Winterreifen für das Fahrrad

Hätte ich mal in den letzten Artikeln nicht so betont, dass ich mit den „Schwalbe Marathon Supreme“ noch nie einen Platten hatte. Letzten Donnerstag Morgen war es dann soweit, nach ca. 5000 Kilometern.

Ausgerechnet natürlich am Hinterrad, das mache ich lieber nicht selber.

Spikereifen als Einterreifen für den Alltagsradler.

Da ich nun ohnehin zum Händler musste, dachte ich erneut über Winterreifen für das Fahrrad nach. Im Grunde gibt es für den Alltagsradler zwei grundsätzliche Varianten, die eine ist auf Schnee und nasser Fahrbahn besser (ohne Spikes), der andere bei Eis und überfrorenem Schnee überlegen (mit Spikes). Beide Reifen-Typen werden bei Bedarf (bei Schnee und Eis) mit Minimaldruck gefahren und in der Übergangszeit (nur kalt und nass) mit Maximaldruck, um den Reifen zu schonen, wobei Winterreifen am Fahrrad generell mit weniger Luftdruck gefahren werden. Meine Sommerreifen sind empfohlen mit 4,5 bis 6,0 Bar, die Winterreifen zwischen 2,5 und 5,0 Bar.

In den letzten Tagen war es vermehrt spiegelglatt auf den Straßen, da ich am Niederrhein wohne, ist Schnee dafür eher selten. Meine Wahl fiel auf den „Schwalbe Marathon Winter„, ein Freund von mir fährt dagegen den „Continental Top Contact Winter II„. Da der Continental ohne Spikes daherkommt, fährt den Reifen locker in den Sommer rein, die Spike-Reifen wird man vermutlich so schnell wie möglich wieder tauschen wollen.

Die Reifen kosten in den guten Varianten in etwa gleich viel, bei mir wurden gut 100 Euro für den Satz mit Montage fällig, für das Wechseln alleine werden 26,00 Euro berechnet.

Da der Zeitaufwand bei meinem „Bulls Cross Disc Green Mover“ erstaunlich hoch ist, lasse ich zumindest bei der Hinterachse immer den Profi ran und halte den Preis für angemessen. Zeitlich ist es erheblich mehr Aufwand, als bei einem KFZ alle Reifen zu tauschen. Wer ein „einfacheres“ Rad fährt, kann sich die Werkstatt natürlich sparen, ich nutze die Gelegenheit meistens direkt für eine Inspektion.

Spikereifen als Winterreifen für den Alltagsradler.

Wo ich gerade über Fahrradreifen schreibe, die neuen Mäntel am „Thule Chariot Cougar“ haben sich absolut bewährt, das Bremsverhalten hat sich, insbesondere auf nasser Fahrbahn, dramatisch verbessert und auch der Rollwiderstand ist ganz eindeutig gesunken. Das ist auf jeden Fall den Aufwand wert.

Schwalbe Tracer auf dem Chariot Cougar

Ich habe die Winterreifen am Fahrrad jetzt einige Tage eingefahren. Zuerst habe ich einen Schrecken bekommen, das Fahrverhalten ist schon krass anders als zuvor. Kurven sollten mit bedacht genommen werden. Was den Geräuschpegel angeht, sagen wir mal, man ist akustisch präsent. Für mich hört es sich so an, als würde ich auf Schotter fahren, für Passanten muss das Geräusch aber sehr ungewohnt sein, es drehte sich nun wirklich jeder Fußgänger frühzeitig zu mir um und sprang vom Radweg auf den Bürgersteig. Toller Effekt. 😉

Am Niederrhein ist es eher vereist, als verschneit, Spikereifen haben hier Vorteile.

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