Wackelzahn-Pubertät

Es war uns schon seit einigen Wochen aufgefallen, das Kind hatte mit heftigen Wutanfällen zu kämpfen, dazu kamen Zeiten totaler Frustration.

Laute Musik aus dem Kinderzimmer, knallende Türen, fliegende Gegenstände, zerschnittene Klamotten und nette Sprüche wie: „Ich ziehe aus!“ „Ich weiß es aber besser!“ oder „Ich esse nie wieder etwas!“

Hinweis: Türen ohne Häuschendichtung aus den 60er-Jahren knallen besonders gut.

Erstaunlich laut, die kleine Kiste.

Wir bemühten uns möglichst gelassen damit umzugehen, manchmal war es einfach nur lustig, was jetzt nicht wirklich geholfen hat. Weiterlesen

Probetag in der Schule

Die Abschlussfeier im Kindergarten kommt unweigerlich näher, die Termine rund um die Schule nehmen merklich zu. Nach Vorschultest und Schuluntersuchung kam nun der Probetag in der Schule und der erste Elternabend. Den Probetag über begleitete meine Frau unser Kind, den Elternabend habe ich wahrgenommen. Weiterlesen

Die Schultüte

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit, unser Kind wird ein Schulkind. Die Vorbereitungen laufen langsam aber stetig an, die Schuluntersuchung haben wir längst hinter uns, das Kind ist sozusagen T1 gemustert, als nächstes steht der Schnupper-Unterricht an.

Dass die Schultüte im Kindergarten gebastelt werden würde, war von Anfang an klar, wir hatten daher auch überhaupt nicht daran gedacht, eine zu kaufen. Bei einem Gespräch unter Freunden, die in benachbarten Orten wohnen, wurde uns klar: So selbstverständlich ist das gar nicht. Es scheint so zu sein, dass es an anderer Stelle ebenso einen Hype um die Schultüte gibt, wie um den Schulranzen. Letzteren haben wir zwar nicht selbst gebastelt, aber ohne unser Kind ausgesucht, ein Vorsaisonmodell, dies ist wohl anderenorts ein „No-Go“.

Was die Schultüte angeht, da konnte man sich Vorlagenhefte im Kindergarten ansehen, das Kind sucht dann eine passende Vorlage aus. Nach dieser Vorlage wird dann die Schultüte individuell gebastelt, mit Hilfe eines Elternteils. Als ich die Vorlagenhefte das erste Mal sah, bekam ich einen kleinen Schrecken: Weiterlesen

He got the key

Ein Rolltainer mit Schloss

Der Einschulungstermin kommt immer näher, das Kinderzimmer ist von uns schon größtenteils schultauglich umgerüstet worden. Der neue Schreibtisch erfreut sich großer Beliebtheit, mit Ablagen war es aber noch etwas knapp. Wir hatten schon für Bastelkram alte Fahrradkörbe zweckentfremdet, aber das reichte noch nicht aus. Bei weitem nicht.

Unser Kind wünschte sich also ein eigenes Bücherregal, oder einen Rolltainer. Seit Wochen hatte er uns bearbeitet, bei den Kleinanzeigen war aber nichts passendes dabei und neu kaufen vermeiden wir, wenn irgendwie möglich. Meine Frau fuhr dann aber, natürlich an einem Samstag, mit dem Kind alleine zu einem in Deutschland beinahe unbekanntem schwedischem Möbelhaus und steuerte dort zielsicher die Reste-Ecke an. Der Plan sollte eigentlich sein, nichts zu finden und auf diese Weise das Kind vorerst zu vertrösten.

Zumindest hatte man mir den Ausflug so verkauft. 😉 Weiterlesen

Wider der Zahnfee

Der erste Milchzahn ist ausgefallen.

Es war endlich soweit, unser Kind hat seinen ersten Milchzahn verloren. Im Kindergarten ist das eine ganz große Sache, denn dann kommt die Zahnfee und bringt Geschenke.

Oder auch nicht.

Wir hatten recht deutlich klar gemacht, dass bei uns keine Zahnfee kommt. Gegen den gesamten Druck aus dem Kindergarten hatten wir aber praktisch keine Chance. Also machten wir einen Deal: Wir, in diesem Fall genau genommen Mama, „kauft“ den Zahn selbst ab. Die Zahnfee sollte damit eigentlich erledigt sein. War sie aber nicht. Weiterlesen

Miss Tabbytortie

Für unser Kind war die Trauerbewältigung eine klare Sache:

Die Katze ist tot, also bekommt er einen Hund. Ist doch logisch.

Für mich war die Sache aber nicht ganz so einfach, allerdings überredete man mich nach einigen Tagen im „zu leerem“ Haus, wieder eine Katze zu uns zu holen. Wir erklärtem unserem Kind, dass nicht wir die Katze aussuchen, sondern die Katze uns. Ein großartiger Tipp eines erfahrenen Katzenhalters aus unserem Freundeskreis, der bei Kimba sehr geholfen hatte. Wir fuhren also in das nächste Tierheim, was bei uns fast um die Ecke ist, um einer Katze ein neues Zuhause anzubieten.

Miss Tabbytortie

Wir waren schon wieder auf dem Weg nach draußen, denn keine Katze wollte uns haben. Kaum zu glauben, bei gut 50 Tieren vor Ort, aber wir hatten unser Kind ja nicht ohne Grund mitgenommen. 😉

Als wir mit enttäuschten Blicken Richtung Ausgang marschierten, bekamen wir noch den Hinweis, ausnahmsweise in einen abgetrennten Raum gehen zu dürfen, dort wäre noch ein verschüchterter Neuzugang. Weiterlesen

Kinder trauern anders, wenn ein Haustier stirbt

Kimba am Tag vor ihrem Tod

Als unser Kind geboren wurde, war Kimba bereits längere Zeit Teil unserer Familie. Viele im Bekanntenkreis waren damals der Meinung, dass eine Katze in der Schwangerschaft zu gefährlich wäre und auch später eine Gefahr für die Kinder darstellen würde. Auch für die Kindertagespflege wurden Katzen als Haustiere heftig diskutiert: Tiere in der Kindertagespflege – Ein Hygiene-Problem?

