Endlich wieder Judo und BJJ

Seit Montag geht der Sohn wieder in die Schule und zeitgleich kam die Ankündigung, dass wieder „Kontaktsport“ in Räumen trainiert werden darf. Allerdings mit vielen Einschränkungen.

Jedem seine Matte

Meine BJJ-Gruppe hat bereits Dienstag wieder gestartet, aber leider konnte ich noch nicht nach Düsseldorf fahren, dafür reicht die Zeit am Vormittag bis das Kind aus der Schule kommt einfach nicht aus. Mittwoch ging es aber wieder los mit Judo, wir trainierten am Boden und mit „Ohne-Gi“. Das ist nicht gerade meine bevorzugte Trainingsmethode, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich nach der mehrmonatigen Sport-Abstinenz mehr wiege, als vor 10 Jahren.

Damals habe ich mit den Diäten richtig los gelegt und mich von über 120kg auf unter 90kg runter gearbeitet, insgesamt waren es an um die 35kg weniger Gewicht. Die habe ich jetzt praktisch wieder drauf. Eine Katastrophe.

Ich merke es aktuell extrem, dass ich wieder viel zu viel wiege und hoffe dies in den nächsten Monaten mit dem Sport wieder in den Griff zu bekommen. Seminare und Wettkämpfe finden ja eine noch eine Weile nicht statt und so hoffe ich die zweite Jahreshälfte gut nutzen zu können, um wieder fit zu werden. Vor der Pandemie habe ich bis zu 7 Trainingseinheiten in der Woche absolviert und hatte die 100kg-Grenze fest im Blick.

Jedes Kilogramm „passive Masse“ macht sich beim Kampfsport ungünstig bemerkbar, ich werde dadurch langsamer und unbeweglicher, das Fallen wird härter und anstrengender.

Ich bin mit noch nicht sicher, welchen Diätplan ich verfolgen soll. Grundsätzlich hat sich „Intermittent Fasting“ für mich bewährt, für die ersten 10 Kilogramm sollte das auch reichen, erst danach werde ich am Ernährungsplan etwas ändern müssen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, was ich zu tun habe. Für den Anfang reicht es für mich den Alkohol zu streichen und auf Erdnussflips zu verzichten. Leider dauert runter immer viel länger als rauf. 😉

Ob ich es noch schaffe in diesem Jahr die Judo-Trainer-C Lizenz zu erwerben ist fraglich, ich hatte es aus Termin-Gründen schon gedanklich auf 2021 verlegt, bevor der ganze Mist los ging. Die Graduierungen liegen für mich auch praktisch alle auf Eis. „Meine“ Judo-Jugendgruppe startet erst wieder nach den Sommerferien, ich vermute auch für mich geht es erst dann richtig wieder los. Vielleicht schaffe ich noch den obligatorischen Kampfrichter-Lehrgang im Herbst.

Die Kondition ist nun vermutlich komplett futsch, da waren die 5 Wochen Ausfall wegen Grippe im Winter schon fatal. Jetzt sind es fast 5 Monate ohne richtigen, anaeroben Sport. Vermutlich werden viele sich beim Sport erst wieder richtig quälen müssen, aber irgendwie freue ich mich auch darauf. Andere konnten bereits früher wieder mit ihrem Sport beginnen, aber enger als beim „Grappling“ kann man sich praktisch nicht kommen und so ziemlich jeder hat im Sommer schon mal „den Juice“ zu schmecken bekommen. So nennt man das, wenn einem beim Sparring am Boden der Schweiß des anderen in den schwer atmenden, offenen Mund tropft. Mit Hygiene-Vorschriften ist dies nun wirklich nicht vereinbar. 🙂

Das muss man halt wirklich wollen…

 

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