Da hat’s bumse macht und unten is’er…

Die Wochen nach dem Urlaub hatten es wirklich in sich, ich muss gestehen, ich habe wohl etwas zu schnell zu viel gewollt und übertrieben.

Dass ich mindestens eine Sportart zu viel in meinem Wochenplan habe, hatte ich bereits vor einiger Zeit festgestellt, aber ich kann mich immer noch nicht dazu durchringen, eine Sportart sausen zu lassen. Zwar habe ich zugunsten des Kampfsports das Bodybuilding stark eingeschränkt und bin auch zum Ende des Jahres aus der GNBF ausgetreten, aber irgendwie hat sich die Anzahl meiner Trainingseinheiten erheblich erhöht.

Die letzten Wochen brachte ich es auf gute 9 Trainingseinheiten in der Woche, und ich muss gestehen, das war eindeutig zu viel. Zwar habe ich dieses Pensum viele Jahre im Alter zwischen 15 und 21 durchgezogen, aber mit Ü40 hat mein Körper am letzten Wochenende die Grätsche gemacht. Zwei Einheiten BJJ, zwei mal Taekwondo, zwei Mal Judo, zwei Mal Fitness-Studio und Tanzen war insgesamt dann doch etwas ambitioniert. Insbesondere die Tage, an denen ich morgens BJJ mache und abends dann Judo oder Taekwondo sind zu hart.

Hinzu kam, dass ich zwei „besondere“ Einheiten hatte, einen Workshop im BJJ und einen Ausflug in die Judo-Wettkampfgruppe des Leistungszentrums, in der ich einen jungen Mann in meiner Gewichtsklasse gefunden habe. Dieser war so nett, mich erfolgreich wieder an harte Würfe heran zu führen, was ich eindeutig wieder öfter machen muss. Vorzugsweise wiege ich dann einige Kilo weniger. 😉

Für mich fühlte es sich ungefähr so an:

Meine Gelenke beschwerten sich merklich, auch überkam mich im Alltag eine starke Müdigkeit, was mir einen erheblichen Schrecken einjagte, denn das erinnert mich dann zu sehr an meine Zeit mit der Fibromyalgie. Keine schöne Erinnerung.

Ich habe dann einige Tage pausiert und bin nur ins Fitnessstudio gefahren, um die Muskeln zu lockern und zu dehnen.

Richtig fertig gemacht hat mich aber nicht die Tatsache, dass ein halb so alter „Plusser“ mit mir die Matte geputzt hat, sondern der Standard-Latein-Tanzkurs, den meine Frau und ich freitags wieder aufgenommen haben. Obwohl wir etwas unter unserem altem Niveau eingestiegen sind, war mein Knie nach einer Stunde erschöpfter, als nach einer Woche Kampfsport zusammen. Das hatte ich so jetzt nicht erwartet.

Wir werden diesen Kurs auf jeden Fall zu Ende tanzen, dann aber vermutlich auf den West-Coast-Swing zurück kommen, diesen halte ich für erheblich „kniefreundlicher“. Unsere Standard-Tänze reichen allemal für jede Hochzeit oder Party und der West-Coast-Swing ist noch universeller, als ein Disco-Fox, und macht uns nebenbei bemerkt auch noch viel Spaß. Zumindest mehr, als mir Samba und meiner Frau Tango oder Slow-Fox.

So sieht übrigens ein West-Coast-Swing aus:

Zum Ende des Jahres steht noch eine Prüfung im Taekwondo an, die sollte allerdings kein größeres Problem darstellen. Um den 1. Dan im Judo erneut anzugehen, fehlt mir vor allem der Partner, die Nage-No-Kata war erstaunlicherweise noch recht präsent, auch wenn Details etwas abweichen. Im BJJ läuft das mit den Graduierungen ja generell etwas anders, daher mache ich mir darüber auch keine weiteren Gedanken. Etwas ungünstig wird es im BJJ erst, wenn ich an Wettkämpfen teilnehmen möchte, denn ich werde voraussichtlich nicht in der „Whitebelt“-Klasse starten dürfen uns müsste, wegen der Vorerfahrung bei den Blaugurten aufwärts mitmachen. Wären da nicht 10 Jahre Pause im Judo gewesen, wäre das auch völlig O.K., aber so warte ich dann doch lieber noch etwas. 🙂

 

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