Bruises happen

"unser" Spielplatz

„unser“ Spielplatz

Heute Abend auf dem Spielplatz war erstaunlich wenig los, es könnte an den 32 c° gelegen haben. Die meisten Kinder (und Eltern) die auf unseren Haus- und Hof-Kinderspielplatz erscheinen, kenne ich ganz gut, aber es kommen natürlich immer mal wieder neue Gesichter nach.

Eine Mutter hatte ich bereits öfters gesehen, ihr älterer Sohn erinnerte mich mächtig an Piet. Er ist immer unterwegs, erkundungsfreudig und willensstark. Diese Tatsache hat natürlich Nebenwirkungen, die ich zur Genüge kenne, für diese Mutter aber offenbar noch neu waren. Ihr gut 12 Monate alter Sohn saß friedlich auf einer Parkbank, schaute zu seinen Füßen und verlor das Gleichgewicht, alle drei Eltern (inkl. mir), die in unmittelbarar Nähe saßen, konnten den Fall nicht mehr verhindern.

Das Kind fing sich zwar ab, aber die Wucht war noch zu groß, das Ergebnis war eine Beule am Kopf. Die erste Beule dieser Art ist schlimm, sehr schlimm, ein wenig auch für das Kind. 🙂

Der Junge beruhigte sich schneller als die Mutter, die bereits gedanklich auf dem Weg in das nächste Krankenhaus war. Ich holte flott ein Coolpack, das aber, wie immer eigentlich, überflüssig war, denn die Kinder schreien dann nur noch umso mehr.

Faustregel und Verhaltensweisen beim Fall auf den Kopf:

  1. Ruhe bewahren
  2. Schreit das Kind wie am Spieß, erstmal abwarten
  3. Schreit das Kind nicht und ist womöglich apatisch oder kurz ohnmächtig, Notarzt rufen oder sofort in Krankenhaus
  4. Beruhigt sich das Kind nach wenigen Minuten ist vermutlich alles O.K., die Beule kann aber ordentliche Ausmaße annehmen
  5. Wenn die Beule platzt, keine Panik, eine Platzwunde sieht schlimmer aus, als es ist und blutet meist nicht viel nach, wer will kann dann immer noch zum Arzt fahren und kleben lassen
  6. Wenn sich das Kind später (1 – 2 Stunden) übergibt, besser in ein Krankenhaus fahren
  7. Kopfschmerzen sind normal, eine Beule tut eben weh, ein wenig Schmerzsaft hilft beim Schlafen, ein Zäpfchen geht natürlich auch

Kinder sind zum Fallen da, die können das meist gut ab. Verhindern kann man es eh nicht und wer es immer versucht, schadet dem Kind vermutlich mehr, als das es nützt. Die Aufregung im ersten Moment kann ich gut nachvollziehen, die Fahrt in die Notaufnahme haben wir uns jedoch schnell abgewöhnt. Den Satz: „Da muss der durch“ haben wir einfach zu oft gehört.

Wer es genauer wissen will: Auf den Kopf gefallen – wann Kinder schnell zum Arzt müssen

Lesetipp: Freilaufende Kinder – ist das überhaupt pädagogisch?

„Slow parenting nennt sie das, zurück zur guten alten Zeit, als Kinder noch alleine spielen durften, keine Lernspiele, sondern einfach draußen sein, springen, trödeln, träumen, toben, klettern. Als Kinder auch mal stürzen durften und mit Schrammen heim kamen oder die Zähne zusammenbissen, damit Mama und Papa nichts merkten.“

 

Ach so, bitte auf „Globuli-helfen-da-auch“-Kommentare verzichten, vielen Dank. 😉

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