Ein Blick ins Haushaltsbuch 2020

Nachdem für 2019 mein Haushaltsbuch leider verloren ging, musste ich für 2020 von vorne anfangen. Zum Glück habe ich in den letzten Jahren einige Zahlen hier im Blog erwähnt, so dass ich Vergleiche ziehen kann.

In diesem Jahr war alles anders, vor allem unser Einkaufverhalten hat sich merklich verändert. Früher bin ich vier Mal in der Woche mit dem Rad zum Einkaufen gefahren, in vier verschiedene Läden. Mittlerweile bin ich auf einen Besuch im Supermarkt runter, während des Jahreswechsel sogar auf einen Einkauf für zwei Wochen. Den Besuch beim Bauern auf dem Weg über die Feldwege zu meiner Mutter nicht mitgerechnet.

Dies hatte auch Auswirkungen auf die Statistik, der Bio-Anteil ist leider von 20% auf 10% gefallen, vor allem, weil ich nicht mehr in den Bio-Markt fahre. Der Fleischkonsum war mit 42,7kg je Kopf auf dem Niveau von 2018 und somit höher als im Vorjahr, wo wir mit 31,5kg knapp an der WHO-Empfehlung lagen, da wollen wir in 2021 natürlich wieder hin.

Die Ausgaben für Putzmittel, inkl. Waschmittel, lagen mit 160 Euro im Jahr niedriger, als ich vermutet habe, aber für meinen Geschmack immer noch zu hoch. Die Katze kostete uns wie immer 200 Euro im Jahr, ohne Impfungen.

Insgesamt haben wir 2019 wieder weniger für den Haushalt ausgegeben, das könnte aber auch an der aktuellen Situation liegen. Die Kindergeburtstage sind praktisch alle ausgefallen, wir haben selber auch keinen ausrichten können, auch beinahe alle Familienfeiern sind ausgefallen, das macht sich auch in den Ausgaben bemerkbar. Das sind allerdings Ausgaben, die ich lieber getätigt hätte.

Für das Jahr 2021 haben wir uns nichts konkretes Vorgenommen, wir hoffen einfach, das es besser wird als 2020, das uns mehrfach hart getroffen hat. Weiterlesen

Omas umgedrehter Apfelkuchen

Dieses Weihnachten war alles anders, vermutlich nicht nur bei uns. Statt „Tante Waltrauts Nachtisch“ gab es diesmal „Oma Luzies umgedrehten Apfelkuchen“.

Auf unser mittlerweile traditionelles Hirschgulasch in Gin gekocht haben wir verzichtet und nur meine Fischsuppe, die es sonst als Vorspeise gibt, als Hauptgericht gegessen.

umgedrehter Apfelkuchen

Früher gab es bei uns immer eine Gans, die meine Großmutter selber gemästet, geschlachtet und gerupft hat. Eine gekaufte Gans kommt da nur sehr schwer ran und für mehr als vier Personen wird es dann auch schon knapp. Ich habe das nur einmal gemacht, nach dem Rezept meiner Oma versteht sich. Leider mögen weder meine Frau noch unser Kind Gans gerne, so dass ich davon komplett abgekommen bin. Das Hirschgulasch war ein Versuch, der gut angekommen ist und seit vielen Jahren eigentlich an Weihnachten bei uns dazu gehört, wenn Freunde und Familie an Heiligabend zu Besuch kommen. Das fiel in diesem Jahr nun leider aus.

Den Kuchen wollte ich mir aber nicht nehmen lassen. 😉

Der Kuchen gelingt mit normalem Mehl etwas besser, als meine glutenfreie Variante, bei der ich das normale Weizenmehl und die Speisestärke durch die entsprechende Menge „Kuchen und Kekse Mehl“ von Schär ersetze. Aber ich esse den Kuchen auch sehr gerne, daher mache ich ihn eigentlich immer glutenfrei.

