Vier Jahre „Schwalbe Tracer“ am Kinder-Fahrradanhänger

Vor vier Jahren ereilte mich eine Pannenserie an meinem Chariot Cougar Kinder-Fahrradanhänger, heute Thule.

Viel Auswahl an besseren Mänteln gab es nicht, ich kaufte daher die Schwalbe Tracer und war sehr angenehm überrascht. Der Wagen fuhr viel besser, besonders beim harten Bremsen und nasser Fahrbahn machte es einen unglaublichen Unterschied. Vier Jahre blieb ich nun von Pannen verschont, der Hänger und somit auch die Mäntel, haben in dieser Zeit rund 10.000 Kilometer runter. Jetzt hatte ich in wenigen Tagen gleich drei Mal einen Platten. Die Mäntel sind wohl nicht mehr ganz fit.

Damals, als ich den ersten Artikel zu diesem Thema schrieb, empfahlen mir viele einen Ballonreifen zu nehmen, wie den „Big Apple“, auch von Schwalbe, also habe ich mir den auch angesehen.

Erstaunlicherweise kostet der Big Apple in 20″ rund das Doppelte vom Tracer, da habe ich mich dann doch kurz gewundert.

Da ich eigentlich mit dem Tracer sehr zufrieden war, habe ich diesen nun erneut erworben und mich gegen den Big Apple entschieden, würde ich tatsächlich noch Kinder im Fahrradanhänger transportieren, wäre diese Entscheidung fairerweise vielleicht anders ausgefallen.

Der Schwalbe Tracer nach 10000 Kilometern (unten) im Vergliech zu einem neuen (oben).

Der Schwalbe Tracer nach 10000 Kilometern (unten) im Vergliech zu einem neuen (oben).

Optisch war die Abnutzung nach 10.000 Kilometern eigentlich noch recht gering, auch im direkten Vergleich zum neu gelieferten Mantel, beim nächsten Platten tausche ich dann aber komplett alles aus, Mäntel und Schläuche auf beiden Seiten. Insgesamt hat das keine 30 Euro gekostet, für 4 Jahre Alltagsnutzung geht das echt in Ordnung. Weiterlesen

Das Kind bekommt ein Aquarium

Wir wissen nicht warum der Wunsch auf kam, aber er hielt sich hartnäckig:

Der Sohn wollte ein Aquarium.

Das ist nun nichts was uns schocken könnte, ich habe selber schon als Kind lange ein Aquarium besessen, damals ebenfalls die berühmte 60cm-Einsteiger Klasse und später hatten meine Frau und ich, bevor unser Kind geboren wurde, ein 250 Liter Kubus Skalar-Becken über viele Jahre.

Vermutlich haben einige Kinder in Schule ein kleines Aquarium bekommen, oder zumindest den Wunsch geäußert.

Nach einigem hin und her haben wir dann „Ja“ gesagt und sind in den nächsten Baumarkt mit Aquaristik-Abteilung gefahren. Ganz so häufig wie früher scheinen Fachgeschäfte nicht mehr zu sein, aber für den Start sollte ein Baumarkt auch reichen.

Wir entschieden uns für ein, na klar, 60cm – Becken mit kompletter Grundausstattung von einem Markenhersteller für etwas über 100 Euro, zuzüglich Kies, Pflanzen, Deko und später Fische.

Anfänger-Aquarium für Kinder, 80 Liter

Eigentlich wollten wir die alte, massive Wickelkommode als Unterschrank verwenden, diese stellte sich aber als ungeeignet heraus, daher steht das Becken nun auf einem Ikea-Besta-Schrank, der eigentlich auf den Sperrmüll sollte, was mit einer kleinen Modifikation hervorragend funktioniert. Weiterlesen

Die Katze im Wohnwagen mitnehmen?

