Der Marder auf dem Dachboden

Die Katze bewacht den Zugang zur Abseite, sie weiß, dass der Marder da ist.

Die Katze bewacht den Zugang zur Abseite, sie weiß, dass der Marder da ist.

Den berühmten Nachtschreck wähnten wir bereits lange hinter uns. Der Sohn schläft seit langem ohne Nachtlicht und auch bei Gewitter und Starkregen wird er nicht nervös.

Auf einmal wollte er wieder Licht im Flur anhaben.

Wir waren überrascht aber fragten nicht weiter nach. Einige Tage später sprach er von unheimlichen Geräuschen direkt über seinem Bett.

Ein Eichöhrchen haben wir stets im Oktober zu Besuch und finden im Frühjahr auf dem Dachboden und wieder auch Haselnüsse, aber im April? Das erschien unwahrscheinlich.

Vielleicht Mäuse?

Eines abends auf dem Weg in unser eigenes Bett kamen wir am Kinderzimmer vorbei und hörten ein sehr lauten scharren. Es war direkt klar: Das ist keine Maus.

Am nächsten Tag begutachte ich die Abseiten, an der von mir im Rahmen der Sanierung des Hauses eingebrachten Dämmwolle, um die Heizungsrohre und Wasserrohre zu schützen, hatte sich jemand ganz offenbar zu schaffen gemacht.

Wir räumten die Abseite aus, saugten alles einmal durch und schoben die willige Katze hinein. Zwei Stunden später kam Sie pottdreckig wieder raus.

Das verwirrte vielleicht den vermuteten Steinmarder, der unser Haus offenbar als Zweitwohnsitz betrachtete. Ausgezogen war er leider deswegen nicht. Ein Marder im Garten ist mir recht egal, aber im Haus? Nein, danke.

In unserem Altbau kann der Marder zwar nur begrenzten Schaden anrichten, in modernen Häusern mit dicken Dämmwollschichten sieht das ganz anders aus. Also, was tun? Den Marder fangen oder jagen? Ist nicht erlaubt.

Daher bleibt uns nur übrig,  den Marder zu vertreiben.

Da Marder Respekt vor Katzen haben, soll es die sicherste Methode sein, diese wieder los zu werden.

Da wir die Katze aber nicht ohne weiteres auf den Dachboden bekommen, halfen wir uns mit benutztem Katzenstreu aus, swifferten das Wohnzimmer und legten die Tücher an verschiedenen Stellen im Dachboden an markante Stellen.

Wir hörten den Marder noch einmal vorsichtig über den Dachboden gehen. Seitdem war Ruhe. Zur Sicherheit bringen wir demnächst eine Wildtierkamera an, um feststellen zu können, ob das Tier noch da ist.

Es gibt bereits einen Plan für Schutzmaßnahmen, ich wäre aber froh, wenn ich darauf verzichten könnte.

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