Die Gabel

Nein, es folgt nun keine Rezension zu einem noch unbekanntem Buch von Ken Follett, sondern schlicht ein Statusbericht in Sachen „Ess-Technik“.

Piet hatte vor einigen Tagen begonnen, vehement darauf zu bestehen, dass er nicht mehr mit dem Löffel gefüttert werden möchte. Die Alternative „Hand“ war bereits seit längerer Zeit bei fester Kost in Erprobung, daher versuchten wir unseren Sohn alleine mit dem Löffel zu lassen. Stets getreu dem Motto: „Lass es mich selbst tun“.

O.K., das ging noch in die Hose, oder besser gesagt auf die Hose, und auf das T-Shirt, den Stuhl, den Boden, die Katze, den Papa, den Tisch u.s.w.. Die gesamte Auflistung würde die Länge des Artikels vermutlich sprengen. 🙂

Die Lösung: Löffelkost wurde vorerst abgeschafft und Nahrung in festem Aggregatzustand kam auf den Tisch. Dazu gab es dann, zu großer Begeisterung unseres Sohnes, eine Gabel. Das funktionierte schon erheblich besser, als mit dem Löffel. Hier die Statistik:

  • 5% der Versuche endeten ohne Umwege und wie vorgesehen erfolgreich im Mund
  • 45% der Versuche endeten auf dem halben Weg und wurden dann erfolgreich mit den Hand beendet
  • 50%: „fail“

Für den Anfang nicht schlecht. Das Essen mit der Gabel setzte sich in Europa erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wirklich durch, vorher galt diese als unsittliches Teufelswerkzeug, auch wenn einige Adlige bei Hofe dieser Mode bereits früher nachgingen. Die Asiaten verwenden Stäbchen übrigens ebenfalls seit dem 16. Jahrhundert, allerdings vor Christus. 🙂

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