Frühschwimmer: Das Kind hat sein Seepferdchen

Ganz spontan hat unser Sohn am letzten Wochenende sein Frühschwimmer-Abzeichen gemacht, besser bekannt als das „Seepferdchen“.

Die Anforderungen hat er gut erfüllt, da er im Zick-Zack geschwommen ist, waren es wohl sogar mehr als die geforderten 25 Meter. 😉

Zur Belohnung durfte er direkt im Anschluss auf die große Wasserrutsche, die ja nur „für Schwimmer“ ist, er war mächtig stolz auf sich. Zwei Schwimmkurse hat es dafür gebraucht, eine Aufgabe, die ich sehr gerne meiner Frau überlassen habe, denn seit dem Zivildienst habe ich eine starke Abneigung gegen „Schwimmbadwasser“, dafür gehe ich ab 11c° Wassertemperatur in die Nordsee, wenn wir im Urlaub sind.

Die Bademeister waren irritiert, dass in den letzten Tagen viele Eltern mit diesem Wunsch am Beckenrand standen, ich war bemüht zu erklären, warum das kein Zufall ist, aber die jungen Menschen sind offenbar noch keine Eltern und konnten den Zusammenhang zwischen baldigem Schulanfang und Schwimm-Abzeichen nicht erkennen.

Weiterlesen

Kleine lila Blümchen im Rasen

Ich gebe zu, der Titel ist etwas euphemistisch. Wir haben keinen Rasen, sondern eine Grünfläche mit einigen Grashalmen.

Unsere Grünfläche besteht aus: Gänseblümchen, Butterblumen, Klee, Disteln, Zaunwinden, Huflattich, Brennnesseln, Moos, Löwenzahn, Giersch und kleinen lila Blümchen. Sozusagen die gesamtem top 10 der nervigsten Rasenunkräuter. Wir sprechen nicht ohne Grund nicht von Rasen. 😉

Die kleine Braunelle: Heilkraut, Unkraut, Bodendecker

Seit Wochen wollte ich schon nachsehen, was sich da auffällig stark, und eigentlich ganz hübsch lila, ausbreitet und sogar das Moos platt macht.

Google sagt, dass ich nicht der Einzige bin, der danach gesucht hat. Satte 600.000 Treffer für die Suchanfrage im Titel. Respekt. Weiterlesen

Voranzucht auf der Fensterbank, 2017

Es ist Februar, einige werden mit der Voranzucht von Paprika, Peperoni und Melonen bereits im Januar begonnen haben, ich habe erst vor einigen Tagen den ersten Voranzucht-Kasten (Minigewächshaus) auf die Fensterbank platziert.

Spitzkohl, Mangold, Tomaten, Gurken, Rettich

Das gesamte Bio-Saatgut habe ich mittlerweile selbst vermehrt, was in etwa 50,00 bis 75,00 Euro Eigenbedarfsanteil entspricht, so hoch waren vorher meine Saatgut-Bestellungen jährlich bei „Dreschflegel“ und beim „Biogartenversand“. Einige Sorten brauchen zwei Jahre um vermehrt zu werden, bei anderen braucht man etwas Glück, andere wird man nie wieder los, ich denke da zum Beispiel an „Green-in-Snow.“ Dieser Asia-Kohl ist nicht unterzukriegen und wächst selbst im Winter fleißig weiter.

Nicht alles wächst bei uns gut, wir haben einen Nordgarten und sehr schweren Boden. An dem Boden arbeite ich nun schon seit einiger Zeit und es wird endlich besser. Mit einigen Gemüsesorten habe ich aber einfach kein Glück, dabei gelten die sogar teilweise als „einfach“, wie zum Beispiel Kohlrabi. Der hat bei mir noch nie gekappt, die Nachbarin erntet mit meinem Saatgut Kohlrabi groß wie Fußbälle. Ich gebe da nicht auf. 😉 Weiterlesen

„Alle haben ein Hochbett!“

Bei allen Bemühungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ gibt es einige Bereiche, die sich irgendwie unserer Kontrolle entziehen. Viele Menschen sammeln Dinge an, dabei müssen es nicht immer die Klassiker „Filme“, „Musik“ und „Bücher“ sein.

Wir sammeln Betten.