Der Apfelkuchen von Oma ist der Beste, das weiß jeder. Hier ist unser Familienrezept für umgedrehten Apfelkuchen: Weiterlesen

Testbericht glutenfreie Backmischung für Brot: Baukhof Schnellbrot (Bio)

Es ist Lockdown, das Kind ist daheim statt in der Schule und wir bemühen uns, so wenig wie möglich Kontakte zu haben. Dazu zählt auch seltener Lebensmittel einkaufen zu gehen.

Früher bin ich drei bis vier Mal in der Woche Einkaufen gefahren. Den Sohn bringe ich mit dem Rad zur gut 2000 Meter entfernten Schule, von dort aus besuche ich direkt verschiedene Lebensmittelgeschäfte, das spart Zeit. Da ich nach wie vor mit dem Hänger fahre, kann ich tatsächlich ohne Probleme alles ohne Auto nach Hause bringen. Auf dem Hinweg dient der Fahrradanhänger als Tornister und Schulbeutel-Transportsystem, auf dem Rückweg vom Einkaufen passen dann bis zu 30kg Lebensmittel hinein, notfalls auch ein Kasten Wasser.

Baukhof Schnellbrot mit Saaten, Backmischung, glutenfrei, Bio

Mit den täglichen Einschränkungen hatte ich diese Einkäufe bereits auf zwei in der Woche reduziert, nun, im „harten Lockdown“ reduziere ich die Fahrten auf eine. Das führt zu einigen Kompromissen, denn ich bekomme im Handel schlicht nicht genug fertige glutenfreie Backwaren für eine Woche auf einmal, zumindest nicht die, die ich gerne esse. Daher backe ich in den letzten Wochen wieder verstärkt selber, was mich zum heutigen Artikel bringt, dem Testbericht für das „Baukhof Schnellbrot (Bio/glutenfrei)“.

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Testbericht glutenfreie Backmischung für Brot: Baukhof Wunder Brod (Bio)

Bauckhof Bio Wunderbrod Backmischung

Es ist schon länger her, dass ich eine neue Backmischung für glutenfreies Brot ausprobiert habe, dies liegt schlicht daran, dass ich aktuell mit meiner wöchentlichen Auswahl sehr zufrieden bin. Als ich das letzte Mal im Bio-Laden war, habe ich noch einige Backmischungen mitgenommen, die ich noch nicht kannte, oder die ich nicht ständig verwende. Das Baukhof Schwarzbrot backe ich nicht so oft, aber immer mal wieder gerne. Daher lachte mich vermutlich auch das „Wunder-Brod“ so an.

Ein kurzer Blick auf die Zutatenliste versprach ein ungewöhnliches Brot, dazu später mehr.

Lesetipp: Weitere Rezepte für glutenfreies Brot und Erfahrungsberichte für glutenfreie Backmischungen in meinem Blog unter dem Link.

Hinweis: Bei der Zubereitung halte ich mich streng an die Anleitung, um ein nachvollziehbares Ergebnis zu bekommen. Ich habe inzwischen jahrelange Erfahrung mit glutenfreiem Backen, so dass mir wenig Fehler unterlaufen. Anders gesagt, ich behaupte, wenn es mir nicht gelingt, werden auch die meisten anderen Probleme beim Backen bekommen.

Preis für 600 g Backmischung: Ich habe 3,95 Euro im Bio-Laden bezahlt.

Die Backmischung ergibt ein Brot von ca. 900 g. Der Kilopreis von ca. 5,65 Euro geht völlig in Ordnung für ein glutenfreies Bot, dazu sind die Zutaten sehr hochwertig und mit BIO-Siegel.

Es kommt nur noch Wasser dazu. Das Bot besteht überwiegend aus glutenfreien Haferflocken, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und weiteren Saaten. Es findet sich keine Stärke in den Zutaten, das ist erstaunlich.

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CFS/ME, Fibromyalgie und Gluten

Hin und wieder erreichen mich persönliche Mails von Menschen, die unter CFS und/oder Fibromyalgie leiden und fragen nach meinen Erfahrungen. Immer wieder lese ich dabei von den gleichen Problemen mit Ärzten, die diese Krankheitsbilder gerne als „eingebildet“ abtun.

