Es ist wieder „Kanöwal“

Unser Kind liebt Karneval und freut sich wochenlang darauf: Kostüme probieren, Schmink-Ideen finden, Haarfarben austesten.

Kanöwal am Rhein.

Hin und und wieder wünschte ich, ich könnte diese Begeisterung teilen.

Kann ich aber nicht. An Karneval würde ich selbst am liebsten nicht vor die Türe gehen, ich konnte es als Kind schon nicht leiden, geschminkt zu werden und mich zwangsweise zu kostümieren. Wenn überhaupt, dann aber nur, wenn es dazu Waffen gab. Das war leider mit meiner Mutter nicht zu machen, also war für mich schon als Kindergartenkind ganz klar: Karneval ist blöd.

Unser Sohn kommt aber überhaupt nicht auf die Idee, sich ein Kostüm auszusuchen, für das er dann auch Waffen bekommt.  Sein größter Wunsch in diesem Jahr: Weiterlesen

Das vierte Kinder-Fahrrad

Bulls Kinderrad 24″

In den letzten Wochen wurde klar, unser Kind benötigt ein größeres Fahrrad.

Dabei hatte er doch gerade ein größeres bekommen, oder ist das doch schon wieder länger her?

Wir hatten das letzte Mal sehr günstig ein Kinderrad (20 Zoll) von Pegasus gebraucht erwerben können, 50 Euro waren das nur und der Zustand war erstaunlich gut. Das zweite Fahrrad von Puky mit 18 Zoll hatten wir neu gekauft, da es schon nach einem Jahr zu klein war, haben wir uns gesagt, dies machen wir sicher nicht noch einmal, wenn es sich vermeiden lässt. Sein erstes richtiges Fahrrad hatte noch 12 Zoll Reifen, darauf lernte er Radfahren, als er drei Jahre alt war. Jetzt sollte es ein 24 Zoll-Rad werden.

In Holland waren wir immer wieder überrascht, was für toll ausgestattete Kinderräder dort zu sehen waren, nicht nur auf dem Campingplatz, sondern auch in den kleinen Fahrradläden. Solche Räder sahen wir in Deutschland praktisch nie. Ich kann mich gut erinnern, wie ich mit einem Freund staunend vor einem Schaufenster stand, zu sehen gab es ein Kinder-Rennrad, 24 Zoll Räder, 21 Gänge Shimano-Schaltung, Scheibenbremsen, hydraulisch und auch sonst gute Komponenten. Gut, 600 Euro sollte das kosten, aber so was hatten wir als Kinderrad noch nie gesehen und den Preis empfanden wir als durch aus angemessen.

Hier in Mönchengladbach schließen gerade zwei große Fahrradläden, auch meine Lieblingswerkstatt. Das nahmen wir zum Anlass uns die hiesigen Kinderräder anzusehen. Was folgte, war Ernüchterung. Weiterlesen

Ein Blick ins Haushaltsbuch, 2017

Für unseren Haushalt habe ich jedes Jahr so was wie gute Vorsätze, es geht dabei stets um Umweltfreundlichkeit, Bio-Lebensmittel, Minimalismus und Nachhaltigkeit. Mein Haushaltsbuch ist dabei ein wichtiger Kontrollfaktor:

  • Habe ich den Bio-Lebensmittel-Anteil erhöhen können?
  • Bin ich mit mit weniger Kosmetik oder Putzmitteln ausgekommen?
  • Habe ich sparsamer gehaushaltet, obwohl oder weil ich mich um die oberen Punkte bemühe?
  • Wie viel Geld haben wir eigentlich für „Non-Food“ ausgegeben?
  • Was kostet unsere Katze wirklich?
  • Wie viel Fleisch essen wir eigentlich?

BIO und glutenfrei, für mich die ideale Kombination.