Wie die Realität damals aussah, kann man zum Beispiel im Artikel „Leck mich“ nachlesen, oder auch im Artikel „Tapfere Katzen gibt es nicht nur in Stiefeln

Unsere Katze adoptierte unseren Sohn direkt nach der Geburt, hat sich stets um ihn gekümmert, ihn gut erzogen und im nie weh getan. Sie haben Spielzeug und Kuscheldecken geteilt, später waren abgelegte Kleidungsstücke des Sohnes begehrte Schlafplätze beim Vierbeiner. Die Katze hatte sicherlich sehr großen Einfluss darauf, wie unser Kind mit Tieren umgeht. Weiterlesen

Kindergeburtstag, und ich lese ein Buch.

Da ist schon wieder ein Jahr rum, sechs Jahre sind es nun. Unser Kind hat sich bereits wochenlang auf diesen Tag gefreut, seine Wunschliste einer ständigen Bearbeitung unterzogen, die uns doch einige Nerven gekostet hat, dennoch war das „beste“ Geschenk weder auf seinem Wunschzettel, noch war es von uns.

Wir verfolgen strikt das Prinzip des „betreuten Schenkens„, um die Menge und Größe an Geschenken halbwegs übersichtlich zu halten. Da unser Sohn weit und breit der einzige minderjährige Spross der Familie ist, könnte es sonst wirklich ausufern. Mittlerweile klappt das auch wirklich gut und alle halten sich an die Vorgaben, die wir machen und größere Geschenke gibt es auch nicht zwischendurch.

Letzteres führte in den letzten Wochen zu enormen Diskussionen, denn alle Freunde unseres Kindes bekamen ihren Schulranzen und das entsprechende Zubehör einfach so mal zwischendurch. Da eine Schultasche heutzutage mehr kostet, als ein neues Fahrrad, haben wir das nicht eingesehen. Weder durfte unser Kind über das Design entscheiden, noch bekam er den „Toni“ einfach so. Es hat uns wirklich in Erstaunen versetzt, was da an manchen Stellen für ein Aufwand getrieben wird.

Sein richtiger Geburtstag fiel in diesem Jahr genau auf Ostern, daher kam nur die direkte Familie vorbei, die Kinderparty legten wir um eine Woche nach hinten, das war dann am letzten Wochenende. Meine Frau hatte verschiedene Spiele vorbereitet, aber wir waren uns wieder einig, dass wir diese nur machen, wenn uns die Kinder außer Kontrolle geraten sollten, bisher verliefen die Geburtstage immer sehr ruhig und friedlich. Auch in diesem Jahr gab es in diesem Punkt keine Überraschungen, außer, dass die Kinder so einvernehmlich miteinander Spaß hatten, dass ich tatsächlich ein Buch lesen konnte. Das war dann doch eine Premiere. Weiterlesen

Assessment-Center für Vorschulkinder

Das kleine Pony kann dem Arihorn folgen, mit Biosgas-Antrieb.

Ein „richtiges“ „Assessment-Center“ habe ich glücklicherweise bisher nur einmal in meinem Leben machen müssen und dass ich darin gelandet bin, war genau genommen ein Versehen. Ein großer Elektronikkonzern hatte eine Stelle ausgeschrieben, die Stellenanzeige war auf englisch und ich muss zugeben, ich habe nicht alles verstanden.

Google gab es da noch nicht.

Als ich dann eingeladen wurde, hatte ich keine Ahnung, was in acht Stunden von mir verlangt werden würde. Ich war ehrlich überrascht, machte meine Sache aber offenbar nicht so schlecht, im Auswahlverfahren wurde ich damals nach Punkten zweiter, aber knapp daneben, ist halt auch vorbei. Erst als ich die Zentrale wieder verlassen hatte, übersetzte mir netterweise jemand korrekt die englische Job-Beschreibung, da war ich dann geschockt, auf welche Stelle ich mich da beworben hatte. Im Nachhinein gab mir das ein unfassbares Selbstvertrauen. Ich hatte das fast komplett vergessen, aber beim Aufräumen fiel mir ein Teil der damaligen Bewertung in die Hände und die Formulierungen der dem Test beiwohnenden Psychologen und Personaler erinnerten mich sehr stark an einige, die ich in den letzten Tagen gehört habe, allerdings bezogen auf unser Kind. Weiterlesen

Hilfe, unser Kind ist ein Alien!

Bisher hat unser Sohn noch keinen einzigen Milchzahn verloren, er ist nun fast sechs Jahre alt. Andere Kinder im Kindergarten sehen seit Monaten aus, als hätte diese einen Bordstein geküsst. Der Druck der Zahnfee ist dabei nicht zu verachten, damit wird stolz geprahlt und sicher auch mal nachgeholfen. 😉

Ich kann mich nicht erinnern, dass früher bei uns in der Nacht eine Zahnfee kam, daher bin ich eigentlich strikt dagegen, so etwas zu unterstützen, unser Kind ist allerdings noch fest in der Feen, Zauberer und Einhorn-Fabelwelt verankert.

Vermutlich kommt die Zahnfee aber dennoch nicht zu uns, wir haben ja einen Ruf zu wahren. 🙂

Weiterlesen