Ein Tag und eine Nacht, Teil 1.

Gestern habe ich meine Frau und Piet aus dem Krankenhaus nach Hause holen können. Das war recht früh, bedenkt man, dass die Geburt per Kaiserschnitt erst am Freitag stattgefunden hat. Aber die Ärzte waren soweit zufrieden und ich kann meine Frau definitiv besser zuhause betüddeln.

Nach einigen Schwierigkeiten, den Kinderwagen zu bedienen und herauszufinden, wie ein Maxi-Cosi im Wagen richtig befestigt wird, sind wir aber sicher und zufrieden im trauten Heim angekommen. Wir hatten uns gerade wieder häuslich eigerichtet, da bricht meine Frau in Tränen aus. Hä?

Piet am ersten Tag zuhause.

Piet am ersten Tag zuhause.

Alles ist prima, Piet ist gesund, das „Nest“ wurde von mir fristgerecht renoviert und fertig gestellt, und meine Frau kann schon wieder laufen. Alles ist gut, warum fließen jetzt die Tränen?

Oh, ich hatte da was im Krankenhaus am schwarzen Brett gelesen, das nannte sich „Heultage“ oder „Babyblues“.

Also habe ich, während die Mutter heulend im Wohnzimmer saß, ein wenig recherchiert und eine Seite zu diesem Thema gefunden. Auf der Seite rumd-ums-baby fand ich diesen Hinweis:

„Wie von Phasen im weiblichen Zyklus bekannt können sich Hormonschwankungen aufs Gemüt auswirken, ein so heftiger Hormonumschwung nach der Geburt erst recht. Logisch also, dass die Mehrheit der Wöchnerinnen etwa am dritten Tag nach der Entbindung psychisch äußerst labil sind.“

Dritter Tag? Das passte gut, also, das tun, was Männer am besten können, ignorieren. 🙂

Nein, natürlich trösten, dafür bin ich ja schließlich da.

Etwas weiter unter auf der Seite fand ich die Beschreibungen allerdings überhaupt nicht mehr so gut:

„Bewusst wird vielen Müttern in diesen Stunden auch, was sich durch das Baby alles ändern wird: die Pause im Beruf, verbunden mit finanziellen Einbußen und die Abhängigkeit vom Partner als Alleinverdiener […]“

Das ist es wieder, das Klischee, demnach müsste ich ja auf dem Sofa sitzen und heulen. 😉

Weiter geht es in Teil 2 von „Ein Tag und eine Nacht“.

 

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