Generell folge ich dabei diesen Grundsätzen:

  • Insgesamt weniger konsumieren, also weniger kaufen, dafür aber wenn möglich hochwertiger
  • Mehr „BIO“ kaufen, den Bio-Lebensmittelanteil möchte ich kontinuierlich steigern
  • Weniger Fleisch konsumieren
  • Weniger Müll erzeugen, einfacher gesagt, als getan, denn oft bedeutet „Bio“ mehr Verpackung, leider
  • Nachhaltiger Einkaufen, stets getreu dem Motto: „Brauche ich das wirklich?“
  • Weniger Dinge besitzen (Minimalismus), muss ich etwas verbrauchtes oder kaputtes wirklich ersetzen?

Das Haushaltsbuch wartet am Jahresende eigentlich immer mit der einen oder anderen Überraschung auf, dann riskiere ich mal einen Blick: Weiterlesen

Intermittent Fasting 16/8, Dauerbrenner im Blog

Es gibt Dinge, die überraschen mich auch noch nach über 9 Jahren Blog-Erfahrung. Da habe ich vor einiger Zeit einen recht kleinen und beinahe nicht erwähnenswerten Artikel über das unterbrochene Fasten geschrieben und meine Erfahrungen darin mitgeteilt und plötzlich ist es einer der meist gelesenen Artikel im Blog. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht, denn eigentlich steht in dem Artikel nicht viel drin.

Ich hatte auch gar nicht vor irgendwie Konzepte tiefgründig zu erläutern, denn es gibt Reihenweise Seiten im Netz, die das viel besser können und vor allem schon getan hatten. Zu Beginn eines neuen Jahres sprengen die kleinen Artikel zum „Intermittent Fasting“ regelmäßig meine bescheidenen Statistiken. Die Artikel schrieb ich zu einer Zeit, als ich noch sehr ernsthaft versuchte bei der GNBF zu starten, als Natural-Bodybuilder im Mittel-Schwergewicht bzw. der Masters-Klasse. Es dürften sich daher nur wenige Leser auf meinem Blog verirren, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen.

Eine Bodybuilding-Diät ist nicht gesund, sondern extrem.

Das bedeutet nun nicht, dass Fasten im 16/8, 20/4 oder 5+2 System nicht jedem etwas bringen kann, aber meine Erfahrungsberichte bezogen sich auf das letzte Viertel einer Wettkampfdiät und sind daher schon recht speziell. Weiterlesen

Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht zum Silverster-Programm in Diez 2017/2018

Grafenschloss in Diez

So langsam könnten wir T-Shirts drucken lassen, einige andere Familien haben das tatsächlich schon gemacht. Sechs Jahre fahren wir nun schon mit einigen anderen Familien über Silvester in eine Jugendherberge, wir haben nun einiges an Erfahrungen gesammelt, witzig ist, dass auch andere Wiederholungstäter sind und man sich früher oder später erneut über den Weg läuft. Erfahrungsaustausch steht bei solchen Begegnungen stets hoch im Kurs, Tipps für das nächste Reiseziel werden gerne angenommen ebenso Warnungen, wohin man besser nicht fahren sollte.

Auch wenn ich vorab etwas spoiler:

Die Jugendherberge in Diez kann man durchaus empfehlen.

Grafenschloss in Diez, Jugendherberge

Wer sich etwas umfassender über unsere Erfahrungen mit den Silvester-Programmen in den Jugendherbergen informieren möchte, kann gerne in meinen alten Berichten nachlesen, ich muss an dieser Stelle allerdings darauf hinweisen, dass sich Leitung, Küche und Programm durchaus ändern können. Soweit ich weiß hat zum Beispiel die Leitung in Prüm gewechselt. Eine solche Änderung Betraf auch uns in Diez, denn als wir das Silvesterprogramm gebucht haben, las sich das noch erheblich umfangreicher.

