Die Suche nach dem perfekten Kinderwagen

Die Frage nach dem richtigen Kinderwagen, lässt sich ungefähr so einfach beantworten, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens: 42

Nach dem Schlafen endlich wieder gut gelaunt.

Nach dem Schlafen endlich wieder gut gelaunt.

Bisher war ich mit unserem Quinny Speedi SX eigentlich sehr zufrieden, aber als wir von der Babyschale auf die Liegeposition wechselten, begann unser Kind immer wieder nach kurzer Zeit zu meckern. Einen konkreten Grund konnten wir dafür nicht finden, es sah eigentlich alles sehr bequem aus. Meine Frau hatte extra noch einen schönen Fußsack und die Sitzverkleinerung dazu gekauft, aber auch das half nicht.

Also machte meine Frau sich auf die Suche nach einer Alternative. Freunde von uns haben den Teutonia Mistral S, dessen maximale Zuladung und schnelle Klappfunktion uns schon beeindruckt haben. Beides kommt bei unserem Quinny nicht so gut weg, denn die Zuladung ist ein Witz und das Klappen nervt, weil immer, wirklich immer das Frontrad sich verkeilt. Bei den Kleinanzeigen fand sich dann eben dieser Teutonia für 120,00 Euro in ORANGE. Super dachte ich, wenn mir schon nicht die Form gefällt, die Farbe ist der Knaller.

Leider musste meine Frau vor Ort feststellen, dass die Bremse, und der Wagen hat nur eine, keine Funktion hatte. Ein Problem, welches wohl häufiger auftritt. Dennoch, für uns war der Kinderwagen damit gestorben.

Kurze Zeit später schleppte meine Frau einen Teutonia in blau an, der war zwar etwas teurer, aber die Bremse funktionierte einwandfrei. Gut, blau ist besser als pink, aber noch spießiger geht es nun wirklich nicht mehr.

Widerwillig machte ich die ersten Fahrten mit dem Wagen, zusammen mit meiner Frau, die ganz stolz auf ihre “Beute” war. Als ich heute dann alleine mit unserem Sohn raus wollte, nahm ich den von mir bevorzugten Quinny. Ich war keine 50 Meter weit gekommen, da quengelte das Kind auch schon ohne Unterlass. Ne, das tue ich mir nicht an. Also habe ich wieder umgedreht, ich wollte es nun wissen. Ich packte den Mops vom Quinny in den Teutonia und machte mich wieder auf den Weg.

Erstaunlicherweise gab mein Sohn nun keinen einzigen Piep von sich und war sichtlich zufrieden mit der Welt. Damit ist die Sache wohl klar, wir behalten dann doch den Teutonia. Eine Sache muss ich jetzt noch erledigen, denn wenn schon spießig, dann richtig. Wo bekomme ich so einen Fisch her, der immer auf den Heckklappen der Autos von den Mittelspurkriechern zu finden ist? Der muss auf den Kinderwagen drauf, so viel steht mal fest.

Auch wenn ich gerade noch davon geschrieben habe, wie mein Sohn üblicherweise auf meinem Bauch pennt, ist mir heute ein wenig der Kragen geplatzt. Ich bin seit Wochen erkältet und mein Kopf war nicht sehr strapazierfähig. Gegen 14:00 Uhr war das Kind sichtlich müde und fertig mit der Welt, aber jedes mal, wenn ich ihm die Flasche geben wollte, hat er mich wütend angebrüllt uns sich gewunden wie ein kleiner Aal, nur eben mit Armen und Beinen, was die Sache noch schwieriger machte. Nach dem vierten Versuch mit lautem, wütenden Gebrüll war es mir dann genug.

Ich habe den Kleinen geschnappt, in den Schlafsack verfrachtet und in sein Zimmer “abgeschoben”. Über das Babyphon was das Gebrüll wesentlich leichter zu ertragen und das Beste daran: Man kann die Lautstärke regulieren. 😉

Es war ein Experiment, bisher hatte das noch nie geklappt, aber diesmal war mein Wille stark und der Sohn besonders müde. Siehe da, nach kurzer Zeit, vielleicht nach zwei oder drei Minuten, war Ruhe im Zimmer. Gefühlt war es eine halbe Ewigkeit.

Ich staunte wegen der unerwarteten Stille und traute mich kaum irgendwas zu machen, aber er schlief.

Inzwischen haben wir gelernt, dass es besser ist, wenn unser Kind am Nachmittag:

a) nicht zu spät seinen Mittagsschlaf hält, da er sonst direkt in den Nachtschlaf übergeht, was zu einer sehr, sehr kurzen Nacht führt

b) nicht länger als eine Stunde schläft, da er sonst in der Nacht in seinem Zimmer Samba tanzt und uns damit um unseren Schlaf bringt

Um 15:00 Uhr, genau eine Stunde später, habe ich ihn wieder geweckt. Er brauchte einige Minuten, um wieder richtig wach zu werden, aber er war kurz darauf gut gelaunt. Toll gelaufen.

Etwas später konnten wir eine Runde um den Block gehen und den neuen, gerauchten Kinderwagen Probe fahren. Meine Frau wollte unbedingt noch eine Alternative zu unserem Quinny haben und hat bei den Kleinanzeigen einen Teutonia ergattert. Wir werden demnächst einen kleinen Erfahrungsbericht zu beiden Kinderwagen schreiben, denn den perfekten Kinderwagen gibt es offenbar, zumindest für uns, nicht.

8 Gedanken zu „Die Suche nach dem perfekten Kinderwagen#8220;

  1. Du weisst schon, dass dieser Fisch das christliche Erkennungszeichen ist?

    Wenn Dir das bewusst ist oder nichts ausmacht,…

    den Aufkleber gibt es in jeder christlichen Buchhandlung.
    Zum beispiel:
    Confessio christliche Kunst , Musik u. Bücher Helmut Wessels Devotionaliengeschäft
    Münsterplatz 15, Neuss

    evtl. bei dem örtlichen Pfarrer deines Vertrauens, (der kennt zumindest Adressen)
    oder bei drei dutzend Internet-versandhändlern.

  2. Ok, wenn spiessig, dann richtig.. 😉

    Aber mit dem Sportfahrwerk, ach nee Sportwagenaufsitz geht es aber so langsam mit dem Coolness-Faktor.

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  5. ich hab letztens von ABC Design einen genialen orangen Kinderwagen gesehen, nicht so einen für die ganz ganz kleinen, sondern eher schon für Kinder die auch in nem Buggy (oder wie heißen die Dinger für Kinder >1 Jahr?) sitzen können

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