„Der Tornister ist aber schwer.“

Schulanfang, sieben Wochen Pause zwischen Kita-Ende und einem neuem Anfang in der Grundschule. Zeitgleich beginnt meine Frau in einem ebenfalls völlig neuem Job, das bedeutet viele Umstellungen.

Die Ferien haben wir, auch dank des ungeplanten Extra-Urlaubs  meiner Frau, gut rum bekommen. Zwei Wochen waren wir noch einmal in Ginsterveld (Zeeland, Niederlande) zelten, in der letzten Woche dann die Vorbereitungen für die Einschulung, die Zeit ging flott vorbei, ohne größere Zwischenfälle.

Gestern dann die Einschulung, von uns aus sind das 1850 Meter, nicht gerade um die Ecke. Unser Kind war, soweit ich das heute Morgen beurteilen konnte, das Einzige, dass mit dem Fahrrad angereist ist. Ich habe viel in den letzten Monaten über die berüchtigten #Elterntaxis gelesen, aber das wahre Ausmaß der Sache ist mir erst heute früh klar geworden, und dabei hatte ich den Eindruck, dass es bei unserer Schule noch verhältnismäßig gesittet zu ging.

Viele Kinder in unserem Bekanntenkreis hatten wohl in den letzten Tagen vor der Einschulung Probleme mit dem Schlafen und waren wohl auch sonst etwas sehr aufgeregt, davon blieben wir, bis auf den Einschulungstag selbst, netterweise verschont.

Als ich unser Kind heute Morgen dann alleine auf den Schulhof schickte, war es schon ein seltsames Gefühl.

Auch jetzt bin ich etwas nervös, ob es mit der Anschlussbetreuung bis 13:30 Uhr gut funktioniert. Auf einen OGATA-Platz haben wir verzichtet, davon abgesehen hätte wir wohl auch keinen bekommen. Die Alternative-Betreuung finde ich aber sehr angenehmen. Zum einen kann ich den Tagesablauf etwas entspannter planen, zum anderen hat unser Kind Gelegenheit, noch in Ruhe nach der Schule neue Freunde zu finden, denn um 11:45 Uhr geht kaum ein Kind tatsächlich nach Hause. Hier wäre er sehr allein.

Wie der Zufall es will, haben wir heute auf dem Weg zur Schule eine Freundin unseres Sohnes aus dem Sportverein getroffen, die offenbar bei uns auf der Straße wohnt. Ich hatte das Kind bisher noch nie gesehen oder von ihr gehört. Sie geht zwar auf eine andere Schule, aber Kinder im gleichen Alter, die in der Nähe wohnen, sind schon selten genug. Ein echter Nachteil, wenn man nicht in einem Neubaugebiet wohnt.

Nach dem ersten Tag war das Konzept „Schule“ für unseren Sohn immer noch völlig schleierhaft: „Die Lehrerin ist voll streng, wir durften uns im Unterricht nicht mal unterhalten.“

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