Über Silvester in eine Jugendherberge zu fahren, hat für Familien einige gute Vorteile. Einige Familien treffen sich auf diese Weise an einem zentralem Ort, wenn die Wohnorte weiter voneinander entfernt liegen. Wir treffen uns mit befreundeten Familien, die wir teilweise sonst nicht so regelmäßig zu Gesicht bekommen. Die Kinder können sich mittlerweile auf dem Gelände frei bewegen, so dass wir Eltern auch mal Zeit zum Reden haben, oder eben an Silvester etwas Party-machen möglich ist. An nicht angeleinten Kindern stört sich logischerweise niemand, ebenso wenig bereitet es Probleme, wenn es im Speisesaal mal drunter und drüber geht, denn alle sitzen irgendwie im gleichen Boot. Weiterlesen

Weihnachtsgeschenke, die eine Warnung tragen sollten

Weihnachten ist vorbei, das Kind wurde reichlich beschenkt. Das besonders Gewünschte war allerdings (absichtlich) nicht dabei, was für ein wenig Missstimmung und Geheul sorgte.

Der Sohn hatte sich passend zu der Serie „Paw-Patrol“ die große Station gewünscht, UVP ca. 150 Euro und aus unserer Sicht ein Haufen großer Mist aus billigstem Plastik für Kinder ab drei Jahren. Wir waren einfach nicht bereit dafür so viel Geld auszugeben, auch vor dem Hintergrund, dass er eigentlich schon fast zu alt dafür ist.

Ja, wir sind gemeine Eltern.

Der Sohn ist immer noch begeistert von Bayala.

Er bekam glücklicherweise auch noch die top Geschenke auf der Wunschliste mit den Startplätzen 2 und 3, Rollschuhe und ein ferngesteuertes Auto. Andere Geschenke erfreuten sich nachher natürlich größerer Beliebtheit. Laut eigener Aussage war ein Bastelset das beste Geschenk zu Weihnachten, so etwas wie Bügelperlen zum Schmelzen im Backofen.

Auch die Bayala-Sets standen hoch im Kurs, ebenso ein Kuscheltier.

Ja, tatsächlich, ein Kuscheltier. Er hat ja erst 1337 Stück. Weiterlesen

Auch in der Schule weihnachtet es sehr…

Drei Lichter brennen bereits, die Tage vor den Weihnachtsferien werden schon gezählt. In der letzten Zeit hatten wir teilweise wirklich mieses Wetter, wie auch heute, knapp über Null Grad und Schneeregen. Selbst mir macht dann Radfahren nicht mehr wirklich Spaß. Zur Schule mit dem Auto wollte unser Kind aber dennoch nicht, denn: „Papa, was stellst du dich so an, es nieselt* doch bloß“. Es „nieselte“ an diesem Morgen gute 6,9 Liter auf den Quadratmeter, der Sohn wächst halt im Rheinland auf, da kennt man es nicht anders.

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Eine gute Nachricht im Gedichte

Beim viertem Mal ist’s Tradition,
so sagt zumindest es der Sohn.
Wieder ist es Nikolaus, kaum zu glauben aber wahr,
wie schnell vergangen ist das Jahr.

Der Sohn mit Freude in die Schule geht;
meist gut gelaunt vom Bett aufsteht.
Das nun konnte wirklich niemals sein,
wenn damals hob vom Bette ich mein Bein.

Tapfer fährt er zur Schule mit dem Rad,
aus Überzeugung ob der guten Tat;
selbst dann ohne Murren,
wenn die Reifen laut im Regen surren. Weiterlesen

Ü – wie Überholverbot

Ich bin ehrlich, als Schüler habe ich Hausaufgaben nur dann gemacht, wenn ich es nicht vermeiden konnte. Als „Eltern“ sieht man das natürlich plötzlich anders.

Wir hatten bereits einige Gruselgeschichten aus dem Bekanntenkreis gehört, wo die Kinder etwas älter sind. „American Horror Story“ hat das Thema noch nicht aufgegriffen, ich bin mir aber sicher, dass das mit Staffel 8 spätestens vorkommt.

