen hochgingen, war das Theater wieder groß. Meine Frau machte sich gegen sechs Uhr wieder zu einem weiteren Termin auf und die nächste halbe Stunde testete mein Sohn mal wieder den Schallschutz unserer Wohnung aus. Schreiend noch die Windel gewechselt, umgezogen und Zähne geputzt und dann völlig fertig in sein Bett verfrachtet pennt der kleine Kerl gerade tief und fest, hoffentlich bleibt es so.

 

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