Die Fahrrad-Codierung als Diebstahlschutz: CODE-No.com

„Klassische“ Codierung über eine Gravur

Uns ist bereits einmal ein nagelneues Fahrrad direkt vor der Haustüre gestohlen worden. So etwas ist extrem ärgerlich und damals waren wir nicht einmal für den Fall versichert. Wir haben beim Abschluss der neuen Hausratversicherung besonders auf diesen Punkt geachtet und sind nun zumindest ausreichend gegen Verlust geschützt. Besser wäre es natürlich, das Fahrrad käme gar nicht erst weg.

Vor einem Jahr hat die Polizei in Hamburg hunderte (ca. 1500) gestohlene Fahrräder auf einmal sichergestellt. Das war sicher ein großer Erfolg, allerdings ist es für die Polizei oft kaum möglich anschließend die Eigentümer zu ermitteln.

„Die Fahrräder sollen nun möglichst bald ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Die Räder werden dafür fotografiert und mit einer Nummer versehen, um sie zu katalogisieren – eine Arbeit, die vermutlich Wochen in Anspruch nehmen wird.“ ndr.de

Schon seit langem bieten die Polizei und zum Beispiel auch Fahrradclubs, sowie Vereine die Möglichkeit sein Rad kennzeichnen zu lassen. Ein solche Codierung hilft, das entwendete Fahrrad wieder zuordnen zu können, wenn es wieder auftaucht. Für mein Radon TCS 9.0 habe ich diese Variante gewählt, der gut sichtbare, zugegeben nicht gerade hübsche, Aufkleber bzw. die eingravierte Markierung schreckt sicherlich auch ein wenig ab. Als ich in den Niederlanden unterwegs war, wurde ich erstaunlich oft auf diese Kennzeichnung angesprochen. Natürlich ist Fahrraddiebstahl gerade bei unseren Nachbarn ein großes Thema. Diese Art der Kennzeichnung erfolgt völlig „offline“, eine Datenbank wird hierfür nicht benötigt.

CODE-No.com Kennzeichnung am Fahrrad

Als ich nun online einen neuen Mantel für mein Rad bestellte, stolperte ich durch Zufall über eine mögliche Kennzeichnung mit CODE-No.com. Auch hier wird ein sicherer Aufkleber am Rad angebracht, allerdings anschließend online registriert. Dieser Service ist prinzipiell für alles mögliche anwendbar, eben auch für Smartphones, Laptops oder Hausschlüssel. Diese Codierung ist nicht einfach zu lesen, wie die Kennzeichnung der Polizei, die Zuordnung erfolgt über einen QR-Code, die Daten werden aber nur herausgegeben, wenn der Gegenstand auch „vermisst“ wird. Der Preis für beide Kennzeichnungsarten beträgt bis zu 15,00 Euro.

Einige Fahrradmarken setzen den Code von CODE-No.com bereits ab Werk ein, ergänzend zur Rahmennummer. Ich persönlich sehe in der Datenbank im Hintergrund durchaus Vorteile, allerdings muss diese natürlich auch gepflegt werden. Allerdings ist CODE-No.com eine GmbH, diese ist also auch durch eine mögliche Insolvenz gefährdet, was danach mit den Daten passieren würde, wäre interessant zu wissen. Der Service würde im Insolvenzfall vermutlich eingestellt und die Codierung obsolet, in den FAQ findet sich dazu leider nichts, bis dahin halte ich es aber für eine gute Lösung.

Ich denke nicht, dass die Codierung, egal welcher Art, vor professionellen Dieben schützt, aber der Fall aus Hamburg zeigt, dass es besser ist, die paar Euro auszugeben, um überhaupt eine Chance zu haben, das Rad im Verlustfall einmal wieder zu sehen. Ergänzend könnte ich mir vorstellen, dass ein gut gekennzeichnetes und registriertes Fahrrad einfacher über die Versicherung erstattet wird, damit habe ich aber bisher (zum Glück) keine Erfahrungen.

 

 

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