Das Kind bekommt ein Aquarium

Wir wissen nicht warum der Wunsch auf kam, aber er hielt sich hartnäckig:

Der Sohn wollte ein Aquarium.

Das ist nun nichts was uns schocken könnte, ich habe selber schon als Kind lange ein Aquarium besessen, damals ebenfalls die berühmte 60cm-Einsteiger Klasse und später hatten meine Frau und ich, bevor unser Kind geboren wurde, ein 250 Liter Kubus Skalar-Becken über viele Jahre.

Vermutlich haben einige Kinder in Schule ein kleines Aquarium bekommen, oder zumindest den Wunsch geäußert.

Nach einigem hin und her haben wir dann „Ja“ gesagt und sind in den nächsten Baumarkt mit Aquaristik-Abteilung gefahren. Ganz so häufig wie früher scheinen Fachgeschäfte nicht mehr zu sein, aber für den Start sollte ein Baumarkt auch reichen.

Wir entschieden uns für ein, na klar, 60cm – Becken mit kompletter Grundausstattung von einem Markenhersteller für etwas über 100 Euro, zuzüglich Kies, Pflanzen, Deko und später Fische.

Anfänger-Aquarium für Kinder, 80 Liter

Eigentlich wollten wir die alte, massive Wickelkommode als Unterschrank verwenden, diese stellte sich aber als ungeeignet heraus, daher steht das Becken nun auf einem Ikea-Besta-Schrank, der eigentlich auf den Sperrmüll sollte, was mit einer kleinen Modifikation hervorragend funktioniert.

Den Erstbesatz Fische kauften wir dann „gebraucht“ aus einer Aufgabe heraus, weitere ergänzten wir durch Zukäufe im Geschäft. Es wurde ein typischer Anfänger-Besatz:

  • Guppys
  • Neons
  • Antennenwels
  • Rotfleckbärblinge

Dazu sollen später vielleicht noch einige Platys kommen, im Tausch gegen Guppys. Einige Pflanzen bekamen wir auch noch als Ableger von einer Schulfreundin, so dass das Aquarium nun sehr abwechslungsreich bestückt ist.

Da sich natürlich auch einige Schnecken eingeschlichen haben, hat man uns noch eine Raubschnecke in Aussicht gestellt, ein Angebot, dass wir gerne annehmen werden.

Der erste Urlaub war dann ein kleines Abenteuer, insgesamt drei Wochen mussten die Fische ohne uns zurecht kommen. Wir kauften einen Futter-Automaten mit Granulat-Futter, was eigentlich gut funktionierte. In den Bewertungen stand jedoch auch drin, dass das granulierte Futter den Algenbewuchs befeuert, dem war tatsächlich auch bei uns so. Vor allem die Fadenalgen hatten sich sehr stark ausgebreitet, mittlerweile haben wir das wieder im Griff.

Natürlich sind uns am Anfang einige Fische gestorben, was den Sohn wirklich mitgenommen hat. Es traf praktisch ausschließlich die „neuen“ Fische aus dem Handel. Als wir allerdings aus dem Urlaub kamen, hatten wir mehr Fische als vorher, die Guppys hatten offenbar in unserer Abwesenheit viel Spaß. Einmal in der Woche wird ein kleiner Wassertausch gemacht, damit unser Kind in der Pflege eine Regelmäßigkeit vermittelt bekommt. Er muss natürlich immer dabei helfen und macht das auch ohne Murren.

Die typischen Anfänger-Probleme konnten wir trotz unserer Vorwissens nicht komplett vermeiden, aber wir haben alles auf niedrigem Niveau durch gestanden. Viele andere Neu-Einsteiger geben nach ein paar Wochen auf, wenn die Probleme überhand nehmen. Krankheiten, Schnecken und Algen können sehr nervig und frustrierend werden und am Ende auch teuer.

Der Hauptfehler ist oft, dass viel zu viel gefüttert wird. Gerade Kinder neigen dazu es zu gut zu meinen. Wer beim Füttern sparsam ist, kann oft alleine dadurch verhindern, dass das Becken „kippt“. Wer feststellt, das sich die Schnecken zu schnell und massiv ausbreiten muss dagegen etwas unternehmen. Einige Fische fressen Schnecken, aber eine Raubschnecke zu haben reicht meistens schon. Von Hand absammeln hilft auch, ist aber auf Dauer sehr lästig.

Mittlerweile haben wir das Becken schon einige Wochen, es sind keine weiteren Fische mehr gestorben und die Guppy haben sehr, sehr viel Nachwuchs bekommen, den wir bald abgeben können. Bisher haben wir das Aquarium nicht bereut und denken sogar darüber nach, noch mal ein großen Becken in das Wohnzimmer zu stellen. 😉

 

2 Gedanken zu „Das Kind bekommt ein Aquarium#8220;

  1. Irgendwie schein ein Aquarium viele Kinder zu fazinieren.
    Ich wollte früher auch immer eins haben, habe aber nie eines bekommen 🙂
    Hin und wieder ist der Wunsch mal da mir eines zuzulegen, aber das verwerfe ich dann immer wieder.

    Sollten meine Kinder aber einmal kommen und gerne eines haben wollen, dann werde ich sicher ja sagen und mir dann auch mal den Wunsch mit erfüllen 🙂

    Gruß Timo

  2. Pingback: Beschäftigung im Lockdown – Vollzeitvater

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