Ich selbst habe mir jahrelang Sätze anhören dürfen wie:

  • jeder ist mal müde und erschöpft
  • jeder hat mal Kopfscherzen
  • ihr BMI ist viel zu hoch, nehmen sie doch mal was ab
  • vielleicht trinken Sie zu viel Alkohol, leben sie doch einige Zeit abstinent
  • vielleicht gehen Sie einfach mal etwas joggen, Joggen ist toll
  • sie haben vermutlich Burn-out
  • sie sind nur etwas depressiv, gehen sie mal zum Psychiater und lassen sie sich was verschreiben
  • Mein 3. Arzt: „Sie sind organisch kerngesund, es muss eine psychiatrische Erkrankung sein“, vermutete ein Burn-Out-Syndrom,
  • 4. Arzt (Psychiater) schickte mich aber wieder weg: „Sie haben kein Burn-Out, es muss eine organische Ursache haben.“
  • Mein 7. Arzt war Neurologe und dazu auch psychiatrisch ausgebildet, er stellte eine „subdepressive Grundstimmung mit erheblicher Fassade“ fest. (Wen wunderts?)
    Er war es auch, der mir mit meinen knapp 30 Jahren sagte, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit 40 bettlägerig sein werde und dass Fibromyalgie nicht heilbar ist und es keine Therapie gibt.

Erst, als ich selber angefangen habe Hilfeseiten, Studien und Doktorarbeiten, meistens aus den USA, zu lesen wurde mir klar, dass ich mir das alles nicht einbilde, sondern dass es viele andere Menschen gibt, denen es ganz ähnlich geht. Irgendwann las ich eine Doktorarbeit, die einen Zusammenhang zwischen Gluten, Casein und CFS / Fibromyalgie untersuchte. Weiterlesen

Silvester nicht mehr in der Jugendherberge

Für unseren Sohn brach eine kleine Welt zusammen, als ich ihm erklärte, dass wir nicht mehr über Silvester in eine Jugendherberge fahren. Seit er denken kann, war es eben jedes Jahr so, dass wir uns mit befreundeten Familien für einige Tage in einer Jugendherberge trafen, um gemeinsam Silvester zu feiern. Wir haben damit gute und weniger gute Erfahrungen gemacht, die allerdings, zumindest teilweise, auch meiner Zöliakie-Erkrankung etwas zu tun haben.

Es war in jedem Jahr eine Diskussion, auch wenn es im letzten Jahr in der Jugendherberge Trier bisher am besten geklappt hat.

Hier die Berichte aus den letzten Jahren:

Ich wollte nicht mehr.

Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, zum Beispiel stellte sich für uns auch die Frage des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Spätestens seit wir einen Wohnwagen unser eigen nennen, können wir als Familie für die rund 600 Euro, die die vier Tage in der Jugendherberge für uns drei kosten, einfach mehr Urlaub woanders machen. Die gesamte Nachsaison auf dem Campingplatz Terspegelt hat nicht mehr gekostet und da waren die gesamten zwei Herbstferien-Wochen mit drin. Alles geht halt nicht. Weiterlesen

Couscous- / Bulgur-Salat, glutenfrei

Spielberger Mais Couscous, glutenfrei

Durch Zufall habe ich beim Einkaufen ein für mich neues glutenfreies Produkt entdeckt: Couscous aus Mais von Spielberger.

Früher habe ich gerne Bulgur-Salat gegessen, als ich die Packung sah, musste die einfach mit und ausprobiert werden. Den Couscous habe ich mit kochender Gemüsebrühe aufgegossen, auf 250g Mais-Couscous kommen ca. 400ml Flüssigkeit, das lässt man dann gut 10 Minuten ziehen.

