Das Damengambit, der Sohn spielt jetzt Schach

Diese Woche soll der Kurze wieder in die Schule gehen, dennoch hat der Lockdown uns fest im Griff.

Wir hatten vor Wochen die Serie „Damengambit“ auf Netflix gesehen, diese fanden wir beide ausgesprochen gut gelungen, dabei spielen wir gar kein Schach. Die Geschichte wusste aber zu fesseln, die Drehorte wirken absolut überzeugend, die Schauspieler machen alle einen tollen Job. Zu recht hat “ Das Damengambit“ enorm gute Kritiken, auch, aber nicht nur, von Schachspielern.

„In den 1950ern zeigt ein junges Mädchen in einem Waisenhaus ein erstaunliches Talent für Schach. Auf dem Weg zum Erfolg hat sie jedoch mit einem Suchtproblem zu kämpfen.“ Netflix.de

Meine Frau interessierte sich nun für das Spiel und wollte, dass ich es ihr beibringe, ich habe es aber selber seit sicher 25 Jahren nicht mehr gespielt gehabt, es konnte mich nie begeistern. Für die Grundregeln reicht es noch, um den Spielen in der Serie zu folgen sicher nicht mehr, es soll aber sehr gut gemacht sein und sich an echten Partien von Großmeistern orientieren.

Schachcomputer

Schachcomputer

Bei Amazon bestellte meine Frau einen sehr einfachen Schachcomputer „ChessGenius“. Es ist ein wirklich günstiges Gerät, aber es tut was es soll.

Überrascht waren wir, als unser Sohn plötzlich Interesse daran bekundete. Nicht selten setzte er sich alleine damit hin und spielte gegen den Computer. Anfangs war er sehr frustriert, denn er verlor immer, aber er ließ nicht locker. Eines Tages dann kam ein Begeisterungsschrei aus dem Wohnzimmer: „Ich habe ein Patt erreicht!“

Weder ich noch meine Frau hatten das bisher hin bekommen.

Keine drei Wochen später hatte er den Computer mehrfach geschlagen, wir werden nun den Schwierigkeitsgrad erhöhen müssen.

Wir haben keine Ahnung, von wem er diese Begeisterung und vielleicht auch das Talent geerbt hat, mir ist in der Familie niemand bekannt, der Schach gespielt hat, wir hatten einige Meister im Backgammon, aber bei Schach kenne ich keinen. Ich bin gespannt, ob er weiterhin dabei bleibt, vielleicht gibt es auf der nächsten Schule ja eine Schach-AG oder einen Club.

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