Ein Tag mit dem Sohn im Phantasialand

Es gibt Zufälle, da hat man den Eindruck, jemand hat es so gewollt. Wir bekamen von der Schule einen Brief, dass mitten in der Woche ein Tag die Schule ausfällt, wegen Lehrer-Irgendwas. Zufällig fiel dieser Tag auf meinen Geburtstag.

Früher sind wir jahrelang stets an meinem Geburtstag, oder dem meiner Frau, der einige Tage später ist, in das Phantasialand bei Brühl gefahren, je nach dem, welcher Tag besser passte.

Dies hatte einen einfachen Grund, denn das Geburtstagskind konnte kostenlos in den Freizeitpark. Irgendwann überlegte es sich das Phantasialand dies anders und die Aktion wurde einige Zeit lang auf Kinder bis 12 Jahre beschränkt. Für uns war das dann vorerst der letzte Besuch im Park gewesen, für viele Jahre. Offenbar waren wir nicht die Einzigen, dies es so gehandhabt haben, denn irgendwann war der Eintritt an Geburtstagen auch wieder für jeden frei, der einen Ausweis mit dem Geburtsdatum passend zum Besuchstag vorlegen konnte.

Beides zusammen machte den Plan für den Tag klar: Ich fahre mit meinem Sohn für einen Tag nach Brühl in den Freizeitpark.

Phantasialand, Karten

Wir fuhren nur zu zweit, meine Frau musste leider arbeiten. Die Eintrittskarte für den Sohn, der mittlerweile 8 Jahre alt ist, kostete rund 40,00 Euro, für Erwachsene, die keinen Geburtstag haben, noch mal einen Zehner mehr.

Im Park hat sich über die Jahre einiges verändert, auch wenn ich durchaus noch das ein oder andere wieder erkannt habe. Der Sohn wollte unbedingt in die „Geister-Rikscha“, die kannte ich tatsächlich noch ganz gut, ein Relikt aus ganz alten Zeiten, wobei die „Silbermine“ inzwischen weichen musste. Nachdem wir die „Colorado Adventure“ Minen-Achterbahn gefahren sind, wollte das Kind leider partout nicht mehr auf eine weitere Achterbahn steigen. Sehr schade, denn mittlerweile hat das Phantasialand eine ganze Reihe neuer Bahnen gebaut, insbesondere „Taron“ und „Raik“ hätte ich gerne ausprobiert, aber da war nichts zu machen. Dafür haben wir alle anderen Attraktionen teilweise mehrfach nutzen können, es war angenehm wenig los, dank bewölktem Himmel.

Das große Kettenkarussel hatte es dem Sohn besonders angetan, eine der Attraktionen, auf die ich zum Beispiel nicht freiwillig gehe, denn diese Art von Fahrgeschäft ist für mich der blanke Horror, da würde ich eher die „Black-Mamba“ in Dauerschleife fahren. Das Einzige, was für mich ein vergleichbarer ein Horror wäre: „Talocan“. Mir ist auf einer solchen Überschlag-Geschichte vor 25 Jahren mal so richtig schlecht geworden, nachdem der gelangweilte Fahrgeschäftsleiter auf der Kirmes sich dachte 14 Überschläge nacheinander zu fahren. Sieben Personen haben danach, immer noch kopfüber im Fahrgeschäft hängend, das Kotzen bekommen. Ich schaffte es wenigstens noch bis nach Hause, aber mir war die ganze Nacht schlecht. Da gehe ich sicher nie wieder drauf.

Zum Abschluss wollten wir uns noch eine Show ansehen und ganz am Ende auf die Wasserbahn „River Quest“. Wir kamen, da wir uns verlaufen hatten, eine Minute zu spät zur Show und standen vor verschlossenen Türen. Der Sohn war sehr enttäuscht und auch bei River Quest waren wir dann überrascht, dass das Kind noch zu jung und zu klein für die Bahn ist. Mindestens 10 Jahre alt und 140 cm groß muss man sein, um mitfahren zu dürfen. Da fehlt dann doch noch eine Kleinigkeit, im nächsten Jahr passt das dann vielleicht. Zumindest die „Chiapas“ Wasserbahn haben wir zuvor noch mitnehmen können.

Das Fazit des Sohnes war übrigens eindeutig: Er möchte lieber wieder in das Toverland. Die machen die Geburtstagskind-Aktion übrigens auch.

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