In der Zwischenzeit kann man das Dressing vorbereiten, Rezepte dazu gibt es wie Sand am Meer, ich halte es gerne einfach: Weiterlesen

Ein Blick ins Haushaltsbuch, 2018

Wir sind so umweltbewusst, wir recyceln sogar unsere guten Vorsätze in jedem Jahr. 😉

Die Zucchini im Vorgarten – BIO und spart Verpackung. 🙂

An meinem persönlichen „Haushalts-Masterplan“ ändert sich in der tat nur wenig, was aber nicht bedeutet, dass es keine Erfolge gäbe. Wir kommen insgesamt mit unseren guten Vorsätzen in jedem Jahr ein Stück weiter, was die Angelegenheit natürlich auch immer schwieriger macht. Wer mein Blog nicht so regelmäßig ließt, hier die Kurzübersicht: Weiterlesen

Gemüse-Eintopf mit roten Linsen, vegan, gfcf, glutenfrei

Wir haben eine Zucchini-Pflanze im Vorgarten, nur eine einzige Pflanze, und ich weiß schon beinahe nicht mehr, wie ich die Erträge alle verarbeiten soll. Ein Gemüse-Eintopf ist da am ehesten geeignet, eine oder zwei Zucchini verschwinden zu lassen. 😉

Über Twitter habe ich erfahren, dass wir nicht die einzige Familie mit diesem Problem sind:

In diesem Jahr legt sich der Vorgarten so richtig ins Zeug, die Nektarine hat so viele Früchte getragen, wie noch nie, die Aprikose hängt wegen der viele Früchte schon beinahe auf der Erde, die Zucchini hat sicher schon 7 bis 8 Kilogramm abgeworfen, die Weinrebe hängt unfassbar voll mit leckeren, kernlosen Trauben, die Birne und die Feige tragen auch zum ersten Mal einige Früchte.

Ja, wir haben das tatsächlich alles im Vorgarten. Einige Pflanzen waren leider nicht so von diesem Rekordsommer begeistert, die ostpreußischen Walderdbeeren sich offensichtlich anderes gewöhnt und haben desertiert. Auch die Blaubeeren kämpfen um ihr Überleben, einige Stauden sind bereits vertrocknet. Vielleicht pflanze ich stattdessen eine Avocado. 🙂

Die Zucchini im Vorgarten

Zum Rezept:

Das Gemüse wird vorbereitet und gewürfelt, Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Paprika Zwiebeln anschließend in Olivenöl anschwitzen und mit Wasser oder Brühe ablöschen. Die Tomaten aus der Dose zugeben, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat würzen. Ein Schuss Obst-Essig kommt noch dazu sowie etwas Zucker, beides zusammen wirkt wie ein Geschmacksverstärker. Alles schön aufkochen und die gewaschenen roten Linsen unterheben, alles nun 15 bis 20 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren.

Gemüseeintopf mit Kartoffeln und Linsen, vegan, gfcf, glutenfrei

Am Ende der Kochzeit Ajvar zum Abschmecken verwenden und mit Tomatenmark binden, wenn das nötig sein sollte. Die Menge ergibt ca. 10 Portionen, ich esse zwei, meiner Frau reicht eine, um satt zu werden. Für mich bedeutet das für das ein eher kleines aber sättigendes Abendessen mit nur 480 Kcal, bei immerhin 19g Protein.

Zutaten: Weiterlesen

Linseneintopf mit Spinat (Palak Dal), vegan, gfcf

Nach langer, langer Zeit wieder mal ein Kochrezept. Wer weniger Fleisch konsumieren möchte, ohne dabei weniger Protein zu sich zu nehmen, kommt um Hülsenfrüchte nicht herum. Eintöpfe mit Bohnen und Linsen waren schon zur Römerzeit das „Kraftfutter“ für Legionäre und Gladiatoren, zusammen mit Getreidebrei. Römische Rezepte wären sicherlich auch mal interessant, aber ich greife zuerst auf die indische Küche zurück, da habe ich stets alle Zutaten im Haus. 😉

Hülsenfrüchte erfüllen nicht die üblichen Paleo-Richtlinien, aber das hat mich schon früher nicht davon abgehalten, diese in meiner Küche zu verwenden, frei nach dem Motto: Was bei Oma auf den Teller kam, kann nicht falsch sein. Wobei meine Oma sicher kein indisches Rezept genommen hätte.  Weiterlesen