Das Schul-Sportfest (Bundesjugendspiele)

Ich habe im Netz immer wieder von Diskussionen gelesen, inwiefern Schul-Sportfeste, die auch als Bundesjugendspiele bekannt sind, noch stattfinden sollen. Es wird von Mobbing und Leistungsdruck gesprochen, der vermieden werden sollte.

Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen, obwohl ich sicher nicht zu den besonders sportlichen Kindern gehört habe, zumindest nicht bis zur Pubertät.

Unser Kind hat für Leichtathletik ebenfalls kein gesteigertes Talent, er war aber mit Eifer dabei, erst, als es später die Urkunden gab, hing der Haussegen schief. Allerdings auch nur einen Tag lang. Er hätte natürlich auch gerne eine „Ehrenurkunde“ gehabt.

Da unser Sohn vor allem mit Mädchen befreundet ist, bekam er den Eindruck, dass er viel schlechter war, als alle anderen, mit denen er sich verglich. Was schlicht daran liegt, dass Mädchen mehr Punkte für die gleiche Leistung bekommen.

Warum eigentlich?

Die Punktetabelle gibt mir Rätsel auf.

Diese Sportfeste haben aber auch den Vorteil, die richtigen Talente zu sichten.

Ein Vater, der auch Trainer im örtlichen Handballverein ist, half mit mir zusammen bei der Wurfstation, also dem Schlagball-Werfen. „Seine“ Kinder warfen besonders gut, aber nicht alle guten Werfer trainierten bei ihm im Verein.

Einige Kinder warfen den Ball bis zu 35 Metern, eine sehr beachtliche Leistung. Ich sprach die Lehrer im Nachhinein an, dass ein Besuch eines Leichtathletik-Vereins für das ein oder andere Kind vielleicht eine gute Idee wäre und dies wenn möglich den Eltern mitzuteilen.

Ebenso waren ganz offensichtlich einige Lauftalente dabei. Nach Rückfrage waren zwar viele Kinder beim Fußball oder Handball bereits aktiv, aber längst nicht alle nutzen ihre Talente im Rahmen eines Sportvereins aus. Solche Sportfeste geben die Gelegenheit, diese Kinder zu finden und zu fördern.

Ich selbst bin genau so zum Kugelstoßen gekommen, wenn auch etwas später, aber es hat mir damals sehr viel gebracht und ich möchte diese Zeit nicht missen.

Vor dem Sportfest hatte ich versucht, mit dem Sohn ein wenig werfen zu üben, was allerdings nur von wenig Erfolg gekrönt war, er konnte das natürlich viel besser als ich.

Davon abgesehen hat er sich seine Sportarten ja bereits selber ausgesucht, am Wochenende hat er seine erste Gürtelprüfung im Taekwondo, und nach den Sommerferien wechselt er in eine anspruchsvollere Ballettklasse.

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