Seit zwei Jahren fahren wir mit unserem Wohnwagen der Baureihe „Chateau Calista“ in Urlaub. Bisher hatte in dieser Zeit mein Vater als Haus- und Katzensitter ausgeholfen, in diesem Jahr ist das nun leider nicht mehr möglich. Was tun?

Für zwei oder drei Tage hätten wir einen Nachbarn fragen können, aber für zwei oder drei Wochen wäre das sicher keine Lösung gewesen.

Unser Nachbar hätte die Katze wohl auch zu sich genommen, aber dann hätten wir die vermutlich nie wieder gesehen, er ist ganz vernarrt in das Tier. 😉

Aber von ihm kam dann auch die Info, dass er seine Katze früher immer mit auf den Campingplatz genommen hat.

Wir hatten das schon ein oder zwei Mal gesehen, waren uns aber sehr unsicher, ob das wohl klappen würde. In Ermangelung von Alternativen haben wir es dann einfach ausprobiert.

In den Sommerferien hatten wir eigentlich vor gehabt meine Verwandten in Bayern zu besuchen, wegen der Corona-Einschränkungen haben wir dann alles umgebucht und wollten kein Risiko eingehen. Daher buchten wir frühzeitig einen Campingplatz in NRW, so dass wir keine Landesgrenze überqueren mussten. Unsere Wahl fiel auf den Campingpark „Kalletal“ in der Nähe vom Weserbergland und dem Teutoburger Wald, direkt an einem See. Hier waren Haustiere auch in der Hauptsaison erlaubt.

Campingpark Kalletal

„Haustiere erlaubt“ meint für gewöhnlich „Hunde erlaubt“ und nicht, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen oder Schildkröten. Weiterlesen

9 Jahre Vollzeitvater

Das Blog Vollzeitvater habe ich mit dem Geburtstag unseres Kindes begonnen, das ist nun über 9 Jahre her. Unglaublich was in dieser Zeit alles passiert ist:

Wir haben ein Haus gekauft, wir sind mit Kind und Katze umgezogen, wir haben Bäume gefällt und Bäume gepflanzt, das Kind hat erst Laufen, dann Fahrradfahren und Schwimmen gelernt. Wir haben den Kindergarten hinter uns gebracht und nun schon beinahe auch die Grundschule.

Das erste Rad, mit drei Jahren.

Das erste Rad, mit drei Jahren.

Der Sohn hat nun sein fünftes Fahrrad, mittlerweile mit 28″ Bereifung und fährt neben mir auf der Straße, es wird nicht sein letztes sein. Eigentlich sollte er auch schon einige weitere Schwimmabzeichen haben, aber das liegt wegen dem aktuellen schwierigen Zustand und somit an einem Mangel an Wasser auf Eis. Aber das holen wir sicher nach. Mit 145 cm ist er mittlerweile beinahe so groß, wie meine Frau. 😉

Unser Wohnwagen ruht ebenfalls noch im Dornröschenschlaf, auch wir haben alle Urlaube abgesagt und verschoben. Die Kosten laufen leider weiter, aber wir haben neuen Urlaub geplant, wenn auch erheblich „heimischer“, denn wir werden in NRW bleiben.

Da unser Haus- und Katzen-Sitter leider nicht mehr da ist, muss die Katze nun mit auf Reisen, das wird sicher ein Abenteuer, nicht nur für die Katze. Weiterlesen

Ein Kindergeburtstag ohne Kinder und andere Probleme des Alltags

Mitten in der Quarantäne feiern wir Geburtstag, oder auch nicht.

Der Sohn wurde 9 Jahre alt und somit auch das Blog „Vollzeitvater“. Die übliche Faustregel: „So viele Kinder wie Jahre“ gilt in diesem Jahr nicht. Statt neun Kindern darf keines eingeladen werden. Die Familie kam auch nicht, stattdessen wurden in Begleitung von Telefon und Skype die Geschenke ausgepackt. Ganz oben auf der Wunschliste stand ein „Mip-Roboter“, den er auch bekommen hat.

