BUD SPENCER: Mein Leben, Meine Filme – Die Autobiografie

Bud Spencer: Die Autobiografie

Bud Spencer: Die Autobiografie

Meine Schwägerin gehört zu den Menschen in meinem Bekanntenkreis, die in der Lage sind, mit den ungewöhnlichsten Geschenken zu überraschen. Oft war ich so perplex, dass ich gar nicht wusste, was ich dazu sagen sollte.

„Kein Geschenk“ wäre mir persönlich hin und wieder lieber gewesen. Ich habe dann irgendwann angefangen, es einfach zu sagen, wenn das Geschenk  für mich völlig sinnfrei war. Anfangs kam ich mir dabei komisch vor, aber so haben wir beide was davon. Sie bekommt ein Gefühl dafür womit ich etwas anfangen kann und ich habe nicht schon wieder ein neues „Stehrumchen“.

Diesen Geburtstag überraschte mich mit einem Buch. An sich ist das keine schlechte Idee finde ich, zumindest besser, als ein neongrünes Wäschenetz. Das haben wir übrigens tatsächlich aufgehängt. 🙂 Es war die Biografie von Heinz Erhardt. Was soll ich dazu sagen?

  1. Wer ist das?
  2. Ach ja, den Namen habe ich doch schon mal gehört
  3. Der ist älter als meine Ur-Oma, die nebenbei spannender ist
  4. Von dem habe ich noch nie etwas wirklich gesehen
  5. Ich will es auch nicht
  6. Seine Biografie interessiert mich also nicht wirklich
  7. Wenn ich schon eine Biografie lesen soll, schenk mir doch die von Bud Spencer

Also sagte ich meiner Schwägerin alle sieben Punkte in genau dieser Reihenfolge und siehe da, sie nahm „Der große Heinz Erhardt“ wieder mit und besorgte mir die Autobiografie von Bud Spencer. Geht doch. 🙂

Bud Spencer ist einer meiner absoluten Jugend-Helden, insbesondere seine Klopp-Filme mit Terence Hill sind mir gut im Gedächtnis geblieben. Ich bin nie ein Hardcore-Fan gewesen, aber selbst heute noch kann ich mir seine Filme immer mal wieder ansehen. Mir seine Biografie zu wünschen war eigentlich nicht gut überlegt, ich hatte nur zufällig mitbekommen, dass es eine gibt. Nun wollte ich diese natürlich auch lesen.

Das Buch habe ich an zwei Tagen durch gehabt, das ist für mich eher flott. „Der dunkle Thron“ hat mich einen Monat gekostet. Es lag natürlich auch daran, dass die Biografie nicht besonders dick ist und sich sehr leicht lesen lässt.

Ich fand das Buch harmlos aber interessant. Bud Spencer erwähnt und lobt die ganze Zeit italiensiche Schauspieler und Regisseure, von denen ich noch nie etwas gehört habe, dies ist zwischendurch ein wenig ermüdend. Aber ansonsten empfand ich das Buch auf eine angenehme Art informativ. Ein wenig mehr Info zu den Dreharbeiten seiner Filme hätte ich mir allerdings hier und da schon gewünscht. Es sind jedoch einige nette Anekdoten vorhanden, die auch nicht auf seiner Wikipedia-Seite stehen.

Es gibt auch einige Fotos aus seinen Filmen und aus seiner Jugend als Schwimmer. Darauf hätte ich ihn im Leben nicht erkannt, damals sah er eher aus, wie der junge Arnold Schwarzenegger aber eben nicht wie der spätere Bud Spencer, der 150 Kg wog und 1,95 m groß war. Da komme ich selbst auch nicht ran, 115 Kg und 1,85 m sind immer noch eine ganze Ecke mickriger. Etwas gemeinsam haben wir auch: Früher haben wir beide als Leistungssportler hart trainiert und viel gegessen, heute Essen wir nur noch viel. 😉

Nach dem Buch hatte ich direkt das Verlangen mal wieder einen Film von ihm zu sehen und ging mit meinem Sohn zum Fachhandel um die Ecke. Eine große Auswahl gab es nicht, daher kaufte ich die restaurierte Fassung von “ Die Rechte und die linke Hand des Teufels.“ Leider noch auf DVD und nicht auf Blu-Ray, egal, der Film ist heute Abend fällig. 🙂

 

Ein Gedanke zu „BUD SPENCER: Mein Leben, Meine Filme – Die Autobiografie

  1. Lieber Guido,

    an dieser Stelle sei einmal erwähnt, dass es auch nicht sehr einfach ist ein passendes Geschenk zu finden. Immerhin hat die wirklich liebe und übrigens ausdauernde Schwägerin noch nicht aufgegeben und dass ist schon mal ein riesiges Lob und Kompliment wert. Denn soooo einfach ist Dein Humor nun wirklich nicht zu nehmen.

    Also, sei nett zu der Schwägerin! Das meine ich ernst!

    Liebe Grüße
    Deine Frau 🙂

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