Auch in der Schule weihnachtet es sehr…

Drei Lichter brennen bereits, die Tage vor den Weihnachtsferien werden schon gezählt. In der letzten Zeit hatten wir teilweise wirklich mieses Wetter, wie auch heute, knapp über Null Grad und Schneeregen. Selbst mir macht dann Radfahren nicht mehr wirklich Spaß. Zur Schule mit dem Auto wollte unser Kind aber dennoch nicht, denn: „Papa, was stellst du dich so an, es nieselt* doch bloß“. Es „nieselte“ an diesem Morgen gute 6,9 Liter auf den Quadratmeter, der Sohn wächst halt im Rheinland auf, da kennt man es nicht anders.

Als es bei uns den einen Tag heftig schneite, hörte ich den Teil meiner Familie, der in der Eifel wohnt, bis zu uns an den Niederrhein laut lachen.

Aber wir haben die kurze Schneezeit genutzt, um einen lebensgroßen  Schneemann zu bauen und haben ihn in den Vorgarten gesetzt. Jeder, der vorbeikam, hatte ein Lächeln  auf dem Gesicht. So muss das sein.

Schnee am Niederrhein, ein eher seltener Anblick.

In der Schule wurden bereits Plätzen gebacken, eine Weihnachtsfeier gab es auch, obendrein noch einen Theaterbesuch mit der ganzen Schule. Der Sohn bekommt recht regelmäßig Anfragen zum Spielen von Mädchen aus höheren Klassen, keine Ahnung, wie er das anstellt, aber hier daheim ist es dann meist überraschend harmonisch.

Gerade hatten wir wieder sehr entspannten Übernachtungsbesuch.

Den Weihnachtsbaum mit dem Rad nach Hause bringen? 2,70 Meter waren kein Thema.

Aktuell verbringe ich gut fünf Stunden in der Woche in der Schule bzw. bei Erledigungen für die Schule. Den Martinszug muss ich erst im nächsten Jahr organisieren, dafür habe ich jetzt zum erstem Mal einen Versuch als „Lesevater“ gemacht, das sind aber nur recht kurze Zeitspannen. Witzig ist, dass andere Eltern sich stets wundern, wie gut ich informiert bin, aber einen Vorteil muss es ja haben, am Puls der Schule zu sitzen. 😉

Es ist aber teilweise auch wirklich schön, die Kinder in Aktion zu erleben. Beim „Ernährungsführerschein“ habe ich auch bereits mit geholfen, das war zwar auch anstrengend, aber ebenso unterhaltsam. Ich finde es durchaus wichtig, Kindern frühzeitig einiges an Grundwissen aus der Küche mitzugeben. Damit meine ich nicht unbedingt „gesunde“ Ernährung zu verstehen, sondern vielmehr grundlegendes, wie zum Beispiel:

  • Welche Seite eines Messer kommt beim Schneiden nach oben?
  • Wie schäle oder pelle ich eine Kartoffel (eine Karotte, einen Kohlrabi) ?
  • Was ist Gemüse, was ist Obst?

An meinem Tisch hatte ich sechs Kinder, vier Mädchen, zwei Jungen, drei hatten das Gemüse-Messer falsch herum gegriffen. Das waren Kinder aus der vierten Klasse. Ich denke, das muss so nicht passieren. Einige Kinder kannten sich erfreulich gut aus und konnten sogar Kräuter korrekt benennen. Also, auch wenn es anstrengend sein kann: Lasst eure Kinder Kartoffeln schälen! Das geht übrigens nur mit scharfen Messern, einige Eltern hatten ihren Kindern derart stumpfes Werkzeug mitgegeben, damit hätte ich nicht mal ne Schnecke tranchieren können.

Daheim geht unser Kind (6) mittlerweile alleine an den Kühlschrank und schält sich eine Karotte, oder er macht sich selbstständig ein Brot. Als Letztens ein Besuchskind sich mit dem Sohn ein Schoki-Brot selber schmierte, kam meine Frau zufällig in die Küche. Auf dem Brot fanden sich dann ca. 50% des Inhalts vom Glas, auf Rückfrage hörte ich, dass dort zu Hause nur am Sonntag Schoki auf ein Brot darf. Sachlage geklärt. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie Regulierungen der Eltern von den  Kindern fachgerecht ausgehebelt werden.

Vorgestern habe ich dann unseren Weihnachtsbaum gekauft, mit dem Rad. Da meine Frau sich beschwert hatte, der Baum vom letzten Jahr (1,75 cm) wäre viel zu mickrig gewesen, kaufte ich in diesem Jahren gut einen Meter mehr. Die Verkäuferin war völlig aus dem Häuschen, als ich den Zweimetersiebzigbaum in den Chariot-Fahrrad-Anhänger stellte und davon radelte.

Mit dem Auto wäre es mir viel zu kompliziert gewesen. 🙂

 

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