Die Mörderpuppe

Die Mörderpuppe

Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf, an einem Ort, den Sie nicht kennen. Sie wissen nicht, wie Sie hierher gekommen sind, sie beginnen die Situation langsam zu erfassen. Es ist ein Haus, groß, dunkel, sie sind nicht allein. Andere Menschen sind um Sie herum, im gleichen Raum, niemand beachtet Sie. Einige Gesichter sind ihnen bekannt, bei anderen sind Sie sich nicht sicher. Alles ist ungewohnt und unübersichtlich. Sie beginnen den Raum zu erkunden, langsam, vorsichtig, damit niemand auf Sie aufmerksam wird. Sie ertasten etwas ungewohntes, Sie haben keine Ahnung, um was es sich handeln könnte, aber Sie haben eine ungute Vorahnung. Sie heben es an, dann wird Ihnen klar, dass Sie in die toten Augen eines Babys blicken. Sie bekommen Angst, fürchterliche Angst und fangen an zu rufen.

In diesem Haus sind Sie nicht sicher, hier werden Menschen wie Sie geschlachtet, ganz sicher…

So ungefähr muss es heute Morgen unserem Sohn ergangen sein. Wir waren bei Freunden zum Brunchen eingeladen, ihre Tochter ist im gleichen Alter wie unser Sohn, die beiden schwimmen zusammen in der gleichen Gruppe und verstehen sich ganz gut. Der Sohn war im Auto eingepennt und noch ziemlich verschlafen, als er das Wohnzimmer erkundete und dabei auf die Baby-Puppe des Mädchens traf, er hob die Puppe am Bein hoch, drehte diese um, sah in die Augen des Spielzeugs und begann in Panik zu brüllen.

Wir haben gelacht, gemein eigentlich, aber es war einfach zu lustig.

Natürlich haben wir unseren Sohn sofort getröstet und beruhigt, die Puppe allerdings bliebt ihm sehr, sehr unheimlich. Als er später von meiner Frau versehentlich genau vor dieser abgesetzt wurde, bekam er direkt wieder mächtig Angst.

Super Aussicht!

Super Aussicht!

 

Hoch zu Ross

Was macht man, wenn man nicht mehr im Kinderwagen sitzen mag, aber noch nicht laufen kann?

Richtig: Tragen lassen.

Die Sache hat nur einen Haken, denn dem Träger fällt bei gut 10 kg Körpergewicht bald der Arm ab. Die meisten Frauen tragen daher ihre Kinder auf der Hüfte, ich sehe das immer wieder und werde neidisch. Wenn ich so eine Hüftablage haben sollte, ist diese definitiv zu gut versteckt, da kann ich meinen Sohn also nicht drauf setzen, um den Arm zu entlasten. Da bot sich aber eine weitere Möglichkeit an, denn meine Schultern sind breit genug für zwei Kinder, jetzt musste ich nur noch meinen Sohn davon überzeugen.

Siehe da, es gefällt ihm ausgezeichnet und meine Arme freuen sich auch. Hin und wieder leiden meine Ohren dafür ein wenig, aber man kann eben nicht alles haben.

Ein Gedanke zu „Die Mörderpuppe

  1. Die Puppe sieht aber auch mächtig echt aus. Kein Wunder, dass er so erschrocken ist. Vielleicht hätten wir ihm schon mal eher Puppen zeigen sollen, so wie die Stofftiere, die er ja ganz toll findet.

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