Vom Nerv-Faktor ungefähr vergleichbar mit einer Blechtrommel für Dreijährige.

Ein Träumchen.

Er hatte zwei Stunden Spaß mit dem Ding, seither wurde es nicht mehr angefasst.

Mindestens ebenso lang hat er an seinem eigenen Geburtstagskuchen gearbeitet. Er hat ihn komplett selber gemacht:

Geburtstagskuchen

Geburtstagskuchen

Andere Dinge erfreuen sich in der Zeit alleine aber steter Beliebtheit, dazu zählt auch das Stelzenhaus, dann noch Lego und alle Bastelsachen. Natürlich kommt die Langeweile dann doch hin und wieder durch. Eine Spielekonsole haben wir übrigens immer noch nicht. Weiterlesen

Das Stelzenhaus: ISIDOR Domizilio Spielturm, 1 Jahr später

Unser Erfahrungsbericht über den Aufbau vom ISIDOR Domizilio Spielturm, einem Stelzenhaus mit 2 Metern Podesthöhe, erfreut sich gerade höchster Beliebtheit.

Isidor Spielturm (Stelzenhaus), Erfahrungsbericht, Domizilio

Isidor Spielturm (Stelzenhaus), Erfahrungsbericht, Domizilio

Vielleicht liegt es an der aktuellen #wirbleibenzuhause Situation, dass das Interesse an Spielhäusern offenbar massiv gestiegen ist.

Wir haben ebenfalls den Camping-Urlaub am Veerse-Meer verlegen müssen, statt zum Veerse-Meer geht es nun für uns über Ostern ans Wohnzimm-Meer. Freunde von uns fahren wohl doch nicht nach Dänemark, sondern haben spontan nach Wannezuela umgebucht. Wieder andere haben alles abgesagt und machen stattdessen Wochenendausflüge mit dem Fahrrad nach Terassien, auch ganz schön zu dieser Jahreszeit.

Wer sich glücklich schätzt, hat einen eigenen Garten für die Kinder, aber da muss ja auch was geboten werden. Grund genug beinahe ein Jahr später noch einige Anmerkungen zu dem Erfahrungsbericht zu machen.

Das Spielhaus wurde und wird intensiv bespielt, obwohl der Sohn mittlerweile beinahe 9 Jahre alt ist. Unsere größte Sorge ist damit vorerst vom Tisch. Wir haben an dem Stelzenhaus noch einige Upgrades vorgenommen, es kommen aber auch noch weitere hinzu. Weiterlesen

Plötzlich wieder Fotohändler

Mein 2. Fotogeschäft im Jahr 2006

Mein 2. Fotogeschäft im Jahr 2006

Mein eigenes Fotogeschäft habe ich bereits im Jahr 2007 wieder geschlossen. 1999 hatte ich mich noch während meiner Ausbildung selbstständig gemacht und ein vorhandenes, kleines Geschäft in Düsseldorf mit Hilfe eines Existenzgründer-Darlehen  erworben.

Die digitale Revolution der Fotografie hatte gerade erst begonnen, Mobiltelefone konnten bestenfalls mit „Snake“ auftrumpfen, Kameras in „Handys“waren zwar schon vorstellbar, aber noch so schlecht, dass niemand ernsthaft daran dachte damit irgendwann einmal Fotos machen zu können. Reine Digitalkameras gab es schon, teilweise mit halber VGA-Auflösung und die kosteten richtig viel Geld. Disketten waren das aktuelle Speichermedium der Zeit.

Das Geschäft meines Vaters in Düsseldorf

Das Geschäft meines Vaters in Düsseldorf

Innerhalb von nur wenigen Jahren änderte sich die Fotowelt komplett. Da ich viel jünger war, als die meisten anderen Fotohändler, konnte ich hier und da auch einige Vorteile daraus ziehen. Das Brot und Butter-Geschäft war aber nun einmal die Filmentwicklung und das brach erstaunlich schnell weg. Spätestens mit dem ersten iPhone 2007 wurde so ziemlich jedem klar, dass es fünf Minuten vor zwölf waren und der Fotohandel als Branche vor die Hunde gehen würde.

