69,5 Kilometer für eine Pommes

Meine Frau hatte sich einen Tag Urlaub genommen, um ein wenig die letzten Wochenenden nachzuholen. Wir beschlossen spontan mal wieder ins Centro in Oberhausen zu fahren, dies haben wir seit Jahren nicht mehr gemacht. Wir konnten uns beide nicht mehr erinnern, wie lange der letzte Besuch her war.

Gesagt, getan. Schnell den kleinen Mann eingepackt und los ging es.

Wir hatten keine konkreten Einkaufspläne, sondern wollten nur ein wenig Schaufenster-Shoppen. Auch wollte ich mir noch einmal den „LEGO-Laden“ ansehen und einen aktuellen Katalog ergattern. Piet motzte im Auto mal wieder ganz gut rum, eigentlich ohne konkreten Grund. Naja, wir haben zumindest keinen herausgefunden.  Auch diesmal fuhren wir das „Parkhaus 3“ an, dort hatten wir früher schon immer geparkt, wenn wir in das Kino gingen. Der letzte Film, den wir dort gesehen haben war „James Bond – Die Welt ist nicht genug“. Das ist jetzt schon eine Weile her. 🙂

Wir begannen im Kaufhof und  schlenderten durch die Spielzeug-Abteilung, ohne jedoch etwas besonderes zu finden. Immerhin fand ich eine ganze Ansammlung von Teilen für den Kaufladen, wir hatten kürzlich einen bei den ebay Kleinanzeigen ergattert. Bis wir den bestücken müssen, dauert es zwar noch etwas, aber es schadet sicher nicht, schon jetzt zu wissen, wo wir die Ausstattung her bekommen können. Danach gingen wir zum Lego-Laden, im Schaufenster stand der neue „Super-Sternenzerstörer“ aus der Star-Wars Serie.

„Das Lego-Modell der Executor hat eine Länge von 1,3 Metern und wiegt insgesamt 4 kg. Es besteht aus 3.152 Legosteinen und ist damit das größte Star-Wars-Modell, das bisher von Lego verkauft worden ist. “ gamona.de

Schönes Gerät. Bei den Bewertungen im Internet stand, dass es doof ist, dass dieses Flagschiff des Imperiums nicht im richtigen Maßstab zum „7965 – Millennium Falcon“ zu haben ist. O.K., ich finde das stimmt, aber wo bitte stelle ich das 200 Meter lange Modell im korrekten Maßstab hin? Selbst die erheblich verkleinerte Ausführung passt kaum in irgendein Kinderzimmer. 😉

Die Kataloge waren übrigens aus. Das fand ich für einen Vorzeigeladen von Lego schon irgendwie peinlich. Den Katalog habe ich nun im Internet bestellt. So langsam frage ich mich wirklich, wofür man noch den klassischen Einzelhandel braucht. Einige der großen Modelle live zu sehen, war den Besuch aber trotzdem wert. Nachdem wir das restliche Centro durchwandert hatten, kehrten wir in der Eingangshalle ein und gönnten uns vor dem Heimweg eine holländische Pommes.

Ohne Kataloge und ohne auch nur ein Teil gekauft zu haben, fuhren wir wieder die 69,5 Kilometer nach Hause. Ganz schön bescheuert, die Pommes hätten wir auch um die Ecke haben können.

Es war aber ein netter Ausflug und Piet hatte viel zu gucken.

 

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