Plötzlich selbstständig

Mit drei Jahren war Fahrradfahren kein Problem mehr. Aber mit sechs soll er nicht zur Schule fahren können?

Mit drei Jahren war Fahrradfahren kein Problem mehr. Aber mit sechs soll er nicht zur Schule fahren können?

Es ist schon erstaunlich zu beobachten, wie schnell sich Kinder an neue Situationen anpassen können. Zumindest kann ich mit gutem gewissen behaupten, dass sich unser Kind schneller an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, als ich.

Heute ist gerade mal der dritte „richtige“ Schultag und wenn ich ihn morgens am Tor abgebe, habe ich den Eindruck, er macht das schon seit Jahren so. Wir fahren nun doch mit dem Fahrrad zur Schule, der Wipproller erfreut sich nicht mehr der nötigen Beliebtheit, was mir persönlich auch ganz recht ist, mit dem Rad geht es dann doch mittelfristig schneller.

Es gibt genau zwei Kinder, die mit dem Rad zur Schule kommen. Zwei, in allen vier Stufen mit je zwei Klassen. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Polizei auf dem Info-Abend ausdrücklich davon abgeraten hat, dass die Grundschulkinder mit dem Rad fahren. Weiterlesen

„Der Tornister ist aber schwer.“

Schulanfang, sieben Wochen Pause zwischen Kita-Ende und einem neuem Anfang in der Grundschule. Zeitgleich beginnt meine Frau in einem ebenfalls völlig neuem Job, das bedeutet viele Umstellungen.

Die Ferien haben wir, auch dank des ungeplanten Extra-Urlaubs  meiner Frau, gut rum bekommen. Zwei Wochen waren wir noch einmal in Ginsterveld (Zeeland, Niederlande) zelten, in der letzten Woche dann die Vorbereitungen für die Einschulung, die Zeit ging flott vorbei, ohne größere Zwischenfälle. Weiterlesen

Ein Tag im Odysseum

„Museum“ ist nun nicht unbedingt ein Begriff, mit dem man Abenteuer, Spiel und Spaß verbindet. Bisher hatte unser Kind noch kein Museum von innen gesehen, im Urlaub besuchte Burgen einmal ausgenommen.

Das Odysseum in Köln, auch bekannt als das „Museum mit der Maus“, ist umgangssprachlich bei uns im Bekanntenkreis eher als „Mauseum“ bekannt. Das Odysseuem richtet sich im Angebot speziell an Kinder ab fünf Jahren. Mit sechs Jahren war unser Kind in der optimalen Altersgruppe, die ich persönlich bei 6 – 10 Jahren sehe.

Eine Familienkarte kostet 44,00 Euro, die Sonderausstellung „Ice Age“ kostet allerdings extra, zusammen sind das dann 69,90 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder.

Aktuell gibt es die Themenwelten „Erde“ und „Leben“ zu sehen, zusätzlich noch die „Eiszeit“.  Dazu gibt es noch das Museum mit der Maus, das sind Lach- und Sachgeschichten zum Anfassen.

In den Ferien war natürlich ordentlich was los, es war aber noch nicht zu voll. Beinahe fünf Stunden rannte unser Kind durch die Räume und probierte vieles aus. Danach waren wir alle ganz gut geschafft.

Das Odyssuem hat bei unserem Sohn regelrecht Begeisterung ausgelöst, es war wohl ein tolles erstes Mal im Museum.

Im Odysseum, anfassen erlaubt

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„Camping International“

Sieben Wochen Ferien, meine Frau weiß schon gar nicht mehr wohin mit ihrer guten Laue, ein Arbeitgeberwechsel macht es möglich und erleichtert uns die lange Zeit zwischen Kindergarten-Ende und der Einschulung erheblich. Da nicht sicher war, dass wir (meine Frau) drei Wochen zusätzlich frei bekommt, hatten wir vorerst keinen Urlaub gebucht.

Letzte Woche sind wir dann noch einmal spontan Zelten gefahren, diesmal nach Nieuwvliet (Zeeland) zum „Camping International„, auch ein Platz von Ardoer, ebenso wie zuvor „De Pekelinge„, „Julianahoeve“ und „Ginsterveld„. Unsere Fahrräder waren auch wieder dabei, dem Dachlift sei Dank, der Sohn musste auf seinen Wipproller zurück greifen, sein Kinderrad passt leider nicht mehr auf den Träger.

Der Strand gehörte uns, eine Burg muss sein.

Der Platz „Camping International“ ist viel kleiner als alle anderen Plätze auf denen wir bisher waren, rechnet man die Mobilheime raus, ist es eher „Mini-Camping“. Leider auch, was die Ausstattung des Platzes angeht. Weiterlesen

Wackelzahn-Pubertät

Es war uns schon seit einigen Wochen aufgefallen, das Kind hatte mit heftigen Wutanfällen zu kämpfen, dazu kamen Zeiten totaler Frustration.

Laute Musik aus dem Kinderzimmer, knallende Türen, fliegende Gegenstände, zerschnittene Klamotten und nette Sprüche wie: „Ich ziehe aus!“ „Ich weiß es aber besser!“ oder „Ich esse nie wieder etwas!“

Hinweis: Türen ohne Häuschendichtung aus den 60er-Jahren knallen besonders gut.