Man hat ja keine Vorstellungen davon, wie nervenaufreibend das sein kann, bis man selbst daneben sitzt und sich solche Sätze sagen hört, wie: „Nein, Hose wird aber nicht mit „ä“ am Ende geschrieben.“

Die Hausaufgaben in der ersten Klasse sollen in etwa 20 Minuten dauern. Das haut irgendwie nie hin, allein die Diskussion um seine „Hosä“ hat in etwa diese Zeit in Anspruch genommen.

Auch schön sind „Lückenwörter“ wo Buchstaben ergänzt werden sollen. Ein Beispiel: S_l_mi.

Unser Sohn löste das Problem, indem er einfach „Wurst“ hin schrieb. Begründung: „Wurst wird nicht mit „S“ am Anfang geschrieben.“

Die Argumentation als Elternteil fällt da manchmal schwer.

Bevor man aber überhaupt über den Inhalt der Hausaufgaben diskutieren kann, muss man zuerst herausfinden, was eigentlich aufgegeben wurde. Für die Lösung dieser Aufgabe ist teilweise harte Ermittlungsarbeit, knallharte Verhöre oder detektivischer Spürsinn gefordert. Ein Studium der Ägyptologie kann auch hilfreich sein, vermute ich.

Man nimmt sich vor gelassen zu bleiben, es geht ja nur um das erste Schuljahr, 25% der Kinder in seiner Klasse können kein deutsch, was macht es da, wenn er Fehler in den Hausaufgaben hat? Und dann wird man vom Kind angeschrien, denn die Lehrerin hat das alles völlig anders erklärt. Die Kinder sollen schreiben wie sie es hören, um keine Frustrationen aufkommen zu lassen. Da habe ich wohl was falsch verstanden. Was ist bitte mit meinen Frustrationen? So deutlich kann kein Mensch reden.

„Kin-deR-ga-R-TEn“ – „Nein, Papa, es heißt „Kindagatän“, vielleicht sollte er noch russisch lernen, scheint mir eine sinnvolle Ergänzung zu sein.

Aber dann schreibt er in der Schule einen ersten Test und kann den Anfangsbuchstaben zu einem Wort nicht benennen und kommt total frustriert nach Hause. Der Test zeigte je ein Bild und die Kinder sollten den Anfangsbuchstaben dessen, was das Bild zeigt darunter schreiben. Weiterlesen

Herbstferien

Die Herbstferien sind vorbei, die ersten „Ferien“ für unser Kind, seit es in der Schule ist. Er hat sich nach den Ferien tatsächlich auf die Schule gefreut, ich kann mich nicht erinnern, dass mir das jemals passiert ist, aber gut.

Am ersten Schultag sollten die Kinder in Kunst malen, was sie in den Ferien erlebt haben, der Klassiker.

Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, dem Kind ein wenig Abwechslung zu verschaffen, der Kalender war zwar nicht ganz voll, dafür waren aber einige sehr außergewöhnliche Unternehmungen dabei, zumindest für uns.

Durch einen glücklichen Zufall kamen wir kostenlos an drei VIP-Tickets für das letzte VLN-Rennen am Nürburgring. Dort war ich selber noch nie, aus gutem Grund, denn Autorennen sind nun wirklich nicht mein Ding, aber als Erlebnis insbesondere für den Sohn doch sicherlich nicht ganz verkehrt und einen Ausflug Wert.  Am 21. Oktober waren wir daher den Tag über am Nürburgring, schauten auch hinter die Kulissen und beobachteten den Start und das Rennen aus einer VIP-Lounge heraus. Für den Sohn das Highlight: Mini-Croissants.

Nürburgring, VLN, Vip-Lounge

Soviel dazu, er ist ja auch kein Fan von „Cars“. Weiterlesen