Choose your words

Heute ist es passiert, das erste Mal hat mein Sohn mich in eine prekäre Lage gebracht, weil ich etwas unüberlegtes gesagt habe.

Wir waren mit dem Auto unterwegs zu Piets Oma und fuhren bei ihr vor der Haustüre auf einen großen, öffentlichen Parkplatz. Vor mir bog ebenfalls ein Hausfrauen-Kleinwagen ein, ganz ähnlich wie meiner. 😉

Die Fahrerin hatte sichtlich Schwierigkeiten sich einen der schönen, großen Parkplätze auszusuchen. In einem günstigen Moment bog ich auf den erstbesten ein, wollte aber noch einmal zurück setzen, damit ich für Piet mehr Platz zum Aussteigen bekomme.

Das ging nicht. Der andere Kleinwagen setzte, beim Versuch in eine Doppel-Parklücke zu kommen, X-Mal vor und zurück, so dass ich nicht mehr rückwärts fahren konnte, ohne diesen zu rammen. Nach dem 14.  Ansatz (! – kein Witz), sagte ich laut im Wagen, den Rückwärtsgang noch eingelegt: „Kann die blöde Tante jetzt mal voran machen?“

O.K., das ist politisch nicht korrekt, war mir in dem Moment aber egal. Ich ließ den Wagen einfach doch so stehen, wie er stand und zog Piet aus dem Auto. In der Zwischenzeit hatte die andere Fahrerin es auch geschafft, mittig auf den zwei Parkplätzen zum Stehen zu kommen und auszusteigen. Piet rannte zum Kofferaum, während ich noch seine Tasche angelte und brüllte, so dass es auch der letzte von den Gaffern in den Fenstern im gegenüber liegendem Altenheim, sorry, der Seniorenresidenz, hören konnte: „PAPA! IST DAS DA DIE BLÖDE TANTE?“

Der Blick, der folgte, hätte mich wohl töten sollen. Hat er aber nicht. Irgendwie war es mir dann doch unangenehm und ich lächelte so gut es eben ging.

Ein Gedanke zu „Choose your words

  1. Pingback: Attention: Hard Language! | Vollzeitvater

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.