Erstaunlich laut, die kleine Kiste.

Wir bemühten uns möglichst gelassen damit umzugehen, manchmal war es einfach nur lustig, was jetzt nicht wirklich geholfen hat. Weiterlesen

Probetag in der Schule

Die Abschlussfeier im Kindergarten kommt unweigerlich näher, die Termine rund um die Schule nehmen merklich zu. Nach Vorschultest und Schuluntersuchung kam nun der Probetag in der Schule und der erste Elternabend. Den Probetag über begleitete meine Frau unser Kind, den Elternabend habe ich wahrgenommen. Weiterlesen

Die Schultüte

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit, unser Kind wird ein Schulkind. Die Vorbereitungen laufen langsam aber stetig an, die Schuluntersuchung haben wir längst hinter uns, das Kind ist sozusagen T1 gemustert, als nächstes steht der Schnupper-Unterricht an.

Dass die Schultüte im Kindergarten gebastelt werden würde, war von Anfang an klar, wir hatten daher auch überhaupt nicht daran gedacht, eine zu kaufen. Bei einem Gespräch unter Freunden, die in benachbarten Orten wohnen, wurde uns klar: So selbstverständlich ist das gar nicht. Es scheint so zu sein, dass es an anderer Stelle ebenso einen Hype um die Schultüte gibt, wie um den Schulranzen. Letzteren haben wir zwar nicht selbst gebastelt, aber ohne unser Kind ausgesucht, ein Vorsaisonmodell, dies ist wohl anderenorts ein „No-Go“.

Was die Schultüte angeht, da konnte man sich Vorlagenhefte im Kindergarten ansehen, das Kind sucht dann eine passende Vorlage aus. Nach dieser Vorlage wird dann die Schultüte individuell gebastelt, mit Hilfe eines Elternteils. Als ich die Vorlagenhefte das erste Mal sah, bekam ich einen kleinen Schrecken: Weiterlesen

He got the key

Ein Rolltainer mit Schloss

Der Einschulungstermin kommt immer näher, das Kinderzimmer ist von uns schon größtenteils schultauglich umgerüstet worden. Der neue Schreibtisch erfreut sich großer Beliebtheit, mit Ablagen war es aber noch etwas knapp. Wir hatten schon für Bastelkram alte Fahrradkörbe zweckentfremdet, aber das reichte noch nicht aus. Bei weitem nicht.

Unser Kind wünschte sich also ein eigenes Bücherregal, oder einen Rolltainer. Seit Wochen hatte er uns bearbeitet, bei den Kleinanzeigen war aber nichts passendes dabei und neu kaufen vermeiden wir, wenn irgendwie möglich. Meine Frau fuhr dann aber, natürlich an einem Samstag, mit dem Kind alleine zu einem in Deutschland beinahe unbekanntem schwedischem Möbelhaus und steuerte dort zielsicher die Reste-Ecke an. Der Plan sollte eigentlich sein, nichts zu finden und auf diese Weise das Kind vorerst zu vertrösten.

Zumindest hatte man mir den Ausflug so verkauft. 😉 Weiterlesen

Wider der Zahnfee

Der erste Milchzahn ist ausgefallen.

Es war endlich soweit, unser Kind hat seinen ersten Milchzahn verloren. Im Kindergarten ist das eine ganz große Sache, denn dann kommt die Zahnfee und bringt Geschenke.

Oder auch nicht.

Wir hatten recht deutlich klar gemacht, dass bei uns keine Zahnfee kommt. Gegen den gesamten Druck aus dem Kindergarten hatten wir aber praktisch keine Chance. Also machten wir einen Deal: Wir, in diesem Fall genau genommen Mama, „kauft“ den Zahn selbst ab. Die Zahnfee sollte damit eigentlich erledigt sein. War sie aber nicht. Weiterlesen

Miss Tabbytortie

Für unser Kind war die Trauerbewältigung eine klare Sache:

Die Katze ist tot, also bekommt er einen Hund. Ist doch logisch.

Für mich war die Sache aber nicht ganz so einfach, allerdings überredete man mich nach einigen Tagen im „zu leerem“ Haus, wieder eine Katze zu uns zu holen. Wir erklärtem unserem Kind, dass nicht wir die Katze aussuchen, sondern die Katze uns. Ein großartiger Tipp eines erfahrenen Katzenhalters aus unserem Freundeskreis, der bei Kimba sehr geholfen hatte. Wir fuhren also in das nächste Tierheim, was bei uns fast um die Ecke ist, um einer Katze ein neues Zuhause anzubieten.

Miss Tabbytortie

Wir waren schon wieder auf dem Weg nach draußen, denn keine Katze wollte uns haben. Kaum zu glauben, bei gut 50 Tieren vor Ort, aber wir hatten unser Kind ja nicht ohne Grund mitgenommen. 😉

Als wir mit enttäuschten Blicken Richtung Ausgang marschierten, bekamen wir noch den Hinweis, ausnahmsweise in einen abgetrennten Raum gehen zu dürfen, dort wäre noch ein verschüchterter Neuzugang. Weiterlesen