Das war schon so, bevor wir ein Haus bewohnten, wurde aber mit dem Umzug noch schlimmer. Wer viel Platz hat, kann ja auch Gäste beherbergen. Wir könnten auf die Schnelle 7 Schlafplätze vorweisen, Luftmatratzen und Sofa nicht mitgezählt, sondern nur in Betten. Das letzte Upgrade ging auf unser Kind.

In diesem Jahr ist er ein gern gesehener Gast auf Kindergeburtstagen, immer, wenn wir fragten, wie es denn war, kam als Antwort: „Die Sowiso hat ein Hochbett.“

Wir haben das stets ignoriert. Als nun aber auch noch seine beste Freundin ein Hochbett bekam, war es kaum noch auszuhalten. Wir ließen uns breit schlagen. Weiterlesen

Als Familie zahlt man mehr

Seit unserem Umzug, weg aus Düsseldorf nach Neuss und etwas später nach Mönchengladbach ist uns klar, dass die Gemeinden sehr unterschiedlich zur Kasse bitten. Besonders krass war der Unterschied der Müll-Gebühren von Neuss nach Mönchenlgadbach, für den Preis einer 35 Liter Tonne (mittlere Größe) konnten wir in Neuss eine 1100 Liter Tonne nutzen. Wer in MG Kinder im Windelalter hat, kommt mit 35 Litern aber kaum aus, die größte Tonne, 50 Liter, kosten im Jahr 304,14 Euro.

Die Wasser- und Abwasser-Gebühren sind auch nicht ohne, als Familie braucht man logischerweise auch mehr Wasser, wir zahlen grob 900 Euro im Jahr. Huch.

Aber, was auch die ARD im „Geld-Check“ treffend festgestellt hat, besonders teuer wird es bei der KITA-Betreuung. Die Unterschiede sind enorm:

„Der „Geld-Check“ hat dies für die Ballungsräume Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und München berechnet. In einem Radius von jeweils 20 Kilometern liegen die Kitakosten in den einzelnen Kommunen weit auseinander. Spitzenreiter ist der Ballungsraum Hamburg, bei zwei Kita-Kindern liegt die  Differenz hier bei 4400 Euro pro Jahr.“ Weiterlesen

Vorräte für 10 Tage?

Aktuell sind Blogs, Zeitungen und selbst die TV-Nachrichten sehr mit der „neuen“ Empfehlung des Amts für Zivilschutz für die Vorratshaltung beschäftigt, die einen nennen es Panikmache, andere machen sich über die „Hamsterkäufe“ lustig. Beides geht irgendwie am Thema vorbei, oder nicht?

„Erstmals seit 1989 soll die Bevölkerung animiert werden, Vorräte an Lebensmitteln anzulegen. Hintergrund ist die Möglichkeit eines bewaffneten Angriffs auf Deutschland.“ ntv.de

Vorräte für einige Tage haben nun wirklich nichts mit Hamsterkäufen zu tun. Hamsterkäufe sind selten durchdacht und geschehen im Affekt und meist zu spät. Jemand, der Vorratshaltung ernst nimmt, braucht eben keine Hamsterkäufe zu tätigen.

Panikmache? Wir haben die Empfehlung für die Vorratshaltung in der Schule gelernt, kann sich jemand an Tschernobyl erinnern? Da konnte man echte Hamsterkäufe im Supermarkt sehen. Das war 1986 und ich kann mich gut entsinnen. Danach war Aufklärung über Zivilschutz Thema in der Schule, hat man später offenbar nicht mehr gemacht. Wir haben selbst mit gezielter Vorratshaltung vor einem Jahr begonnen, hier nachzulesen: Prepper Blog

Übrigens gab das Amt für Zivilschutz auch vor einem Jahr eine Empfehlung heraus, erstaunlicherweise wurde die Empfehlungen sogar vereinfacht und auf weniger Tage ausgelegt, von „erstmals“ kann also keine Rede sein. Die Empfehlung gab es immer. Darüber redet aber keiner. Weiterlesen

„Green in Snow“

Puhh, was für eine Woche, und die ist noch nicht einmal rum. 🙂

Meine Frau ist die gesamte Woche unterwegs, auf einer Messe. Ich habe mir die Bronchitis von unserem Kind gefangen und bin nur bedingt einsatzfähig. Wenn ich nicht gerade vor Türrahmen laufe, lasse ich Kaffee-Kannen fallen. Sport fällt seit Tagen aus, was mich nicht unbedingt entspannter macht.

