19 Aug

Wieder zu Hause

So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt...
So hatte ich mir die Eifelwälder vorgestellt…

Drei Tage war ich weg, das erste Mal, seit Piet auf der Welt ist. Ich war immer für ihn da, dennoch machte ich mir keine Sorgen, dass es nicht klappen könnte. Meine Frau hatte ein volles Programm für unseren Sohn geplant und wir hatten ihm auch erklärt, wann ich wieder kommen würde. Soweit ging auch alles gut.

Ich habe die drei Tage ohne ihn offenbar wirklich gebraucht, zumindest war ich heute viel entspannter, als vor meinem Ausflug in die Eifel. Vermisst habe ich meine Familie vor allem abends, eben in der Zeit, die wir auch zu Hause meist gemeinsam verbringen.
Drei Tage nicht permanent beschallt zu werden, war also eine Erholung, die Tour selbst eher nicht. Offenbar habe ich mich doch ein wenig überschätzt, ich kann immer noch kaum laufen. An der Ausrüstung hat es sicher nicht gelegen, eher daran, dass ich keine Hügel und Berge gewöhnt bin. Auch wenn ich es mir leichter vorgestellt habe, würde ich es wieder machen, wenn auch etwas anders. Aus Erfahrung wird man eben klug und im Wandern bin ich blutiger Anfänger. Daher verlaufe ich mich wohl auch so gerne. 🙂

Anderseits sind die Beschreibungen im Internet der Tour auch, finde ich zumindest, stark geschönt. Von den „typischen Eifelwäldern“, eben Buchen und Eichen, war kaum etwas zu sehen. Viele Feldwege und Straßen statt echter Wanderwege, für meinen Geschmack ist auch der Lärm der Bundes-Straßen viel zu oft deutlich präsent. Die Motorradfahrer haben in der Eifel eben auch ihren Spaß, davon steht in den Wanderführern aber kein Wort. Die Beschilderung war insgesamt gut, obwohl ich an einigen Stellen welche suchen musste und leider nicht immer gefunden habe. Teilweise sind auf 100 Metern 10 Markierungen und dann 2000 Meter keine einzige. Verstehen muss ich das wohl nicht.

Die Rur-Olef-Route ist ganz nett, eher abwechslungsreich als langweilig, die offenen Gelände sind aber stark präsent, ich hatte irgendwie mehr Mischwald erwartet, warum kann ich aber nicht sagen. Andere Wanderer habe ich kaum getroffen, nur bei den typischen Tagesausflugzielen, wie der Urfttalsperre, war etwas mehr los. Mich haben ständig Leute nach dem Weg gefragt, ausgerechnet mich, der sich jeden Tag verlaufen hat. Könnte an der Navigon-Werbekappe gelegen haben, ist aber nur eine Theorie. 🙂

Markierung der Rur-Olef-Route
Markierung der Rur-Olef-Route

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