Auf in den Alltag

Eine harte Woche

Eine harte Woche

Wir sind alle wieder fit. Eine Woche ohne Kinder für unseren Sohn war auch nicht leicht. Ab Montag beginnt wieder der normale Ablauf, vermutlich noch mit einigen Startschwierigkeiten, denn an unserem letzten Wohnort war die Woche gut durchgeplant, da fangen wir nun in Mönchengladbach noch einmal von vorne an.

  • Wo sind die besten Spielplätze, wo findet man vormittags Kinder im passendem Alter, die noch nicht in den Kindergarten gehen?
  • Wo fahre ich mit unserem Sohn am besten zum Einkaufen hin? Aktuell habe ich ja kein Auto mehr zur Verfügung.
  • Wie sind die besten und sichersten Wege, um mit dem Rad samt Chariot durch die Stadt zu kommen?
  • Gibt es vielleicht Spielgruppen, die ich mit dem Racker besuchen kann, um eine Unterspielung erfolgreich zu verhindern?

Hinzu kommt, dass ich meine Tätigkeit als Tagesvater vorerst an den Nagel hängen werde. Das Jugendamt in Mönchengladbach möchte gerne alle Unterlagen neu haben, was recht viele Behördengänge bedeutet, für die ich im Moment weder Lust noch Zeit habe. Ich war naiv und dachte, dass sich die Ämter untereinander verständigen würden.

Da ich laufende Kosten für meine Pflegeerlaubnis habe, werde ich diese mit dem Ablauf der Mitgliedschaft zur Berufsgenossenschaft abgeben. Für den Fall, dass ich spontan ein Kind betreuen möchte, kann ich immer noch eines aus Korschenbroich aufnehmen, das ist ja nur 100 Meter weit weg, gehört aber verwaltungstechnisch zu Neuss. Hier wäre meine Pflegeerlaubis noch gültig, nur den Hausbesuch bräuchte ich neu.
Ob das für mich in Frage kommt, überlege ich mir, wenn wir uns ein wenig eingelebt haben. Ich werde dann mal mit dem Jugendamt in Neuss telefonieren und meine Möglichkeiten durchgehen. Da ich einen neuen Ausweis brauchte, werde ich beim Abholen im Bürgeramt Neuwerk zumindest die Führungszeugnisse mit beantragen, nur für alle Fälle. Ähnlich werde ich es beim nächsten Arztbesuch mit der Bescheinigung handhaben. Auf diese Weise komme ich zu allen Unterlagen, ohne extra überall hin zu müssen. Schließlich habe ich meinen Sohn ja noch zu Hause und ich nehme ihn ungerne zu solch langweiligen Unternehmungen mit.

Umgemeldet sind wir inzwischen, also bin ich nun echter Mönchengladbacher, allerdings noch ohne Perso, der kommt erst in zwei Wochen. Mein Auto steht bei einer freien Werkstatt auf dem Hof, wo hoffentlich eine preiswertere Lösung gefunden wird, damit mein Hausfrauenflitzer wieder TÜV bekommt.

Im Haus haben wir uns ganz gut eingelebt und lernen nun die Vor- und Nachteile eines Eigenheims kennen. Einige handfeste Vorteile sind bereits klar:

  • Ich kann duschen, ohne mit den Ellenbogen anzustoßen
  • Wir können nun heiß duschen, ohne Wechselbad
  • Wir können darüber bestimmen, ob die Heizung laufen soll, oder eben nicht
  • Unser Kind kann jederzeit nach draußen in den Garten, was es auch macht
  • Wir genießen schnelles Internet, richtig schnelles
  • Ich habe endlich wieder eine Surround-Anlage, auch wenn die noch nicht verwendet werden kann
  • Wir haben eine Küche mit ausreichend Stauraum

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