Am Rosenmontag im Krankenwagen

Wenn am Rosenmontag Menschen im Krankenwagen fahren, dann meistens, weil diese ein wenig zu tief ins Glas gesehen haben. Für unseren Sohn hatte ich das erst mit frühestens 15 Jahren erwartet, aber fangen wir mal vorne an.

Die Karnevalsparty im Kindergarten war bereits am Donnerstag und Freitag, Rosenmontag und Veilchendienst sollte er geschlossen bleiben. Während bei den Jungen eine größere Diversität vorhanden war, was überwiegend Feuerwehrleute, Polizei und Star-Wars-Figuren bedeutete, waren die Mädchen beinahe ausschließlich als Königin Elsa aufmarschiert.
Unser Kind fiel etwas aus dem Rahmen, er ging als „Elsa-Prinzessinen-Katze“. Ein Kostüm nach eigener Definition.

Am Sonntag fuhren wir dann nach Anrath zum Zug, da wir uns mit Montag und der Wettervorhersage etwas unsicher waren. Der Zug in Anrath war nett und erstaunlich gut besucht, unser Kind hatte sich an diesem Tag für das Kostüm „goldenes Einhorn“ entschieden, ebenfalls nach eigener Bastelarbeit, was es Außenstehenden etwas schwierig machte, das Kostüm auf Anhieb korrekt zu deuten.

Fette Beute an Karneval

Fette Beute an Karneval

Unser Kind machte reichlich Beute, auch ohne meine Hilfe. Für Montag war dann angedacht, dass er drei Stunden bei meiner Schwiegermutter verbringt, ich wollte in dieser Zeit zum Sport und die Oma freute sich, den kleinen Wirbelwind auch mal wieder um sich zu haben.

Als ich ihn nach dem Sport abholen wollte, fand ich nur einen Zettel, mit dem Hinweis, dass ich nach Hause fahren soll. Da war ich etwas irritiert, aber ich war ja zwischendurch nicht erreichbar gewesen, also fuhr ich nach Hause, wo dann aber keiner war.

O.K., JETZT machte ich mir Sorgen.

Allerdings nicht allzu lange, denn meine Frau und unser Kind trudelten kurz darauf unversehrt zu Hause ein.

Oma war mit ihrem Enkel Bus gefahren uns hatte sich verletzt, als der Bus anfuhr. Der Klassiker eben, es wurde ein Krankentransport gerufen, um die beiden in die Klinik zur Untersuchung zu fahren. Unser Kind durfte vorne im Wagen mitfahren und im Krankenhaus kümmerte er sich liebevoll um Oma, was vor Ort für einige (positive) Irritationen sorgte. Aber unser Kind kennt sich ja seit Holland in Krankenhäusern aus.

Diesen Rosenmontag wird er wohl nicht so schnell vergessen, Oma geht es übrigens wieder gut.

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