Normalerweise finde ich es ganz gut, einen Tag wirklich alleine zu Hause zu sein, dann kann ich einfach netter putzen. Während meine Frau im Home-Office sitzt, muss ich ja leise sein. 😉 Daher nutze ich an „freien“ Tagen die Gelegenheit die Anlage so richtig aufzudrehen. Dann macht auch das Putzen mehr Spaß. Vorzugsweise greife ich auf die Hits der 90er zurück, was hin und wieder zu Unverständnis führt. Die Nachbarn bekommen auf jeden Fall ne gute Show geboten. 🙂

Mit einer Bronchitis ist das aber nur halb so schön und nach einigen Tagen im Haus fällt mir die Decke auf den Kopf. Gestern habe ich mich daher in den Garten gewagt, der ruft schon seit Tagen ganz doll nach mir, aber die Erkältung und der Regen hielten mich dann doch davon ab. Als dann aber das Unkraut in der Sonne winkte, zog es mich nach draußen. Was ich dort vorfand überraschte mich ein wenig.

Salat, über den Winter draußen gewachsen, echte Permakultur sozusagen.

Salat, über den Winter draußen gewachsen, echte Permakultur sozusagen.

Weiterlesen

Permakultur-Garten, ausversehen

Permakultur ist mittlerweile ein sehr weit gefasster Begriff, für den Bereich des Gemüsegartens bedeutet es so viel wie ökologisch, nachhaltig und ohne strenge oder enge Grenzen in der Planung. Was aber nicht bedeutet, dass ein Permakultur-Garten vor dem Anlegen nicht geplant wird.

Die Pflanzen dürfen mit der Zeit aber dort wachsen, wo es ihnen gut gefällt und werden nicht gezielt jedes Jahr neu ausgesät, sondern es wird versucht, es den Pflanzen zu ermöglichen sich selbst zu vermehren und für sich den optimalen Standort zu finden. Das geht sinnvoll natürlich nur mit biologischem Saatgut und nicht mit Hybriden. Weiterlesen

Birnen und Äpfel pflücken muss kein Mundraub sein

Es ist soweit, der Herbst ist da und die Obsternte geht in die nächste Runde. Die meisten Apfelsorten und auch Birnensorten sind spätestens in den nächsten Tagen erntereif. Die frühen Bäume habe ich bereits besucht und reichlich Kompott eingekocht.

Am letzten Wochenende waren wir dann wieder beim Biobauern in Jüchen, Birnen ernten, das hatten wir im Vorjahr bereits dort gemacht. Diesmal blieben wir auch noch etwas länger, um das Kartoffelfest ein wenig kennen zu lernen. Das war sehr nett und Birnen haben wir natürlich auch reichlich mitnehmen können.

Birnen, alte Sorte vom Bio-Bauernhof in Jüchen

Birnen, alte Sorte

Weiterlesen

Kirschpflaumen einmachen

Kirschpflaumen und eine Mirabelle

Kirschpflaumen und eine Mirabelle

Wir waren an unserem alten Wohnort im Naturschutzgebiet Kirschpflaumen und Mirabellen pflücken, dort kenne ich die Bäume gut und brauche nicht lange suchen. Außerdem ernten dort nur sehr wenige, so dass es immer genug gibt.

Wir haben sicher 5 oder sechs Kilogramm an Früchten geerntet.

Bei Kirschpflaumen ist es so, dass die frischen Früchte sehr lecker und süß sind, beim Einkochen aber arg sauer werden. Daher darf man nicht den Fehler machen mit 1:2, oder, noch schlimmer, 1:3 Gelierzucker einzukochen. Unbedingt den 1:1 nehmen, ich habe dann noch zusätzlich etwas Süßstoff dazu gegeben, kein Witz.

Ich empfehle die Kirschpflaumen zu entsteinen und mit den Steinen ein Gelee zu kochen, da immer etwas Fruchtfleisch dran bleibt. Aus den „Schalen“ am besten einen Obstkuchen basteln. Weiterlesen