 

Einige Händler, wie auch mein Vater, investierten in digitale Mini-Labore, um mit den Drogeriemärkten mithalten und dem Foto-Großlabor sterben gelassen entgegen sehen zu können.

Dies waren aber sehr hohe Investitionskosten. In der Branche ging in den Jahren 2005 bis 2007 der Spruch rum: „Ohne digitales Minilab kannst du den Laden schließen, mit aber auch.“ Weiterlesen

Ein Opa weniger

Ein stolzer Opa und sein Enkel.

Plötzlich und völlig unerwartet ist mein Vater mit 75 Jahren verstorben.

Nicht nur für meine Frau und mich war dies ein großer Schock, auch unseren Sohn hat es hart getroffen. Auf der Liste seiner Lieblingsmenschen kam Opa Werner direkt auf Platz drei, unmittelbar nach uns.

Auch für meinen Vater war sein Enkel so ziemlich das Beste, was er sich vorstellen konnte.

Regelmäßig kam Opa zum Abendessen, mir brachte er die aktuellen Unterlagen der Buchhaltung seines Fotogeschäfts, die ich nebenbei noch für ihn betreute, mit, für seinem Enkel hatte er stets Überraschungseier dabei und nicht selten auch Bastelsachen, sowie Geschenkartikel, die er in seinem Laden übrig hatte: Alte Geschenkpapierrollen, Geschenkbänder, Karten und farbige Kartonagen, die sich bei unserem Kind größter Beliebtheit erfreuten.

Zu Weihnachten und zum Geburtstag legte Opa immer noch einen drauf und torpedierte unser Konzept des „betreuten Schenkens“ nach Kräften, auch das letzte Weihnachtsfest bei uns zu Hause war da keine Ausnahme:

Die größten Lego-Sets hatte Opa Werner mitgebracht. Weiterlesen

Die nächst beste Schule?

Auch wenn unser Sohn gerade noch in die dritte Klasse geht, haben uns Eltern älterer Kinder den dringenden Rat gegeben, uns bereits jetzt die eine oder andere fortführende Schule anzusehen. Dies hat einen einfachen Grund, denn nicht selten scheinen die Schulen den „Tag der offenen Tür“ am gleichen Datum abzuhalten. Das war uns bereits bei der Grundschule passiert, aber da die beiden Schulen praktisch nebeneinander lagen, konnten wie beide Schulen am selben Tag besuchen. Bei der nächsten Schule wird das aber nicht so einfach.

Insgesamt standen bei meiner Frau und mir anfangs immerhin sechs Schulen auf dem „Wunschzettel“, die für uns prinzipiell in Frage kamen.

Dazu zählten jeweils die beiden Schulen, die meine Frau und ich besucht haben, sowie drei weitere Schulen in Mönchengladbach und eine Schule in der Nachbargemeinde, die uns aber am nächsten ist. Jeweils drei der Schulen haben den Besuchstag gemeinsam.

Tag der offenen Tür am Math-Nat Mönchengladbach2019.

Für mich persönlich war wichtig, dass der Schulweg nicht zu lange dauert, vor allem auch ohne „Elterntaxi“. Ich habe früher um 6:50 Uhr das Haus verlassen um pünktlich an der Schule zu sein. Ich fand das immer schrecklich. Die Schul-Busfahrt habe ich insbesondere in der 5. und 6. Klasse als absoluten Horror empfunden. Nicht selten wurde ich raus geworfen, oder genötigt weiter zu fahren als ich wollte, ältere Schüler haben mich beklaut, genötigt und gedemütigt, aber ohne Bus ging es eben nicht. Weiterlesen