Ein neuer Spielplatz – eine neue Herausforderung

Vor ein paar Tagen war es soweit, wir waren auf dem Spielplatz „Am Dormannsbusch“, auf den sich die Tageselten häufig treffen. Dort gibt es ein Klettergerüst mit Hängebrücke, ohne seitliche Sicherung, also nicht unbedingt für Kleinkinder geeignet.

Ich unterhielt mich gerade mit einer anderen Tagesmutter, als ich hinter ihr mein Tageskind erspähte, das auf der Hängebrücke herum rannte. Wie zur Hölle ist denn der da rauf gekommen? Das hat ja noch nie einer hier geschafft.

Flott pflückte ich ihn herunter und sagte zu ihm, er solle da noch einmal drauf klettern, ich würde mir das gerne richtig ansehen und würdigen. Tatsächlich schaffte er es auf Anhieb erneut, Respekt.

Diese Leiter hoch zu klettern, ist noch keinem U2 Kind bisher gelungen, soweit ich weiß. Ich wollte ihn aber nicht weiter darauf spielen lassen, denn dafür musste ich meine gesamte Aufmerksamkeit ihm widmen, und ich hatte Angst, dass mein Sohn, der ja drei Monate jünger ist, das sieht und dann auch beginnt zu klettern. Bisher hatte er das Gerüst immer ignoriert und die große Rutsche vorgezogen.

Zu spät, der Sohn hatte das Tageskind beim Klettern beobachtet und machte sich nun ebenfalls daran das Gerüst zu erklimmen, was ihm allerdings nicht gelang. Helfen tue ich ihm bei so etwas nie, wenn er alleine nicht darauf kommt, ist es eben so.

Er bekam einen regelrechten Wutanfall und brüllte den Spielplatz zusammen. Er versuchte es wieder und wieder und wieder und letztendlich schaffte es natürlich.

Nun hieß es Wache halten und mit den Kindern um die Wette rennen. Die zwei hatten großen Spaß, seitdem ist das Gerüst nicht mehr vor ihnen sicher. Ich habe heute eine kleine Bilderserie dazu geschossen, wie der Sohn die Brücke einnimmt:

Es gibt immer wieder Situationen, die sind irgendwie ungewöhnlich, obwohl es auf den ersten Blick überhaupt nicht danach aussieht.

Wo ist das Kind?

Wo ist das Kind?

Am Nachmittag waren mein Tageskind und mein Sohn mir mir auf dem kleinen Spielplatz, der direkt vor unserer Haustüre liegt. Es waren nur wenige Kinder da, trotz des sehr schönen Wetters. Nach einer Weile bot ich den Kindern einige Gurkenscheiben an, diese wurden auch dankbar angenommen.

Zuerst setzte sich das Tageskind neben mich auf die Bank, diesem Beispiel folgte promt mein Sohn. So saßen wir schön zu dritt auf der Bank und schauten den anderen Kindern zu. Nach mindestens zehn Minuten hatte sich an dieser Situation nichts geändert. Beide mümmelten immer noch die Gurkenscheiben, als eine Mutter zu mir sagte:

„Boah, die haben Sie aber toll erzogen!“

„Nein, das ist das erste Mal, das dies passiert, die verhalten sich gerade total abnormal,“ war meine Antwort.

Ich war selbst total baff, dass meine beiden so friedlich waren, sonst schafft zumindest mein Sohn es nie, auch nur eine Minute still sitzen zu bleiben, es besteht also noch Hoffnung.

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